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Bild zur Petition mit dem Thema: Offener Brief der Theaterakademie Hamburg: Kein Raum nach Oben! Offener Brief der Theaterakademie Hamburg: Kein Raum nach Oben!
  • Von: die Studierenden der Theaterakademie Hamburg mehr
  • An: Geschäftsstelle des Eingabenausschusses der ...
  • Region: Hamburg mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Sammlung beendet
  • 155 Unterstützende
    63 in Hamburg
    Sammlung abgeschlossen

Offener Brief der Theaterakademie Hamburg: Kein Raum nach Oben!

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Sehr geehrte Damen und Herren der Bürgerschaft, sehr geehrter Herr Scholz, sehr geehrte Frau Fegebank!

Nach zwei Jahren Interimszeit in der Hebebrandstraße zog die Hochschule für Musik und Theater zu Beginn dieses Semesters nun endlich zurück in ihr angestammtes Gebäude an der Alster. Bei all den Feierlichkeiten lässt es sich jedoch leicht übersehen, dass ein gesamtes Dekanat zurückgelassen wurde. Für die Theaterakademie konnte im sanierten Budge-Palais kein Platz geschaffen werden, sie blieb im Ausweichgebäude in der City Nord zurück. Ein Gebäude mit kleinen Räumen, an dessen gelben Klinkerwänden Schultafeln hängen. Ein Gebäude,welches unter keinen Umständen für das Theaterstudium geeignet ist.

Hinzu kommt, dass die Theaterakademie mit Ende dieses Jahres ihre großen Probebühnen in der Gaußstraße aufgeben muss. Für jene Räume wurde bis dato aus Kostengründen kein Ersatz gefunden. Die Theaterakademie Hamburg wird sich mit Beginn des nächsten Jahres also mit der Aufgabe konfrontiert sehen, SchauspielerInnen, RegisseurInnen, OpernsängerInnen und DramaturgInnen ausbilden zu müssen, ohne eine einzige der Theaterrealität entsprechende Probebühne zu besitzen. Das Argument, es gäbe in ganz Hamburg keine passenden Räume für uns, ist nicht haltbar, da wir bis jetzt passende Räume hatten, die wir nun aus Kostengründen verlassen müssen.

Auf lange Sicht gibt es das Versprechen eines Neubaus am Wiesendamm, den die Theaterakademie in zwei Jahren beziehen soll. Diese Versprechungen eines neuen Gebäudes standen schon des Öfteren im Raum und scheinen so konkret wie nie zuvor. Nach weiteren Rückfragen bei der Wissenschaftsbehörde und der Politik verschwimmen die Zusagen jedoch zunehmend. Aus ‚definitiv im Sommer 2019’ wurde plötzlich 2020 und sogar die Realisierung des Bauvorhabens wurde noch nicht von allen notwendigen Instanzen abgesegnet.

Selbst wenn wir tatsächlich in zwei Jahren in das neue Gebäude einziehen, verbessern die Zukunftsaussichten des Wiesendamms die widrigen Umstände unserer Gegenwart nicht! Zwei Jahre mögen sich für ein neues Gebäude und den Umzug einer kompletten Akademie nicht lange anhören, für uns Studierende sind es jedoch zwei von vier Studienjahren, die unsere Zukunft bedeuten. Wir, die Studierenden der Theaterakademie, müssen unter den gegebenen Bedingungen studieren, lernen und kreativ sein. Zukunftspläne, die sich immer weiter nach hinten verschieben, helfen uns dabei nicht. Unser Studium sollte uns für die schwierige Berufsrealität bestmöglich vorbereiten und ausbilden. Ohne angemessene Probebühnen ist dies nicht gegeben. Große, hohe Probebühnen, in denen wir uns die notwendigen Kompetenzen aneignen können, sind der zentrale infrastrukturelle Faktor. Ohne sie auskommen zu müssen ist ein unzumutbarer Zustand für ein Studium im Bereich Darstellende Kunst. Auch die größten Bemühungen der Dozierenden, uns eine gute Lehre zu ermöglichen, ändern dann wenig. Hamburg ist stolz auf eine interessante, lebendige Theaterlandschaft und schmückt sich mit einer Hochschule, deren Absolventen zu den Stars des deutschen Theaters gehören. Die Stadt leistet sich eine tolle Theaterakademie mit innovativen und interessanten ProfessorInnen und DozentInnen: Geben Sie uns die Möglichkeit, dieses Potential zu nutzen!

Mit diesem Brief fordern wir Sie auf, finanzielle Mittel für zwei große Probebühnen ab dem 1.1.2018 freizugeben! Mit diesem Brief fordern wir Sie und die Hamburger Bürgerschaft auf, uns eine fixe Zusage für ein endgültiges Gebäude der Theaterakademie zu geben und dass unser Umzug mit höchster Dringlichkeit behandelt wird! Mit diesem Brief fordern wir jetzt Räume, in denen wir proben, lernen und kreativ sein können! Mit diesem Brief fordern wir, dass die fatale Raumknappheit, die weit über die Grenzen der Theaterakademie hinausgeht und die gesamte Hamburger Kulturszene betrifft, nicht weiter übersehen, sondern behoben wird!

In Erwartung einer Antwort,

die Studierenden der Theaterakademie Hamburg

Begründung:

Die Stadt Hamburg ist stolz auf ihre lebendige Theater- und Kulturszene. Den zukünftigen Theaterschaffenden wird jedoch der Raum für jegliche Kreativität genommen. SchauspielerInnen oder SängerInnen, die Ihre Kunst nur im Wohnzimmer üben können, werden schwerwiegende Probleme haben auf einer großen Bühne zu bestehen. Helft uns, damit wir die Möglichkeit haben unser Potenzial und das Potenzial der Lehre an der Theaterakademie voll auszuschöpfen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Hamburg, 12.12.2017 (aktiv bis 11.03.2018)


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