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Die Petition wurde abgeschlossen
Petition richtet sich an: Ministerpräsidenten der Bundesländer
Die Ministerpräsidenten wollen am Dienstag (05.01.2021) zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine mögliche Verlängerung des Lockdowns beraten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat aber schon jetzt gesagt, dass er Schulen und Kitas "lieber eine Woche zu lang, als zu kurz" schließen wolle. MIt dieser Petition wird die Öffnung der Schulen in Deutschland am 11.01.2021 und die Weiterführung des Präsenzunterrichts, wie er seit den Sommerferien erfolgt ist, gefordert.
Begründung
Laut einer Studie von Uta Schönberg, Kirill Borusyak und Clara von Bismarck-Osten, die am University College London (UCL) und am Centre für Research and Analysis of Migration forschen, habe die Rückkehr zum vollen Schulbetrieb nach den Sommerferien nicht zur Erhöhung der Infektionen geführt - weder unter Kindern noch unter Erwachsenen. Schulen spielen somit eine untergeordnete Rolle in der Verbreitung des Coronavirus. Im Ergebnis sind Schulschließungen somit auch keine adäquate Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie und der Effekt von Schulschließungen liegt demnach nahezu bei null.
Der Schaden, den wir jedoch an unseren Kindern und Jugendlichen anrichten ist groß. Herr Wieland Kiess, Direktor der Leipziger Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, bringt es mit folgendem Satz auf den Punkt: "Wenn wir Kindern schaden wollen, dann sind Schulschließungen sehr effektiv". Es gibt eben noch weitere Aspekte, welche sich nicht in Nasenabstrichen und Infektionszahlen messen lassen: Was macht es mit Kindern und Jugendlichen, wenn sie wochenlang zu Hause isoliert sind? Die Abwägung liegt hier zwischen: Wie hoch ist das Risiko, dass ein Regelbetrieb in Schulen und Kitas zu einem Anstieg der Infiziertenzahlen beiträgt? Und: Welchen Schaden nehmen Kinder und Jugendliche, wenn sie über längere Zeit nicht oder nur unregelmäßig in die Schule und die Kita gehen können? Viele Fachleute aus dem Bereich des Kinder- und Jugendschutzes sind der Ansicht, dass letzterer Punkt nach wie vor unterschätzt wird - und das Risiko zugleich überschätzt.
Leistungsschwächere Kinder und Jugendliche werden abgehängt, Eltern sind zu Hause mit dem Homeschooling überfordert und es kommt nicht selten zu häuslicher Gewalt. Lernrückständen durch Corona führen dazu, dass Kinder und Jugendliche mit weniger Lebenschancen aus der Schule entlassen werden.
Bildung ist ein grundlegendes Menschenrecht für alle Kinder und Jugendlichen. Eine gute Bildung gibt Kindern und jungen Menschen das Selbstvertrauen, die Fähigkeiten und die Kapazitäten, die sie brauchen, um ein schätzenswertes Leben führen zu können. Bildung gibt ihnen die Stimme, mit der sie auch ihre anderen Rechte geltend machen und verteidigen können. Diese Art von Bildung kann nur an Schulen in Präsenzunterricht mit engagierten Lehrerinnen und Lehrer vermittelt werden. Ich hoffe daher auf große Unterstützung dieser Petition, um weitere Schäden von unseren Kindern und Jugendlichen abzuhalten.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
02.01.2021
Sammlung endet:
01.04.2021
Region:
Deutschland
Kategorie:
Bildung