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Bild zur Petition mit dem Thema: Qualität in Kindertagesstätten sichern, bessere Bezahlung der ErzieherInnen, Rechtsanspruch Krippenp Qualität in Kindertagesstätten sichern, bessere Bezahlung der ErzieherInnen, Rechtsanspruch Krippenp
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 255 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Qualität in Kindertagesstätten sichern, bessere Bezahlung der ErzieherInnen, Rechtsanspruch Krippenp

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Wir fordern:

  • Ernsthafte Pläne für den Krippen-, Kindergarten- und Hortausbau, die durchdacht und umsetzbar sind.

  • Den Anspruch auf einen Krippenplatz erst dann um zusetzen, wenn ein sinnvoller Weg gegangen wird, um den Kindern eine gute Qualität bieten zu können.

  • Bessere Bezahlung der Erzieherinnen und Erzieher, denn nur dadurch kann neues Personal geworben werden und der Personalmangel behoben werden.

  • Respekt und Anerkennung für unseren Beruf in der Politik, denn wenn Sie uns keine Wertschätzung entgegen bringen, wird das niemand tun.

Begründung:

Mit Schrecken und Panik beobachten wir die aktuelle Debatte zum Ausbau der Kindertagesstätten. ErzieherIn sein bedeutet, mit Leib und Seele zu arbeiten. Es ist kein Beruf, es ist eine Berufung, der wir nachgehen. Mit dem Plan, Langzeitarbeitslose zu ErzieherInnen auszubilden schlagen Sie einen Weg ein, der für den Ausbau völlig falsche Signale sendet. Nur weil jeder dazu fähig ist, Kinder zu bekommen, heißt das noch lange nicht, dass jeder dazu fähig ist, Kinder in einer Kindertagesstätte zu erziehen.

Der Beruf, den wir ausüben, ist Höchstleistung. Das alte Bild der „spielenden Kindergärtnerinnen“ stimmt schon lange nicht mehr.

Wir haben einen gesetzlichen Auftrag, den wir tagtäglich erfüllen. •Wir betreuen, begleiten und beobachten die Kinder in viel zu großen Gruppen und mit schlechtem Personalschlüssel. •Wir dokumentieren Beobachtungen in gesetzlich vorgeschriebenen Beobachtungsplänen und Portfolios. •Wir fördern die Kinder individuell. •Wir kennen den genauen Entwicklungs- und Interessensstand jedes einzelnen Kindes. •Wir setzen ihnen Grenzen und lassen Freiräume. •Wir bringen ihnen Regeln, Werte und Traditionen bei (z.B. alltägliche Handlungen wie Händewaschen oder das Essen mit Besteck). •Wir schreiben Förderpläne für Kinder mit Beeinträchtigungen. •Wir kümmern uns darum, die staatlichen Zuschüsse zu erhalten. •Wir halten einen Lärmpegel aus, bei dem in jedem anderen Beruf Gehörschutz Pflicht wäre. •Wir führen Entwicklungsgespräche, in denen wir Erziehungratgeber sind und den Eltern eine Schulter zum Anlehnen, zum Ausweinen bieten. •Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite, unterstützen, helfen und hören zu. •Wir organisieren Feste, Informationsveranstaltungen und Elternabende zu verschiedenen relevanten Themen. •Wir sorgen dafür, dass die Kinder regelmäßig an die frische Luft gehen, dass sie soziale Fähigkeiten erwerben und ein positives Selbstkonzept erlangen. •Wir kümmern uns darum, dass Kinder mit Migrationshintergrund die deutsche Sprache erlernen, sodass sie in der Schule keine Schwierigkeiten haben. •Wir trösten, verarzten, ermutigen, unterstützen und fühlen uns in die Kinder hinein. Wir musizieren, malen, basteln, spielen, lesen vor, experimentieren, erklären, wickeln, kuscheln, toben und spielen Fußball.

Wir sind Experten im Bereich Ernährung, Psychologie, Pädagogik, Pubertät, Entwicklungsverzögerungen, Beeinträchtigungen und Behinderungen, Beobachtung, Dokumentation, Hygiene, Kinderkrankheiten, Lerntheorien, Bindungstheorie, Personal- und Teamführung, Gesprächsführung und Qualitätssicherung.

Wir haben eine vier- bis fünfjährige Ausbildung gemacht, in der wir uns alle nötigen theoretischen und praktischen Fähigkeiten erlernt haben.

Die Lösung aller Probleme liegt unserer Meinung nach keineswegs im Rekrutieren anderer für den ErzieherInnen-Beruf. Vielmehr sollten Sie überdenken, was Ihnen die ersten Jahre unserer Kinder – und damit unserer Zukunft – wert sind.

Der Anspruch auf einen Krippenplatz kommt im Jahr 2013. Wie genau stellen Sie sich das vor? Es gibt jetzt schon viel zu wenige Ganztagsplätze, Eltern, die sich in 20 Krippen anmelden bekommen keinen Platz. Es gibt jetzt schon viel zu wenig Personal für die bestehenden Krippen und Kindertagesstätten, woher soll das Personal also für die neuen Krippen kommen? Und nach der Krippe ist keinesfalls Schluss. Es gibt zu wenige Kindergartenplätze. Was sollen also die Eltern, die ihr Kind in einer Krippe betreuen lassen tun, wenn sie danach keinen Kindergartenplatz bekommen? Dann wieder aus dem Beruf aussteigen?

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

München, 23.07.2012 (aktiv bis 22.09.2012)


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