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Bild zur Petition mit dem Thema: Pflicht zur Vorlage von Jagdtrophäen abschaffen Pflicht zur Vorlage von Jagdtrophäen abschaffen
  • Von: Thomas Grebenstein mehr
  • An: Bayerischer Landtag
  • Region: Bayern mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 82 Tage verbleibend
  • 364 Unterstützende
    328 in Bayern
    1% erreicht von
    24.000  für Quorum  (?)

Pflicht zur Vorlage von Jagdtrophäen abschaffen

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Mit §16 Abs (4) Satz 3 der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz (AvBayJG) werden Jägerinnen und Jäger "verpflichtet, den Kopfschmuck des gesamten in ihren Jagdrevieren im letzten Jagdjahr erlegten oder verendet aufgefundenen Schalenwildes bei der öffentlichen Hegeschau vorzulegen."

Diese Regelung - die Verpflichtung zur Vorlage des Kopfschmuckes - soll abgeschafft werden.

Begründung:

Das "Präparieren des Kopfschmuckes" empfinde ich als ekelhaft und grausam. Es entwürdigt das erlegte Tier.

Das Präparieren ist zeitaufwendig, verbraucht Ressourcen und verursacht Kosten. Volkswirtschaftlich ist die Regelung negativ zu beurteilen. Sie generiert per se keinerlei Wertschöpfung, im Gegenteil.

Der vorgelegte Kopfschmuck ist keineswegs dazu geeignet, Rückschlüsse auf die Wildschadenssituation, die Waldverjüngung, die Erfüllung der Abschusspläne, die körperliche Verfassung des Wildes oder auf die strukturelle Entwicklung der Wildbestände zu ziehen. Dafür müssten sie eine "repräsentative Stichprobe" darstellen. Das ist keineswegs der Fall, im Gegenteil: das erlegte und somit vorzulegende Wild wurde von der Erlegerin oder dem Erleger gemäß den Vorgaben des Abschussplanes für den Abschuss selektiert. Es gibt auch kein anderes Verfahren, mit dem vom vorgelegten Kopfschmuck auf die genannten Parameter geschlossen werden könnte. Somit verfehlt die Regelung klar den beabsichtigten Zweck.

Diskussionen, die auf der Grundlage des vorgelegten Kopfschmuckes geführt werden, sind von vorneherein sinnlos und unproduktiv.

Es ist denkbar, dass die Regelung gegen die Menschenrechte verstößt. Ein Jäger, der aus ethischen und moralischen Gründen die Vorlage verweigert und gegen den Freistaat Bayern klagen würde, könnte Recht bekommen.

Es gibt keinen Grund, diese Pflicht aufrecht zu erhalten. Das freiwillige Ausstellen des Kopfschmuckes wäre auch ohne diese Pflicht weiterhin möglich.

Die Petition liegt dem Bayerischen Landtag bereits unter dem Aktenzeichen LA.0103.17 vor.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Murnau am Staffelsee, 10.11.2017 (aktiv bis 09.02.2018)


Debatte zur Petition

PRO: Warum nur "Kopfschmuck"? Also nur Selektion der "männlichen Kopfschmuckträger"? Ich sehe darin keinerlei Erkenntnisgewinn! Zudem sollte im gleichen Zuge die Schonzeit für Böcke in Bayern fallen, auch hier gibt es keine sinnvolle Begründung, warum man ...

PRO: An Geweihen lassen sich nur vage Altersklassenangaben machen, geschweige denn das genaue Alter bestimmen. Rückschlüsse vom Abschuss auf den tatsächlichen Bestand sind deshalb nur fadenscheinig, zumal man ja auch an Abschussvorgaben gebunden ist. Wenn ...

CONTRA: Geweihe (Rotwild) und Gehörne (Gams) bieten Rückschlüsse auf das Alter der erlegten Tieren, ebenso der Zustand der Zähne. Auf diese Weise bildet die Hegeschau eine Art "Sterbetafel" der jeweiligen Population. Auf diese Weise lässt sich auch für die Öffentlichkeit ...

CONTRA: Man muss nur mal genau hinsehen, wer am meisten gegen die Trophäenschauen hetzt, dann erkennt man, wie wichtig sie sind. Konsequent umgesetzt - also wirklich ALLE Trophäen ausgestellt, sind die Hegeschauen die einzige vollständige und öffentliche Übersicht ...

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Weil die Throphäenschau ein althergebrachtes Istrument ist, welches nur der Jagdgeilheit und des Trophäenzüchtens dient, es dient nicht einen natürlichen, vertretbaren Bestand zu halten und aufzubauen. Geißen werden geschont, Böcke gezüchtet ... jag ...

Da ich selbst als Jäger die Trophäen nicht im Vordergrund der Jagd sehe.

Vorlage der Trophäen ist völlig unnütz und entbehrt jeder Grundlage für das sie theoretisch stehen sollte

Weil es sinnfrei ist die Knochen zu präparieren und auszustellen. Je größer der Kopfschmuck umso mehr Pflanzen und Triebe hat das Tier verbissen.

Um wildbiologisch belastbare Aussagen treffen zu können müsste eine Hegeschau die Schädel aller Altersklassen und Geschlechter mit Ober und Unterkiefer und noch viel mehr Angaben beinhalten, Alles andere ist nur ein Mittel zur Pflege des Jagdneides

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