... Denkst auch du, dass Hochschulen in Anbetracht von Klimawandel, sozialer Ungerechtigkeit und Ressourcenverknappung als Vorreiter nachhaltiger Entwicklung vorangehen sollen?

... Hast du das Gefühl, man muss etwas an den Strukturen verändern, um sozial verantwortungsvolles Handeln zum Alltag für alle zu machen?

…Findest auch du, dass zukünftige Fach- und Führungskräfte sich in ihrem Studium mit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung auseinandersetzen sollten?

Der Großteil unserer Hochschulen gibt den Studierenden noch nicht die Fähigkeiten an die Hand, diesen Herausforderungen ganzheitlich und zukunftsweisend zu begegnen. Deswegen fordern wir als Studierende und Promovierende (die Initiative für Nachhaltigkeit und Ethik an Hochschulen*) einen grundlegenden Strukturwandel in der Hochschullandschaft hin zu mehr nachhaltigem und ethischem Handeln! Hierzu gehört, dass Forschung und Lehre sich inhaltlich stärker mit der Ergründung und Weitergabe von Wissen beschäftigen, das zur Bewältigung der aktuellen ökologischen und sozialen Krisen beiträgt. Dazu gehört aber auch, dass die Hochschulen selbst, ihr Betrieb und ihre Governance zu Vorbildern einer nachhaltigen Gesellschaft werden.

Hälst Du unsere Vorschläge und Forderungen für unterstützenswert? Dann freuen wir uns über die UNTERZEICHNUNG und WEITERVERBREITUNG des Papiers. Je mehr Akteure unterzeichnen, desto mehr Auftrieb bekommt die Idee einer nachhaltigen Hochschultransformation. Denn: wir sind viele und das sollten und wollen wir auch zeigen.

Wer mehr Infos möchte, kann hierunter weiterlesen und findet das vollständige Positionspapier unter: www.nachhaltige-hochschulen.de.

*Zu dieser Initiative haben sich sneep e.V., Weitblick e.V., netzwerk n e.V. und Was bildet ihr uns ein? e.V. zusammengeschlossen.

Begründung

Die Ziele unseres Positions- und Forderungspapiers:

Wir wollen mit diesem Positionspapier zu Veränderungen anregen und durch konkrete Vorschläge und Beispiele aufzeigen, wie nachhaltige Strukturen an Hochschulen schon heute umgesetzt und gelebt werden können. Das Positionspapier verfolgt dabei drei übergeordnete Ziele:

  1. Das Verantwortungsbewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt bei Hochschulleitungen, Studierenden, Wissenschaftler_innen und den weiteren Hochschulangehörigen zu fördern.

  2. Alle Hochschulangehörigen und Verantwortlichen der Wissenschaftspolitik zu strukturellen Veränderungen in den Bereichen Lehre, Forschung und Betrieb anzuregen und konkrete Wege des Wandels aufzuzeigen.

  3. Nachhaltiges und ethisches Handeln als Selbstverständlichkeit in Hochschulen und so in der Konsequenz auch in der Gesellschaft zu etablieren.

Was fordern wir?

Das Positionspapier fasst die – unserer Überzeugung nach – notwendigen Maßnahmen für einen nachhaltigen und sozial verantwortlichen Alltag an Hochschulen in den Handlungsbereichen • Betrieb (z.B. Einführung und Umsetzung eines verantwortungsvollen Umweltmanagements) • Lehre (z.B. Theorien- und Methodenvielfalt in der Lehre) • Forschung (z.B. Forschung für die und mit der Gesellschaft, u.a. den Dialog mit zivilgesellschaftlichen Akteuren) • Governance (z.B. personelle und institutionelle Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategien) zusammen.

An wen richten wir unsere Forderungen?

Das Positions- und Forderungspapier „Nachhaltigkeit und Ethik an Hochschulen“ richtet sich an alle Hochschulangehörigen, bes. Hochschulleitungen, Partner der Hochschulen (z.B. Studierendenwerke) sowie bildungspolitischen Akteure auf Landes- und Bundesebene.

Warum brauchen wir Veränderungen an unseren Hochschulen?

Angesichts globaler und lokaler Herausforderungen wie dem fortschreitenden Klimawandel, Ressourcenverknappung, zunehmendem Biodiversitätsverlust sowie zwischen- und innerstaatlichen Konflikten, sozialer Ungleichheiten und Ernährungsunsicherheiten fordern wir ein Umdenken an den Hochschulen in Deutschland und eine Ausrichtung von Lehre, Forschung, Betrieb und Governance am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung. Ein fundamentaler Wandel unserer Wertesysteme und Lebensstile ist notwendig. Daher brauchen und fordern wir Hochschulen, die Vorbild für gesellschaftlichen Wandel sind und verantwortungsvolle Fachkräfte und Entscheidungsträger_innen ausbilden.

