• Von: Dr. Bernhard Lehmann mehr
  • An: Bürgermeister und Stadtrat
  • Region: Stadt Gersthofen
    Kategorie: Kultur mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 344 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Umbenennung der Wernher-von-Braun-Straße – keine Ehrung für Handlanger des Nazi-Regimes und Hersteller von Massenvernichtungswaffen

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Die regionale Arbeitsgruppe Augsburg-Schwaben von "Gegen Vergessen-Für Demokratie" möchte erreichen, dass die Wernher von Braun Straße in Gersthofen umbenannt wird.

Begründung:

Wernher von Braun war ein egozentrischer und gewissenloser Opportunist, den einzig und allein die Produktion von Raketen interessierte. Um seinen Traum zu verwirklichen, den Mensch in den Weltraum zu bringen, ging er einen Pakt mit den Nazis ein, wurde Mitglied der NSDAP, sogar SS-Obersturmbannführer und produzierte Massenvernichtungswaffen für die Nazis und später die US-Amerikaner.

Von Braun war Erbauer der Vernichtungswaffe V2, deren Raketentreibstoff Hydrazinhydrat unter anderem in der Firma Transehe in Gersthofen mit Hilfe von Italienischen Zwangsarbeitern produziert wurde.

Allein bei der Herstellung der Vernichtungswaffe V2 starben im KZ Mittelbau Dora zwischen 15 000 und 20 000 Zwangsarbeiter an den inhumanen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Von Braun war ein Mittäter, der sich aus eigenem Antrieb dafür einsetzte, dass KZ Häftlinge bei der Montage der V2 Raketen eingesetzt wurden.
Fritz Pröll, der Bruder von Josef Pröll und Schwager von Anna Pröll, die jahrzehntelang in Gersthofen wohnten, fand im KZ Dora den Tod.
Recherchen der Zwangsarbeiter-Initiative des Paul-Klee-Gymnasiums ergaben, dass sich in der heutigen Wernher-von-Braun-Straße in der Zeit des II. Weltkriegs ein Zwangsarbeiterlager befand.

Straßen sollten nach ehrbaren Personen benannt sein, nach Personen, die Orientierung geben und humanitäre Werte vermitteln, nach Menschen, die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und Zivilcourage zeigen. All diese Eigenschaften kann man Wernher von Braun beileibe nicht attestieren.

Menschliche Größe kann auch darin liegen, eigene Fehler einzugestehen. Aber selbstkritische Worte waren von Wernher von Braun auch nach 1945 nicht zu hören. Stattdessen leugnete und verharmloste er, wo es nur ging - und viele seiner Anhänger glauben ihm auch heute noch.

All diese Gründe machen eine Umbenennung der Wernher von Braun Straße in Gersthofen zwingend notwendig.
Wenn Sie unsere Meinung teilen, unterzeichnen Sie nachstehend mit Ihrem Namen, Beruf/Funktion und Wohnort.

Dr. Bernhard Lehmann, Sprecher der RAG Augsburg-Schwaben von „Gegen Vergessen-Für Demokratie“

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Gersthofen, 19.02.2013 (aktiv bis 18.08.2013)


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PRO: Ich möchte mich nicht eine solche Adresse unter meinem Namen tragen müssen, und ich bin dankbar, dass ich nicht in meinem Heimatort Friedberg auf das Gymnasium gegangen bin. Sonst müsste ich mich jetzt mit diesem Namen auf dem Abiturzeugnis auf Stellen ...

PRO: Die Contra-Formulierung .... muss ich auch k.... spricht für den Debattierer! Auch so manifestiert sich die Sprache eines Antidemokraten.Den Nationalsozialismus auf diese Art zu verharmlosen, spricht Bände. Wir reden über den Nazi-Täger WvB, nicht über ...

CONTRA: Bei den zahlreichen Karl Marx Straßen muss ich auch kotzen! Und nun?

CONTRA: Wenn wir damit anfangen, können wir auch dem Beispiel der Frau Schröder folgen und die Kinderbücher zensieren!

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