Der aktuelle Vorschlag für eine Alternative zur Pflegekammer in Bayern ist für beruflich Pflegende in Bayern nicht akzeptabel. Ministerin Huml und die Politik werden dazu aufgerufen, den deutlichen Willen der beruflich Pflegenden in Bayern Rechnung zu tragen und eine Pflegekammer einzurichten. Vertreter der bayerischen Pflegeverbände haben sich deutlich für die Kammer ausgesprochen. In zahlreichen andern Bundesländern gibt es ebenfalls entsprechende Bestrebungen, in Rheinland-Pfalz bereits die Gründung der Pflegekammer. Aktuell haben die Pflegeverbände in der BAY.ARGE den Kompromissentwurf von Ministerin Huml abgelehnt. Auch der Landescaritasverband Bayern und die Dekanekonferenz der bayerischen Hochschulen mit Pflegestudiengängen sprechen sich deutlich für die Pflegekammer aus! MDL Hermann Imhof, Patienten- und Pflegebeauftragter der bayerischen Staatsregierung hat sich ebenfalls öffentlich für die Pflegekammer ausgesprochen.

Begründung

Die Pflegekammer in Bayern dient Patienten und Pflegenden gleichermaßen. Sie stellt eine qualitativ hochwertige Pflege sicher. Sie garantiert die Augenhöhe beruflich Pflegender mit anderen entscheidenden Berufsgruppen im Gesundheitswesen. In einer von der bayerischen Staatsregierung initiierten Befragung hat sich eine Mehrheit der befragten Pflegekräfte bereits für die Gründung einer Pflegekammer in Bayern ausgesprochen.

Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates rief alle Pflegekräfte dazu auf, für ihre Interessen einzustehen "Wer das nicht tut, läuft Gefahr, nicht anerkannt zu werden". Auch Karl-Josef Laumann, der Pflegebeauftragte der Bundesregierung hat alle Pflegenden dazu aufgerufen, sich besser zu organisieren und für die Belange ihres Berufes einzutreten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Michael Wittmann-Stängler aus Sengenthal
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Neuigkeiten

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  • Sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer einer Pflegekammer in Bayern!

    bereits im Dezember plant das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege einen ersten Termin im Rahmen der Gründung einer Körperschaft des öffentlichen Rechts als Interessenvertretung für die Pflege in Bayern.

    Nach reiflicher Überlegung habe ich für mich beschlossen, an diesem Termin teilzunehmen.

    Da mir völlig klar ist, dass dieser Schritt Fragen aufwirft, will ich hier kurz auf meine Beweggründe eingehen:

    Ich sehe derzeit keine Chance für uns Kammerbefürworter, die aktuell geplante KdöR zu verhindern.
    Im Ministerium wird das Gesetzgebungsverfahren dazu vorbereitet, ebenso die Gründungskonferenz.
    An einen plötzlichen Sinneswandel der Politik in dieser Sache will ich nach den Erfahrungen der vergangenen 4 Jahre an diesem Punkt nicht glauben.

    Vielmehr ist es mir wichtig, in diesen Treffen unserer Belange und Argumente einzubringen.
    Wenn es in Bayern irgendwann noch eine Pflegekammer geben wird, so kann sich diese aus meiner Sicht nur aus der dann bereits agierenden Körperschaft heraus entwickeln.

    Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, bei der Gründung dieser Körperschaft „das Schlimmste“ zu verhindern.
    Ich möchte nicht zusehen dabei, wenn “Abgesandte“ von Arbeitgebern oder Gewerkschaften hier Pflöcke einschlagen, die zu einem späteren Zeitpunkt nur noch schwer zu korrigieren sind.
    Ich möchte mit am Tisch sitzen und klar Position zu einzelnen Punkten beziehen.
    Position für eine Pflegekammer und Position gegen den unseligen Einfluss von Arbeitgebern und Gewerkschaften.

    Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen werte ich für mich weder als ein „einknicken“ vor der Politik, noch als Akzeptanz der geplanten KdöR.
    Ich behalte mir auch vor die Teilnahme in dem Augenblick zu beenden, wo für mich klar ersichtlich wird, dass meine Mitwirkung dort keinen Sinn mehr macht.

    Diese Standpunkte habe ich auch dem Ministerium gegenüber so mitgeteilt.
    Ebenso habe ich dort klar gemacht, dass ich als Initiator dieser Petition daran teilnehmen werde und nicht als Mitglied eines Berufsverbandes oder gar der BAY.ARGE.
    Hierfür strebe ich kein Mandat an, diese Verbände entscheiden selbst und kompetent über ihr weiteres Vorgehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Michael Wittmann

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer einer Pflegekammer in Bayern!

    Anbei der Aufruf der BAY.ARGE zu einer Demonstration am kommenden Dienstag, den 27.10 in München.
    Und bitte denken sie daran: Pflegegeht jeden an! Dieser Aufruf richtet sich deshalb an die gesamte Bevölkerung,

    UNS! REICHT’S! JETZT! DIE PFLEGE WIRD LAUT!

    Unter diesem Motto ruft die Bayerische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe (BAY.ARGE) alle professionell Pflegenden und Bürger, die die Anliegen der Pflege unterstützen, dazu auf, am Dienstag, den 27. Oktober 2015, gemeinsam zu demonstrieren. Um 10 Uhr startet die Demonstration am Münchner Odeonsplatz. Über Ludwigstraße, Von-der-Tann-Straße und Franz-Josef-Strauß-Ring geht es bis vor die Bayerische Staatskanzlei. Dort werden sich die Pflegenden zur Schlusskundgebung versammeln und noch einmal lautstark auf sich und ihre Anliegen aufmerksam machen. Das bedeutet konkret: angemessene Rahmenbedingungen für eine menschenwürdige Pflege, Berücksichtigung der fachlichen Expertise in allen beruflichen Belangen und – last but not least – endlich die Einrichtung der seit 2011 versprochenen Pflegekammer.

Pro

- Schutz der Bevölkerung vor unqualifizierter Pflege - Beteiligung an Gesetzgebungsverfahren - Gewährleistung der ordnungsgemäßen Berufsausübung der Kammermitglieder - Erhöhung der Transparenz im Berufsgeschehen ( Sicherung ethischer Standards u.a. im Contraargument genannt) - Sicherung der Qualität in Aus-, Fort- und Weiterbildung - Qualitätssicherung und - standards inkl. der Evidenz derer - Selbstverwaltung des Pflegeberufes uvm.

Contra

Wenn sich jeder in sein Kämmerchen zurückzieht, wer macht dann die Pflege? Ihr Vereinsmaier könnt doch selber eine Kammer oder nen Verein gründen um sich wichtig zu machen und den Hintern platt zu sitzen: Daszu muss doch niemand ein Ministerium anrufen.