1)Der VDH soll sich, genau wie die anderen Mitgliedsländer an die FCI Werte halten und dafür Sorge tragen, dass der Rassehund auch in Deutschland wieder eine Zukunft hat.

2)Zu diesem Zwecke ist es erforderlich, dass der VDH zulässt, dass Züchter und Besitzer von reinrassigen FCI-Hunden sich direkt über den VDH registrieren lassen können, wenn sie keine Möglichkeit haben Mitglied im Spezialzuchtverein zu werden oder dies nicht möchten.

3)Es wird ausserdem gefordert, dass der VDH verhindert, dass sich Spezialzuchtvereine ihre Mitglieder als "Geiseln" halten können. zB. wenn es nur einen SZV gibt oder die Zuchtzulassungsbestimmungen den Hund bei Wechsel zuchtuntauglich werden liesse.

4)Der VDH soll allgemeingültige Zuchtzulassungsbestimmungen und eine Zuchtordnung gemäss FCI-Richtlinien für jede Rasse selbst erstellt.

4)Einzelwürfe sollen direkt über den VDH registriert werden können, um FCI-Hunde innerhalb der FCI zu behalten und der Vermehrung ausserhalb der FCI Einhalt zu bieten.

5)Der VDH soll den Rassehundezuchtvereinen die Stammbuchhoheit entziehen und selbst die Souveränität übernehmen und Pedigrees selbst ausstellen.

Offener Brief an die FCI: "Sehr geehrter Herr De Clercq,

Wir wenden uns in der Hoffnung an Sie, dass Sie allen Weimaranern, Weimaranerfreunden und anderen Hunderassen in Deutschland helfen können. Gerade in Deutschland ist es in den letzten Jahren sehr wichtig geworden pro FCI und contra unkontrollierte Vermehrung von Rassehunden aufzuklären, da wir einer einzigartigen Situation in Deutschland gegenüber stehen. In Deutschland haben wir den VDH als Mitglied der FCI und Dachverband für alle Rassehundezuchtvereine. Allerdings ist der VDH nicht daran interessiert seriöse Züchter mit FCI-Hunden unter einem Dachverband zu halten, der Streuung von wertvollen Zuchttieren und somit Genen ausserhalb der FCI entgegen zu wirken. Nein, ganz im Gegenteil fördert der VDH sogar diese Entwicklung. Wir behaupten dies nicht nur, sondern können sogar belegen, wie kontraproduktiv der VDH in Bezug auf die Förderung des gesunden Rassehundes vorgeht. In den meisten Mitgliedsländern der FCI ist es so, dass man direkt über den Dachverband (FCI-Mitglied) züchten kann - alle Voraussetzungen und Richtlinien der FCI natürlich erfüllt - wenn es nicht gewünscht oder möglich ist Mitglied im Spezialrassehundezuchtverein zu sein. Nimmt man zB Dänemark: Wenn man keinen Jagdschein besitzt und trotzdem wesensfeste, gesunde und rassetypische Weimaraner züchten möchte, dann geht dies direkt über den DKK. So wird in Dänemark und den meisten Mitgliedsländern der FCI verhindert, dass der im voraus geringe und für die Zukunft des Weimaraners so wertvolle Genpool noch weiter dezimiert wird, weil fantastische zuchttaugliche Hunde aus der FCI vertrieben werden. Nicht so in Deutschland, dem Heimat- und Ursprungsland des Weimaraners. Hier scheint es den VDH und den einzigen Weimaranerzuchtverein - den Weimaranerklub e.V.- nicht zu interessieren, dass die Gesunderhaltung einer Rasse in den Genen und in der Vielfalt dieser liegt. Der Unterschied in Deutschland liegt auch im Detail: Der Weimaranerklub e.V, der seit über 100 Jahren den Weimaraner in Deutschland betreut und dessen Rassestandard festlegt, ist nicht daran interessiert, dass ganz normale unbescholtene Bürger - ohne Jagdschein wohlgemerkt - Weimaraner züchten dürfen. Der Weimaraner Klub e.V. legt in seinen Statuten klar fest, dass nur Besitzer des Jagdscheines ordentliche Mitglieder im Klub sein können (Nichtjägern ist es nur möglich fördernde Mitglieder zu werden - bezahlen und schweigen, denn ein Stimmrecht ist auch ausgeschlossen!) und ebenso, dass nur ordentliche Mitglieder (mit Jagdschein!) Stimmrecht haben und züchten dürfen. Zudem verlangen die Zuchtbestimmungen des Weimaraner Klub e.V. dass Weimaraner, um zur VDH-Zucht zugelassen zu werden, in 2 Generationen mindestens eine vom Weimaraner Klub e.V. anerkannte jagdliche Prüfung bestanden haben müssen. Diese Art der Selektion und Ausgrenzung von sowohl Menschen (Mitgliedern), als auch Hunden (nach FCI-Regeln zuchttaugliche Weimaraner) ist keinesfalls rassebewahrend und förderlich, sondern im höchsten Masse kontraproduktiv für eine Rasse, da sowohl der Genpool erheblich eingeschränkt wird, als auch potentielle neue Mitglieder dem VDH (und somit der FCI) und zuchttaugliche Weimaraner der Rasse verloren gehen. Zudem wird durch die Statuten des Weimaraner Klub e.V. mit Unterstützung des VDH, der dem Spezialverein Zuchtbuchhoheit einräumt, die Zucht außerhalb der FCI gefördert, was nicht im Sinne der FCI sein kann. In den meisten FCI-Ländern - Dänemark noch einmal als Beispiel - hat der Verband (der DKK) die Zuchtbuchhoheit und führt für alle Rassen die Stammbücher. Dies bedeutet, dass der Verband allgemeingültig die Zuchtregeln für alle Rassen ausstellt

