openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close
Bild zur Petition mit dem Thema: Petition zum Erhalt des Schmäh-Reliefs an der Wittenberger Stadtkirche Petition zum Erhalt des Schmäh-Reliefs an der Wittenberger Stadtkirche
  • Von: Matthias Lieschke mehr
  • An: Landtag von Sachsen-Anhalt Petitionsausschuss
  • Region: Sachsen-Anhalt mehr
    Kategorie: Kultur mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 192 Unterstützende
    115 in Sachsen-Anhalt
    Sammlung abgeschlossen

Petition zum Erhalt des Schmäh-Reliefs an der Wittenberger Stadtkirche

-

Das Sandsteinrelief aus dem Jahr 1305 befindet sich an der Südostecke der Kirche und zeigt einerseits einen Rabbiner, der einem Schwein unter den Schwanz schaut, andererseits Juden, die an den Zitzen der Sau trinken. Nun fordert ein "Bündnis zur Abnahme der Judensau im Reformationsjahr 2017" und der britische Theologe Richard Harvey die Entfernung dieses Reliefs durch die Stadt. Um den Druck zu erhöhen, sollen mehrere Mahnwachen abgehalten werden.

Diese Petition dient dem Erhalt des Schmäh-Reliefs als Teil unserer Geschichte und Teil unserer Stadt!

Begründung:

Das Relief stellt einen Teil der deutschen Geschichte dar. Sollte es entfernt werden, drängt sich die Frage auf, welche historischen Kunstwerke folgen, weil sie zu einem Teil der Geschichte gehören, der heute lieber verdrängt wird? Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und ihrer Darstellung sind ein unabdingbares Element, um ein reflektiertes und selbstreflexiven Geschichtsbewusstseins zu fördern und zu entwickeln. Hierfür benötigen wir geschichtliche Bezüge, welche unsere Einstellungen und unser Handeln prägen und beeinflussen.

Hinweis: Mit dieser Petition möchten wir niemanden auf irgendeine Art und Weise diskriminieren oder beleidigen. Der Name des Schmäh-Reliefs "Judensau" ist ein historisches Wort aus dem Mittelalter und wurde ebenso in der Diskussion ausgehend vom Stadtrat verwendet. Wir sowie die Unterstützenden der Petition befürworten den Erhalt von diesem historischen Relief, um sich über unsere Geschichte bewusst zu sein und darüber reflektieren zu können.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Kemberg, 17.05.2017 (aktiv bis 16.07.2017)


Neuigkeiten

Ich wurde von dem netten Openpetition Team darauf hingewiesen, dass man Judensau nicht sagen darf. Ich erkläre hiermit, dass ich dieses Wort ausschließlich in kulturhistorischem Zusammenhang mit dem Relief der Stadtkirche verwendet habe.

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Das Relief stammt aus dem Jahr 1305 (andere Quellen: um 1440) und ist für mich als Zeitzeugnis unbedingt an der ihm zugedachten Stelle ohne wenn und aber zu erhalten! Auch Landesbischöfin Ilse Junkermann ist für einen Verbleib des Reliefs. Junkermann ...

PRO: Für mich als geborene und hier lebende Wittenbergerin gehört dieses Relief zur Stadtkirche dazu. Außerdem wurde 1996 die Stadtkirche !! mit !! Judensau zum UNESCO-Welterbe gekürt. 1988 wurde darunter im Pflasterbereich des Kirchplatzes bereits ein Mahnmal ...

CONTRA: Zitat aus der Petition: "Begründung: Das Relief stellt einen Teil der deutschen Geschichte dar." Mit dieser Begründung hätte man auch alle Hakenkreuzreliefs an Gebäuden etc.. bestehen lassen müssen.

CONTRA: es ist ein Spott-und Schmähbild ohnegleichen. Der Rabbi schaut der Sau unterm Schwanz durch in den Darm; dort sll die Thora (5 Bücher Mose) herstammen. Dass allein das schon sooo lange an einer evang.Kirche ausgestellt ist, ist einSkandal! Jeder Cjrist ...

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

 mz-web.de    mobil.mz-web.de    Websuche    E-Mail    Facebook  

Unterstützer Betroffenheit