Der Bayerische Landtag möge beschließen, dass auf allen Linien des S-Bahn-Netzes Nürnberg von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag sowie in den Nächten vor Feiertagen ein Nachtverkehr im Stundentakt bis 3 Uhr gefahren wird. Die Einführung beginnt mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 im Rahmen des neuen Verkehrsvertrags mit der Deutschen Bahn.

Begründung

Nach 20 Jahren Nightliner-Bussen muss auch das Nürnberger Nachtliniennetz erwachsen werden. Das kann die S-Bahn leisten: Von Bamberg bis Neumarkt, von Allersberg bis Ansbach und darüberhinaus. So wächst die Region mit ihrem vielfältigen kulturellen Angebot zusammen. Ein S-Bahn-Nachtverkehr ist gerade für die Menschen ohne eigenes Fahrzeug in der Metropolregion Nürnberg ein deutlicher Gewinn. Darüber hinaus ist es auch ein deutlicher Gewinn, wenn mehr Menschen dazu motiviert werden, auf den ÖPNV umzusteigen: Sie wüssten, dass sie sicher und zuverlässig nach Hause kommen. Und es ist ein deutlicher Gewinn für die Luftreinhaltung und Verkehrssicherheit. Die Nightliner-Busse verkehren mit großem Erfolg. Auch ein S-Bahn-Nachtverkehr existiert bereits – bisher jedoch nur einmal im Jahr in der Silvesternacht. Bei der Neuausschreibung des Nürnberger S-Bahn-Netzes wurde von allen Bietern gefordert, Angebote für Nachtverkehr auf allen Linien abzugeben. Das wurde als Eventualposition bezeichnet. Jedoch wurde bei der Auftragsvergabe an die Deutsche Bahn AG diese Eventualposition nicht bestellt.

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Liebe UnterstüzerInnen,

    leider habe ich schlechte Nachrichten:

    In der Sitzung am 20. September 2018 hat die Mehrheit des Bayerischen Landtags die Einführung von Nachtverkehren auf der Nürnberger S-Bahn abgelehnt. Der Verkehrsclub Deutschland hatte im Frühjahr dazu eine Petition gestartet, die in wenigen Wochen fast 2.500 Unterstützer gefunden hat.

    Der ökologische Verkehrsclub hält das für eine grundfalsche und nicht nachvollziehbare Entscheidung. Wenn schon so eine einfache und kostengünstige Verbesserung nicht möglich sein soll, was ist dann von den vollmundigen Bekenntnissen der CSU zum ÖPNV zu halten?

    Ein S-Bahn Nachtverkehr in den Nächten auf Samstag und Sonntag, wie in der Petition vorgeschlagen wurde, könnte das kulturelle Angebot in der Region besser vernetzen, gerade junge Leute könnten abends unkompliziert und sicher unterwegs sein.

    Ein S-Bahn-Nachtverkehr wäre für die vielen Menschen ohne eigenes Fahrzeug ein deutlicher Gewinn. Darüber hinaus könnten mit guten Angeboten mehr Menschen dazu motiviert werden, auf den ÖPNV umzusteigen. Und das wäre ein deutlicher Gewinn für uns alle: Für Luftreinhaltung, Klimaschutz und Verkehrssicherheit.

    Wenn die Landtagsmehrheit schon nicht von selbst zu dieser Einsicht gelangt, so wäre es doch ein Gutes, auf die Stimmen der betroffenen Bürger und Kommunen an den Strecken zu hören – und zumindest einen Probebetrieb zu starten. Immerhin hat dieser auch bei den Nightliner-Bussen zu durchschlagendem Erfolg geführt.

    Wir werden uns weiter für einen attraktiven ÖPNV in Stadt und Region einsetzen.

    Bernd Baudler
    VCD Großraum Nürnberg

  • In der Sitzung am 20. September 2018 hat die Mehrheit des Bayerischen Landtags die Einführung von Nachtverkehren auf der Nürnberger S-Bahn abgelehnt. Der Verkehrsclub Deutschland hatte im Frühjahr dazu eine Petition gestartet, die in wenigen Wochen fast 2.500 Unterstützer gefunden hat.

    Der ökologische Verkehrsclub hält das für eine grundfalsche und nicht nachvollziehbare Entscheidung. Bernd Baudler, Vorsitzender des VCD im Großraum Nürnberg: „Wenn schon so eine einfache und kostengünstige Verbesserung nicht möglich sein soll, was ist dann von den vollmundigen Bekenntnissen der CSU zum ÖPNV zu halten?“

    Ein S-Bahn Nachtverkehr in den Nächten auf Samstag und Sonntag, wie in der Petition vorgeschlagen wurde, könnte das kulturelle Angebot in der Region besser vernetzen, gerade junge Leute könnten abends unkompliziert und sicher unterwegs sein.

    Ein S-Bahn-Nachtverkehr wäre für die vielen Menschen ohne eigenes Fahrzeug ein deutlicher Gewinn. Darüber hinaus könnten mit guten Angeboten mehr Menschen dazu motiviert werden, auf den ÖPNV umzusteigen. Und das wäre ein deutlicher Gewinn für uns alle: Für Luftreinhaltung, Klimaschutz und Verkehrssicherheit.

    Baudler: „Wenn die Landtagsmehrheit schon nicht von selbst zu dieser Einsicht gelangt, so wäre es doch ein Gutes, auf die Stimmen der betroffenen Bürger und Kommunen an den Strecken zu hören – und zumindest einen Probebetrieb zu starten.“ Immerhin hat dieser auch bei den Nightliner-Bussen zu durchschlagendem Erfolg geführt.

  • Für die Petition an den Bayerischen Landtag wurden (zusammen mit dern analogen Sammelbögen) innerhalb weniger Wochen 2.376 Unterschriften gesammelt. Am 26.April haben wir diese im Beisein der mittelfränkischen Landtagsabgeordneten von CSU, SPD, FW und Grünen eingereicht. Der Verkehrsausschuss des Landtags wird sich nun in einer der nächsten Sitzungen mit unserem Anliegen befassen.
    V.l.n.r.: Thorsten Glauber, FW; Markus Ganserer, GRÜNE; Bettina Baudler, VCD Nürnberg, Bernd Baudler, VCD Nürnberg, Ralf Altenberger, VCD Bayern, Angelika Weigert, SPD, Bernhard Roos, SPD und Walter Nussel, CSU (Foto Susanne Günther)

Pro

Die gut 150.000 Zugkilometer für die Nachtverkehre der Nürnberger S-Bahn würden weniger als zwei Millionen Euro im Jahr kosten. Der Anteil Bayerns an den Regionalisierungsmitteln, die für den Schienenpersonennahverkehr zur Verfügung stehen, beträgt im Jahr 1,24 Milliarden Euro. Dieser Betrag wird bis zum Jahr 2031 auf rund 1,7 Milliarden Euro erhöht. Für die Bestellung von Zügen gibt der Freistaat aber derzeit nur 1,05 Milliarden Euro aus.

Contra

Lärmbelästigung für die Anwohner. Das Problem muss gelöst werden, denn wenn die S-Bahn vorbei fährt, versteht man in angrenzenden Wohngebiet das eigene Wort nicht mehr. Die nächtliche Ruhestörung jetzt auch noch am Wochenende - damit die Partylöwen mehr Komfort haben?