Warum ein Positionspapier?

Schwerpunkt des Positionspapiers ist die Bündelung der Forderungen vieler Vereine, Initiativen, Organisationen und Gruppen, die sich für ähnliche und sich ergänzende Ziele einsetzen, um Hochschulstrukturen hin zu mehr Nachhaltigkeit zu verändern. Erreicht man mit einzelnen Veranstaltungen oft nur wenige Menschen, bietet ein Forderungspapier, hinter dem viele Gruppen und Einzelpersonen stehen, die Möglichkeit, einen institutionellen und strukturellen Hebel anzusetzen.

Die konkreten Forderungen und Beispiele für mögliche Maßnahmen, die wir im Papier beschreiben, sollen als Anregungen verstanden werden, über die die Akteure jedoch selbstverständlich hinausgehen können. Das Positionspapier soll außerdem eine Aufforderung zur Diskussion in der Hochschule und der Wissenschafts- und Hochschulpolitik sein. Wir wollen mit allen Adressaten und Interessierten ins Gespräch kommen und zusammen an einer zukunftsfähigen Hochschullandschaft arbeiten.

Wir sind auch an konstruktiver Kritik und Anregungen interessiert (Kontakt: kontakt@nachhaltige-hochschulen.de).

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Neuigkeiten

Pro

Weil Universitäten das Thema Nachhaltigkeit als zentrale Verantwortung wahrnehmen müssen. Und weil wir dafür einen Struktur- und vor allem Kulturwandel in der Hochschullandschaft in allen Bereichen brauchen!

Contra

Leider kann ich nur allem zuzustimmen oder eben gar nicht; denn obwohl ich die meisten Ihrer Forderungen teile, halte ich einzelne jedoch für völlig widersinnig. Bspw. die "Auflösung des Publikationsbias": Nur positive oder signifikante Ergebnisse zu veröffentlichen ist zwar FALSCH aber leider Bestandteil unserer Wissenschaftskultur geworden. Ein kultureller Aspekt kann aber nicht einfach "aufgelöst" bzw. ausgelöscht, sondern muss nachhaltig verändert werden. Insofern werden m.E. von Ihnen z.T. nicht nachhaltige Strategien propagiert. Schade!

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 7 Tagen

    Unserer Hochschulgruppe ist es wichtig, dass sich alle Hochschulen ihrer Verantwortung der Gesellschaft gegenüber bewusst werden, damit sich jenes auch auf Studierende überträgt und diese zu Multiplikatoren werden, kritisches Denken fördern und ihre Handlungsmöglichkeiten erkennen.

  • Marie Launay Stuttgart

    am 27.09.2018

    Nachhaltigkeit muss unbedingt ein zentrales Thema bei Hochschulen sein...da die Studenten von heute die Akteuren von morgen sind!!!

  • Petra Donk Bottrop

    am 16.09.2018

    Wir haben ALLE die Verantwortung für unsere Erde und wie wir mit den noch vorhandenen Resourcen umgehen. Nachhaltigkeit darf und sollte sich in allen Bereichen des Lebens zeigen. Nur so, hinterlassen wir unseren Kindern eine wundervolle Welt, in der sie unbeschwert Leben können.

  • am 23.07.2018

    Ich selbst habe im Hinblick auf die Umsetzung IHRER Ziele, einst Rehabilitationspädagogik in Berlin studiert; musste allerdings feststellen, daß Anfang der 90´ger Jahre, das Bewußtein für die Notwenigkeit noch nicht vorhanden war und habe mein Diplom gegen eine Dekade Entwicklungsdienst im Amazonasregenwald eingetauscht, um wenigstens etwas zu erreichen(=610.000km² Reservation)… wieder in Deutschland, suche ich über eine Ausschreibung via "SüdNiedersachsen- Innovations-Campus" Hochschulunterstützung für das angelaufene Projekt: <a class="theme-link-variant-1" href="http://www.alexandergehlen.net" rel="nofollow" target="_blank">www.alexandergehlen.net</a>

  • am 22.07.2018

    Ethik sollte eine größere Rolle an Universitäten, in der Lehre aber auch in der Forschung spielen und den gemeinsamen Nenner aller Bereiche sein. Damit dieser Gedanke sich verbreitet haben Universitäten die Verantwortung, die Grundlagen Studenten in allen Fachbereichen mitzugebenden. Dahingehend ist das Positionspapier ein erster Schritt.

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