Begründung

und somit dafür sorgt, dass die Spezialvereine sich nicht mit unterschiedlichen Zuchtzulassungsbestimmungen ihre Mitglieder als "Geiseln" halten können, da ein Wechsel von einem Verein zum anderen in Deutschland evtl. dazu führen kann, dass die Hunde nicht mehr zuchttauglich sind.

Jeder Besitzer einer im Verband registrierten zuchttauglichen Hündin mit FCI-Papieren kann einen Wurf direkt über den Verband registrieren lassen, ohne Mitglied im Spezialverein sein zu müssen. Die Spezialvereine haben in Dänemark eine beratende und schützende Funktion, sie kümmern sich um Mitglieder, richten Spezialzuchtschauen aus und informieren auf Messen (auf VDH-Ausstellungen in Deutschland hat man noch niemals den einzigen Zuchtverein für Weimaraner in Deutschland gesehen!) über die Besonderheiten der Rasse.

Ausserdem werden Empfehlungen für bestimmte Würfe aussgesprochen und diese Würfe werden auch in die vereinseigene Welpenliste eintragen, wenn die Elterntiere die zusätzlichen Forderungen des Klubs erfüllen und der Züchter Mitglied im Verein ist.

Der Verband (DKK) fordert weder, dass man Jagdscheininhaber oder Mitglied im Weimaraner Klub in Dänemark ist - und somit können sogar Welpen aus einmaligen Verpaarungen, die in Deutschland ausnahmslos für die FCI verloren wären, wertvolle Bestände für den Genpool und somit für den gesunden Fortbestand der Rasse sein.

Der Weimaranerklub e.V. hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht gerade mit Präsenz bekleckert, hat statt sich des Problems der wachsenden Anzahl von Züchtern ausserhalb des VDH und des Verlustes von Genmaterial, lieber in die sicheren Wände des Klubs verkrochen und Interessierten der Rasse die kalte Schulter gezeigt. Dies hat doch geradezu unseriösen Verme den Weg geebnet und ihnen freie Mittel zur Bedarfsdeckung eines visuell orientierten Marktes gelassen. Was wir nun haben ist dies: Der Weimaraner ist, da zum grössten Teil aus Würfen stammend, bei denen die gültigen FCI-Zuchtzulassungsbestimmungen ausser Acht gelassen wurden, sowohl im Wesen, als auch in den Anlagen verwässert. Da weder Kontrolle über das Einfliessen von blauen (nicht standardgemässen) Weimaranern, noch Weimaranern mit zweifelhafter Herkunft und Gesundheit für nötig gehalten wurde. Selbst der VDH-Weimaraner ist zum Schatten seiner selbst geworden, da nicht in Hinblick auf standardgemässer Form (trotz Standardhoheit) und Genvielfalt gezüchtet wurde, was wiederum auch angesehene FCI-Leistungsrichter bestätigen können. Durch belegbare Quellen wird uns bestätigt, dass Titel von FCI/VDH-Ausstellungen nicht vom Weimaraner Klub e.V. zur Zuchtzulassung anerkannt werden, da dieser Zuchtverein die Fähigkeiten der FCI-zertifizierten Leistungsrichter bezweifelt. Der Weimaraner Klub e.V. hält stattdessen eigene Zuchtschauen ab, auf denen VDH-Weimaraner vereinseigenen Richtern vorgestellt und nach eigenen Massstäben beurteilt werden. Auch dies wieder eine Massnahme des Weimaraner Klubs sich kontraproduktiv vor genauffrischendem Fremdblut ausländischer Weimaraner zu "schützen" und ein Eigenleben unter der FCI zu führen. Aus den Reihen der Mitglieder des Weimaraner Klub e.V. vernimmt man immer wieder die ablehnende Haltung dem FCI-Weimaraner gegenueber und pocht auf den eigenen Weimaraner-Typus, der nur geringfügig dem eigenen Rassestandard entspricht, was anerkannte FCI-Ringrichter bestätigen können .Deutschlands Rassehunde (hier der Weimaraner) brauchen einen starken Dachverband in Deutschland, der ansprechbar ist, der sich um JEDEN kümmert, der Interesse hat, der einen klaren deutlichen Weg in die Zukunft angibt und der endlich der Verschandelung des Weimaraners Einhalt gebietet.

