Andragendet er rettet til:
Stadtrat Kaarst und Ausschuss für Stadtplanung und Verkehr
Ein zusätzlicher Nahversorger im Osten von Holzbüttgen ist eine sinnvolle und längst überfällige Ergänzung für unseren Ort.
Heute konzentriert sich das gesamte Angebot auf einen einzigen Markt im Ortskern. Viele von uns kaufen dort gern ein, trotzdem reicht die Fläche schon lange nicht mehr aus. Die Auswahl ist begrenzt und die Parksituation ist für Kunden wie für Anwohner schwierig. Als Folge fahren viele Menschen nach
Kaarst oder Büttgen zu größeren Märkten, was mehr Verkehr und zusätzliche Belastung für die Umwelt erzeugt.
Genau hier setzt die Planung eines neuen Nahversorgers im Osten an. Im Umfeld entstehen ein großes Gewerbegebiet mit über 1000 Arbeitsplätzen und ein neues Wohngebiet für bis zu 600 Menschen. Diese Entwicklung schafft neue Wegebeziehungen, die heute noch gar nicht existieren. Wer dort wohnt oder arbeitet, wird künftig ohne Auto einkaufen können. Gerade für ältere Bürgerinnen und Bürger im Osten ist das entscheidend, weil sie heute keinen fußläufig erreichbaren Markt haben.
Der Vergleich mit früher zeigt auch, dass zwei Nahversorger in Holzbüttgen problemlos nebeneinander bestehen können. Vor 20 bis 25 Jahren gab es bereits einen großen Markt, und trotzdem hat der kleine Nahversorger im Ortskern seine Kundschaft behalten. Das spricht dafür, dass beide Standorte unterschiedliche Bedürfnisse bedienen. Es geht also nicht um ein Entweder oder, sondern um eine bessere Versorgung für beide Teile des Ortes.
Auch die Sorge vor zusätzlichen Verkehrsproblemen bei den Gegnern ist nicht haltbar. Die Stadt hat den Bebauungsplan sorgfältig geprüft. Die Gutachten kommen zu dem Ergebnis, dass die Verkehrsbelastung beherrschbar ist und dass der Standort am Commerhof eben jene Wege verkürzt, die heute durch Fahrten zu weit entfernten Märkten entstehen. Wer morgens im Gewerbegebiet arbeitet oder am Nachmittag im neuen Wohngebiet einkauft, fährt künftig weniger und nicht mehr. In Summe entsteht damit eher eine Entlastung.
Für den Ortskern bedeutet das keinen Verlust, sondern Stabilität. Der Nahkauf mit seinem tollen Angebot und sehr guten Service bleibt für viele Menschen im Zentrum weiter der naheliegende Markt, und er profitiert sogar davon, dass Holzbüttgen mit beiden Standorten attraktiver und wohnnäher versorgt ist. Ein lebendiger Ort braucht kurze Wege in alle Richtungen, nicht nur an einer zentralen Stelle.
Unterm Strich schafft ein zusätzlicher Nahversorger im Osten mehr Lebensqualität. Er reduziert unnötige Autofahrten, unterstützt die neuen Wohngebiete, erleichtert den Alltag vieler Menschen und sorgt dafür, dass Holzbüttgen als Ganzes gut aufgestellt bleibt. Die Entscheidung sollte sich nicht an alten Bildern orientieren, sondern an der Frage, wie der Ort in den nächsten Jahren wachsen wird. Genau dafür ist dieser Standort richtig.
Hier auch noch der Link zum Bebauungsplan: Wohnquartier Commerhof
Ein neuer Nahversorger ist wichtig beim Bevölkerungswachstum