Das Vorgehen in Bern gegen die jenischen Familien in Bern ist unmenschlich!

Wir, die Unterzeichner/innen fordern:

  • Eine angemessene Entschuldigung für das Vorgehen der Behörden sowie der Polizei am 25.04.2014 (siehe Link am Ende dieses Textes)
  • Einem Durchgangsplatz im Kanton Bern für 20 Wohnwagen und kulturelle Anerkennung des jenischen Volkes
  • Aufhebung des Rayonverbots, welches ihnen verbietet, bis am 5. Mai die Stadt Bern zu betreten

Begründung

Das Vorgehen der Behörden und der Polizei gegen unschuldige Menschen am 25.04.2014 ist unmenschlich. Viele erinnert es an den Anfang des Nationalsozialismus in Deutschland. Menschen werden gekennzeichnet und unschuldig in Gewahrsam genommen, dann aus der Stadt vertrieben. (Ergänzung: in den Anfängen des Nationalsozialismus ging es unter Anderem um Ausgrenzung und "Kennzeichnung" von "Andersartigen". Denn wenn massenhaft ganz normale Menschen abgeholt worden wären, dann hätte es einen Aufschrei in der Bevölkerung gegeben. Aber es waren zu dem viel späteren Zeitpunkt ja "nur" Juden und andere "Andersartige". Auch hier in Deutschland ist Ausgrenzung und Diskriminierung wieder normal. Von anderen Ländern hört man leider Ähnliches :( Es geht um mehr als "nur" um eine einzelne unschöne Begebenheit. Es geht darum, in welcher Gesellschaft wir alle langfristig leben wollen. In einer die unterteilt in dies und das oder in einer in der jede/r gleichberechtigt leben kann!?!)

Wir sind entsetzt!

Wir sind empört!

Wir akzeptieren dieses Vorgehen nicht!

Weitere Informationen zu den Hintergründen findet Ihr hier:

www.amnesty.ch/de/laender/europa-zentralasien/schweiz/dok/2014/kritik-polizeieinsatz-forderung-rasche-respektvolle-loesung-fuer-fahrende

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Nadine Schomburg aus Wolfhagen
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  • Mail von Amnasty :)

    am 30.04.2014

    "Guten Tag,

    Vielen Dank für ihren Email. Heute gibt es eine Sitzung zwischen den Jenischen und Herr Neuhaus und der ganze Mediendruck hat sicher zum Teil dazu beigetragen. Wir verfolgen die Verhandlungen vom Nahe und werden unsere Webseite aktualisieren, sobald eine befriedigende Lösung gefunden wird.

    Für weitere Fragen oder Vorschläge können Sie sich jederzeit direkt an mich wenden.

    Mit freundlichen Grüssen,

    C. H.

    Kampagnenkoordination Migration, Diskriminierung und Frauenrechte


    Amnesty International"

  • 29.04.:

    "Hallo Herr Neuhaus,
    vielen Dank für Ihre sehr schnelle Antwort.
    Bitte führen Sie die Vorgeschichte weiter aus. Ich glaube kaum, dass die Familien das Gelände aus Jux und Dollerei besezt hatten.
    Zum Vergleich: Ja, der ist hart. Vielleicht zu hart. Aber auch in Deutschland hat es irgendwie angefangen. Irgendwie damit, dass Menschen gekennzeichnet wurden. Und nein, ich denke nicht, dass derartige Vorfälle ein Alleinstellungsmerkmal eines Ortes, eines Landes sind. Leider häufen sich die Zeichen von Rassismus, Ausgrenzung und Entmenschlichung an vielen Orten in vielen Ländern.
    In einer derartigen Gesellschaft möchte ich nicht leben!
    Deswegen setze ich mich verschiedentlich für Gerechtigkeit ein. Denn nur wo es gerecht zugeht, kann Frieden leben!
    Zu mir: falls es interessiert, ich wohne schon einige Jahre nicht mehr in Hamburg. Und ich halte HH nicht für ein Vorbild. Auch die politischen Akteure in HH nicht. Wie dort mit Flüchtlingen umgegangen wird ist genauso beschämend.

    Herzliche Grüße
    N. Schomburg"

Pro

Wer mehr über die Hintergründe wissen möchte, kann hier den Artikel von Amnesty SChweiz lesen: www.amnesty.ch/de/laender/europa-zentralasien/schweiz/dok/2014/kritik-polizeieinsatz-forderung-rasche-respektvolle-loesung-fuer-fahrende

Contra

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