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Bild zur Petition mit dem Thema: Rassismus keinen Zugang zu Kitas und Schulen Rassismus keinen Zugang zu Kitas und Schulen
  • Von: Literatur statt Brandsätze mehr
  • An: Stiftung Lesen
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 23 Tage verbleibend
  • 632 Unterstützende
    63% erreicht von
    1.000  für Sammelziel

Rassismus keinen Zugang zu Kitas und Schulen

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„Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht.“ Ingeborg Bachmann

Die Unterzeichnenden fordern die Stiftung Lesen und ihre Partner auf, in der Vorbereitung des Bundesweiten Vorlesetages 2017 potentielle Ausrichter dafür zu sensibilisieren:

  1. bei der Wahl der Vorleser*innen rechtspopulistischen Positionen keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten, das heißt konkret, dass vor Kindern und Jugendlichen keine Personen lesen, die in der Vergangenheit zur Verbreitung von Positionen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit beigetragen haben

  2. welche Möglichkeiten es gibt, um Rassismus an Bildungseinrichtungen entgegen zu wirken und Demokratie zu stärken, wie z.B. Workshops über das Netzwerk für Demokratie und Courage www.netzwerk-courage.de/web/299.html oder Bewerbung um den Titel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ www.schule-ohne-rassismus.org/wer-wir-sind/

  3. dass es Empfehlungen für Kinder- und Jugendbücher gibt, die zur Wertestärkung einer pluralistischen Gesellschaft beitragen, wie z.B. Empfehlungen der Initiative „Bilder im Kopf“ bilderimkopf.eu/wp-content/uploads/2017/02/Prospekt.pdf

Begründung:

Anfang August 2017 wurde bekannt, dass die Stiftung Lesen unter anderem Mandatsträger der AfD per Infopost zu einer Teilnahme am Bundesweiten Vorlesetag am 17. November ermutigt hatte. Der Vorlesetag wird von der Stiftung Lesen in Partnerschaft mit der ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung ausgerichtet. Ziel ist das Vorlesen und Lesen zu stärken. Jeder Interessierte kann teilnehmen. Dass Einladungsschreiben dieses Jahr an eine Partei gingen, deren Mitglieder vielfach rechtspopulistisch und menschenverachtend auftreten, stieß auf breite Kritik. U.a. äußerten sich der PEN Deutschland www.pen-deutschland.de/de/2017/08/04/den-bock-zum-gaertner-gemacht-deutscher-pen-kritisiert-einladung-der-stiftung-lesen-an-mandatstraeger-der-afd/ und die Arbeitsgemeinschaft der Jugendbuchverlage (avj). www.avj-online.de/aktuelles/statement_zum_vorlesetag_2017/ Auf die Kritik reagierte die Stiftung Lesen am 9. August 2017 mit einer Pressemitteilung, in der es heißt: „Die drei Initiatoren nehmen die Kritik an dem breiten Verteiler für Politiker ernst. Sie beobachten die politische Entwicklung, besonders der AfD, und werden ihr Vorgehen 2018 überprüfen.“ Die gesamte Pressemitteilung lesen Sie hier. www.stiftunglesen.de/presseservice/pressemitteilungen/910/

Unsere Argumente

Die Förderung des Lesens und Vorlesens erachten wir als unterstützenswert. Doch kommt es nicht nur darauf an, dass gelesen wird, sondern auch welche Inhalte in Kinder- und Jugendeinrichtungen Verbreitung finden und wer als Repräsentant unserer Gesellschaft wahrgenommen wird. Die Verantwortung darüber, wer zum Vorlesetag liest, wird von der Stiftung Lesung den Veranstaltungsorten überlassen. Einstellungen, die auf die Abschaffung des Pluralismus in Deutschland zielen, die Unsicherheit und Angst schüren, mit Hass und Hetze agieren, dürfen in unseren Bildungseinrichtungen keine Plattform erhalten.

Deswegen fordern wir die Stiftung Lesen auf, sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen und zu erklären, wie sie die oben genannten Punkte umsetzen möchte.

Erstunterzeichnende: Anna Kaleri (Autorin, Initiatorin von „Literatur statt Brandsätze“), Michael Kraske (Autor, Journalist), Simone Rafael (Chefredakteurin Belltower.News), Peter Ohlendorf (Filmemacher), Regula Venske (Schriftstellerin, Präsidentin des Pen-Zentrum Deutschland), Dirk Laabs (Journalist, Autor, Filmemacher) sowie Amadeu Antonio Stiftung.

Bildnachweis: © dglimages / fotolia.com

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Leipzig, 18.09.2017 (aktiv bis 17.12.2017)


Neuigkeiten

Liebe Unterzeichnende, vielen Dank für Ihre Stimme! Am 17.11. ist es nun so weit. Laut MDR aktuell lesen tatsächlich auch AfD-Mitglieder zum Bundesweiten Vorlesetag. www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/afd-politiker--zum-vorlesetag-eingeladen-100.html Die ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Eine moderne, liberale Gesellschaft kennt auch Grenzen, nämlich genau dort, wo die freiheitlich-demokratische Grundordnung angegriffen wird. Das geschieht zur Zeit von Vertretern rechter Gruppen und Parteien, die sich einen demokratischen Anstrich geben ...

PRO: An Schulen gilt sowieso die Beutelsbacher Erkärung, die bedeutet, das Schüler und Schülerinnen nicht von einer erwünschten Meinung überrumpelt werden dürfen, sondern zu mündigen Menschen herangezogen werden sollen. Ich unterschreibe die Petition, weil ...

CONTRA: Ich bin kein AfD Wähler, finde Frau Petry einfach nur nervig, Frau Weibel vollkommen Panne und Höcke einfach nur eklig braun.Frau Özoguz(SPD) hat in meinem Augen dummes Zeug geredet, ein Blackout, die Gauland Reaktion drauf war mega daneben. Dennoch: ...

CONTRA: Stasi 2.0- Gebaren? Hier bestens zu erkennen, wie sich die Initiatoren "anmassen", darüber zu entscheiden, wer opportun ist und wer nicht. Warum verteilen Sie nicht gleich Stigmata? Hatten wir schon einmal! Ekelhaftes Gebaren!

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Ich möchte keine Nazis in öffentlichen Einrichtungen unterstützen, indem sie sich dort präsentieren können.

Ich bin selbst Lehrkraft in der Sekundarstufe I und II.

Aus persönlicher Erfahrung, weil ich Kindergruppen unterrichte und selbstveständlicher aus grundlegender Überzeugung ! (Y)

Ich stimme mit der Intention der Petition überein.

Jede Ideologie, die dem Wahn unterliegt, dass bestimmte Menschen mehr "wert" sind als andere, ist zu bekämpfen. Schlimm genug, dass in der BRD fast 13% der Meinung sind eine solche Ideologie wählen zu müssen. Dafür gibt es keinerlei Rechtfe ...

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