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Bild zur Petition mit dem Thema: Pflicht zur Vorlage von Jagdtrophäen abschaffen Pflicht zur Vorlage von Jagdtrophäen abschaffen
  • Von: Thomas Grebenstein mehr
  • An: Bayerischer Landtag
  • Region: Bayern mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger
  • In Bearbeitung
  • 1.247 Unterstützende
    1.080 in Bayern
    Sammlung abgeschlossen

Pflicht zur Vorlage von Jagdtrophäen abschaffen

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Mit §16 Abs (4) Satz 3 der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz (AvBayJG) werden Jägerinnen und Jäger "verpflichtet, den Kopfschmuck des gesamten in ihren Jagdrevieren im letzten Jagdjahr erlegten oder verendet aufgefundenen Schalenwildes bei der öffentlichen Hegeschau vorzulegen."

Diese Regelung - die Verpflichtung zur Vorlage des Kopfschmuckes - soll abgeschafft werden.

Begründung:

Das "Präparieren des Kopfschmuckes" empfinde ich als ekelhaft und grausam. Es entwürdigt das erlegte Tier.

Das Präparieren ist zeitaufwendig, verbraucht Ressourcen und verursacht Kosten. Volkswirtschaftlich ist die Regelung negativ zu beurteilen. Sie generiert per se keinerlei Wertschöpfung, im Gegenteil.

Der vorgelegte Kopfschmuck ist keineswegs dazu geeignet, Rückschlüsse auf die Wildschadenssituation, die Waldverjüngung, die Erfüllung der Abschusspläne, die körperliche Verfassung des Wildes oder auf die strukturelle Entwicklung der Wildbestände zu ziehen. Dafür müssten sie eine "repräsentative Stichprobe" darstellen. Das ist keineswegs der Fall, im Gegenteil: das erlegte und somit vorzulegende Wild wurde von der Erlegerin oder dem Erleger gemäß den Vorgaben des Abschussplanes für den Abschuss selektiert. Es gibt auch kein anderes Verfahren, mit dem vom vorgelegten Kopfschmuck auf die genannten Parameter geschlossen werden könnte. Somit verfehlt die Regelung klar den beabsichtigten Zweck.

Diskussionen, die auf der Grundlage des vorgelegten Kopfschmuckes geführt werden, sind von vorneherein sinnlos und unproduktiv.

Es ist denkbar, dass die Regelung gegen die Menschenrechte verstößt. Ein Jäger, der aus ethischen und moralischen Gründen die Vorlage verweigert und gegen den Freistaat Bayern klagen würde, könnte Recht bekommen.

Es gibt keinen Grund, diese Pflicht aufrecht zu erhalten. Das freiwillige Ausstellen des Kopfschmuckes wäre auch ohne diese Pflicht weiterhin möglich.

Die Petition liegt dem Bayerischen Landtag bereits unter dem Aktenzeichen LA.0103.17 vor.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Murnau am Staffelsee, 10.11.2017 (aktiv bis 29.01.2018)


Neuigkeiten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützer der Petition! Heute Morgen bekam ich Nachricht, dass am kommenden Mittwoch, den 31.1.2018 der Landwirtschaftsausschuss über die Petition berät. Die Sitzung beginnt um 9:15 im Zimmer N 401 im Maximilianeum ...

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Debatte zur Petition

PRO: An Geweihen lassen sich nur vage Altersklassenangaben machen, geschweige denn das genaue Alter bestimmen. Rückschlüsse vom Abschuss auf den tatsächlichen Bestand sind deshalb nur fadenscheinig, zumal man ja auch an Abschussvorgaben gebunden ist. Wenn ...

PRO: Warum nur "Kopfschmuck"? Also nur Selektion der "männlichen Kopfschmuckträger"? Ich sehe darin keinerlei Erkenntnisgewinn! Zudem sollte im gleichen Zuge die Schonzeit für Böcke in Bayern fallen, auch hier gibt es keine sinnvolle Begründung, warum man ...

CONTRA: Man muss nur mal genau hinsehen, wer am meisten gegen die Trophäenschauen hetzt, dann erkennt man, wie wichtig sie sind. Konsequent umgesetzt - also wirklich ALLE Trophäen ausgestellt, sind die Hegeschauen die einzige vollständige und öffentliche Übersicht ...

CONTRA: Geweihe (Rotwild) und Gehörne (Gams) bieten Rückschlüsse auf das Alter der erlegten Tieren, ebenso der Zustand der Zähne. Auf diese Weise bildet die Hegeschau eine Art "Sterbetafel" der jeweiligen Population. Auf diese Weise lässt sich auch für die Öffentlichkeit ...

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