-Der VDH soll sich, genau wie die meisten anderen Mitgliedsländer an die FCI Werte halten und dafür Sorge tragen, dass der Rassehund auch in Deutschland wieder eine Zukunft hat. -Zu diesem Zwecke ist es erforderlich, dass der VDH zulässt, dass Besitzer von reinrassigen FCI-Hunden sich direkt über den Verband registrieren lassen können, wenn sie keine Möglichkeit haben Mitglied im Spezialzuchtverein zu werden oder dies nicht möchten. -Es wird ausserdem gefordert, dass der VDH verhindert, dass sich Spezialzuchtvereine ihre Mitglieder als Geiseln halten können, indem sie eigene Zuchtzulassungsrichtlinien aufstellen, die den Wechsel in einen anderen Verein sehr beschweren, da zuvor zuchttaugliche Hunde im neuen Verein, dies eventuell nicht mehr sind. -Es sollen Würfe direkt über den VDH registriert werden können um FCI-Hunde innerhalb der FCI zu behalten und der Streuung von Genmaterial ausserhalb der FCI Einhalt zu bieten.

Bitte helfen sie dem gesunden Rassehund indem sie ihrem Mitglied in Deutschland (VDH) vorschlagen sich zeitgemaess und zum Wohle des Rassehundes weiterzuentwickeln, sich an die FCI-Werte zu halten und der FCI wertvolle Rassehunde zu erhalten.

Vielen Dank."

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, IG Vielseitiger Weimaraner Verein aus Weimar
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  • "IV. Geklärte Beschwerdepunkte
    Laut FCI-Reglement, Ziff. 15, sind für Nachkommen von zwei reinrassigen Eltern derselben Rasse, die von der FCI anerkannte Abstammungsnachweise haben, von der FCI anerkannte Abstammungsnachweise auszustellen. Voraussetzung ist lediglich, dass der Züchter sich den Zuchtrichtlinien des VDH unterwirft.
    In der Besprechung vom Mai des letzten Jahres sagten die Vertreter des VDH, dass künftig alle unabhängigen Züchter, die diese Voraussetzungen des VDH erfüllen, VDH-Ahnentafeln auch ohne Mitgliedschaft in einem VDH-Verein für die von ihnen gezüchteten Hunde mit FCI-Elterntieren erhalten werden. Unter „unabhängigen“ Züchtern sind dabei Züchter zu verstehen, die keinerlei Rassehundezuchtvereinen angeschlossen sind. Eine solche Verpflichtung zur Ausstellung von Ahnentafeln besteht dabei unabhängig davon, ob es einen oder mehrere die jeweilige Rasse betreuende Rassehundezuchtvereine innerhalb des VDH gibt."
    Quelle: www.neufundlaender-ance.eu/vdhtexte/2010Juli29BK-ANCE.pdf
    Beschlussabteilung des Kartellamtes in Bonn

    Somit kann sich jeder unabhängige Züchter direkt an den VDH wenden, um seine Welpen aus FCI/FCI-Verpaarung registrieren zu lassen.
    Dieser Beschluss gilt bereits seit 2010.
    Da fragt man sich wirklich, warum der VDH diesem Beschluss des Kartellamtes nicht nachkommt.

Pro

Da hier die Meinungen auseinandergehn... sollte ein weiterer Weimaraner Verein gegründet werden, den ich auch ünterstützen würde. Weil : Fachlich können Zuchtziele eine Rasse nicht mit der Haltung in Verbindung gebracht werden. Der FCI müßte den neuen Weimaraner Verein zulassen. Wenn man den Jagdschein (ich bin Jäger!) mit den Zuchtzielen einer Hunderasse verbindet, würde mich interessieren, wieviele derer auch einen Hundeführ-Schein (Jäger) schaffen würden. Denn wenn man bei Jagden genau hin sieht und schaun würde, kämen die Schwächen so mancher Hundhalter hervor.

Contra

Wie hier schon jemand schrieb, die Argumentation der Unterstützer dieser Petition ist flach und polemisch. Warum ein passionierter Jagdhund, wie der Weimaraner, für den allgemeinen nichtjagenden Liebhaber zum freien Konsum zur Verfügung gestellt werden soll, sofern dieses Unterfangen Erfolg haben sollte -was ich nicht hoffe - erschliesst sich mir nur mit der Erklärung: reiner Egoismus. Der Erhalt der Rasse steht für die Unterstützer sicher nicht im Vordergrund, wollen sie ihn doch in seinen wesentlichen Eigenschaften verändern, aus ihm einen Hund in grauer Hülle machen.