• Von: Fabian Gallenkamp mehr
  • An: Saarland (Ministerpräsidentin/alle Landtag) ...
  • Region: Saarbrücken mehr
    Kategorie: Wohnen mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 854 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Petition zur schnellstmöglichen Kernsanierung/Neubau des Studentenwohnheims D

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Aufgrund wesentlicher Brandschutzmängel teilte die untere Bauaufsichtsbehörde mit, dass eine Gefahr für Leib und Leben der Bewohner des Studentenwohnheims D besteht. Aus diesem Grund soll das Wohnheim schnellstmöglich geschlossen werden.
www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Saarbruecken-Studentenwerk-Wohnheim-Universitaet-raeumen;art27856,4159653#.Tywtw8g-pw4

Das Wohnheim D wurde im Jahre 1961 erbaut und besteht aus 212 Einzelzimmer. 1994 wurde das Haus aufgestockt und um 48 Einzelappartements erweitert. Es gehört der Universität, wird allerdings dem Studentenwerk zur Vermietung an Studierende überlassen (Überlassungsvertrag). Da nicht eindeutig geregelt ist, wer für die langfristige Instandhaltung zuständig ist, wurde die Situation verschärft.

Aufgrund der zentralen Lage (direkt auf dem Campus) und der geringen Miete (Einzelzimmer: 168,00 €) ist das Wohnheim bei den Studierende sehr beliebt. Studentischer Wohnraum auf dem Campus ist essentiell wichtig und belebt diesen auch über die Vorlesungszeit hinaus.

Laut des AStA sind schon seit einigen Jahren erhebliche Mängel im Wohnheim festgestellt worden. Diese Mängel wurden der Universität mitgeteilt, jedoch wurde seit Jahren nichts dagegen unternommen. Auch das Studentenwerk bekräftigte auf der Infoveranstaltung zur Schließung des Wohnheimes am 03.02.12, dass sich bei der Universität für eine Sanierung stark gemacht wurde.

Wir fordern mit dieser Petition, dass preisgünstiger studentischer Wohnraum auf dem Campus Saarbrücken in Form einer Kernsanierung des Wohnheim Ds oder gegebenenfalls als Neubau erhalten bleibt. Die Kernsanierung/Neubau muss schnellstmöglich realisiert werden. Dazu ist es unabdingbar, dass Universität, Studentenwerk und die Landesregierung mit vereinten Kräften auf dieses Ziel gemeinsam hinarbeiten.

Begründung:

Wir fordern mit dieser Petition:


1) Erhalt des studentischen Wohnraums auf dem Campus

Zu einer attraktiven, studentenfreundlichen Universität, die einen Bildungsauftrag besitzt, gehört es dazu, den Studierenden eine Wohnmöglichkeit zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Ziel hat sich die Universität im Rahmen des Universitätsentwicklungsplan 2011-2013 (vgl. S. 19) bekannt. Da der Universität in den kommenden Jahren ein weiterer Zuwachs an Studierenden bevorsteht, wird sich die Wohnsituation auch weiter verschärfen. www.saarbruecker-zeitung.de/hochschule/saar-uni/hochschulpolitik/art305368,3908944#.Ty7LyMg-pw4.
Zudem wird im Saarland bereits jetzt im bundesweiten Vergleich deutlich weniger studentischer Wohnraum in Form von Wohnheimen angeboten. Während im Bundesdurchschnitt 12% der Studierenden einen Platz in einem Wohnheim haben, sind es im Saarland nur 8%. Durch den dauerhaften Wegfall des Wohnheims D würde dieser Anteil nur noch 6% und damit die Hälfte des Bundesdurchschnitts betragen. Stattdessen sollten sowohl Studentenwerk, Universität und Landesregierung darauf hinarbeiten, dass mindestens soviel Wohnraum wie bisher (auf dem Campus) erhalten bleibt.


2) Erhalt der Internationalität im Wohnheim

Die Universität des Saarlandes ist eine Universität mit einem sehr hohen Anteil an internationalen Studierenden und wirbt aktiv auch international um diese. Aufgrund dieser Tatsache ist die Universität in der Pflicht auch für diese Studierenden Wohnraum anzubieten. Ausländische Studierende benötigen günstigen, möblierten Wohnraum, für den sie bereits vorab einen Mietvertrag abschließen können. Gerade bei ausländischen Studierenden wird das Wohnheim D bevorzugt, da aufgrund der vielen Gemeinschaftsräume ein schneller Kontakt zu anderen Studierenden leicht möglich ist.


3) Erhalt von preisgünstigem Wohnraum

Das Wohnheim D in seiner jetzigen Form stellt die günstigste, direkt verfügbare Wohnform innerhalb von Saarbrücken dar. Sowohl das Studentenwerk als soziale Einrichtung als auch die Universität müssen sicherstellen, dass dies auch weiterhin gewährleistet bleibt. Viele Studierende sind auf günstigen Wohnraum angewiesen. Hohe Mietkosten sollten nicht der Grund sein, dass Studierende sich keinen Wohnraum am Studienort leisten können und deswegen auf ein Studium verzichten müssen.


4) Erhalt des bestehenden Wohnkonzepts

Insbesondere das Wohnheim D lebt von seinem Sozialleben. Die Zimmer sind zwar klein, aber die Anzahl an Gemeinschaftsräumen ist groß. Bis zu der Schließung aus Brandschutzgründen verfügte das Wohnheim neben den Gemeinschaftsküchen über eine Heimbar, die für ein Heimfrühstück und Spieleabende sowie Parties genutzt wurde, über verschiedene Sport- sowie Kinoräume. Aufgrund des Wohnkonzeptes, dass viele Studierende auf einem Flur wohnen und der Gemeinschaftsräume, ist das Wohnheim ein Vorreiter in Sachen Integration von internationalen Studierenden. Gerade deshalb müsste man ein solches Konzept fördern, da das Thema Integration wichtig für die Universität des Saarlandes sein sollte.


5) Behebung aller Mängel baulicher und brandschutztechnischer Art

Neben den bisher aufgezeigten Brandschutzmängeln, die jetzt zur Schließung des Wohnheims führen, gibt es erhebliche Mängel in der baulichen Substanz. Es existieren regelmäßiges Schimmelauftreten in den Zimmern, einfach verglaste Fenster, häufig auftretende Rohrbrüche, fehlende Wärmedämmung, veraltete Elektrik und unzeitgemäße Sanitäranlagen. Zudem kommt es bei starkem Regen zu Wassereintritt in den Decken des Zwischenbaus und in den Kellern. Die aktuellen Nebenkosten, die auch aus den baulichen Mängeln resultieren, übersteigen die Kaltmiete um mehr als das Doppelte. Diese Mängel müssen umgehend in Angriff genommen werden, eine reine Brandschutzabsicherung reicht nicht, um das Wohnheim langfristig zu erhalten.

Sowohl das Studentenwerk, die Universität als auch die Landesregierung sind in der Pflicht, die bestehenden Missstände im Wohnheim D zu beheben und den Wohnraum mindestens in der bestehenden Form zu erhalten.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

66123, 08.02.2012 (aktiv bis 07.04.2012)


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CONTRA: Ich stimme erst für die Petition, wenn jemand die Rechtschreibfehler korrigiert hat. Sonst kann man diese Petition doch garnicht ernst nehmen.



Petitionsverlauf

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