openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close
  • Petition in Zeichnung - Neues zum Vorlesetag und zur Petition

    16-11-17 22:34 Uhr

    Liebe Unterzeichnende,
    vielen Dank für Ihre Stimme!

    Am 17.11. ist es nun so weit. Laut MDR aktuell lesen tatsächlich auch AfD-Mitglieder zum Bundesweiten Vorlesetag. www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/afd-politiker--zum-vorlesetag-eingeladen-100.html

    Die Stiftung Lesen hat sich inzwischen sowohl schriftlich als auch telefonisch mit uns in Verbindung gesetzt. Trotz beidseitig konstruktiver Grundhaltung bleibt unverändert, dass sich die Stiftung trotz vorhandener Möglichkeiten nicht ausreichend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellt. Deswegen sollte die Petition noch hörbarer werden.

    www.openpetition.de/petition/online/rassismus-keinen-zugang-zu-kitas-und-schulen

    Bisher haben wir unser Petitionsziel noch nicht erreicht. Allerdings ist es auch etwas aufwändiger zu lesen, zu unterzeichnen, und die Argumente der Unterzeichnenden besitzen eigenes Gewicht.

    Bitte leiten Sie die Petition an Menschen weiter, die sich ebenfalls nicht nur aufregen, sondern Impulse für ein menschenfreundliches Land setzen möchten und dafür, dass jeder mit seinen Möglichkeiten ein wenig dazu beiträgt.

    Freundliche Grüße aus Sachsen, wo dies besonders notwendig erscheint.

    Anna Kaleri
    Autorin, Initiatorin "Literatur statt Brandsätze"

  • Änderungen an der Petition

    16-11-17 22:15 Uhr

    Bisher wurde die Stiftung aufgefordert, bis zum 28.10.2017 zu reagieren. Die Petition wurde jedoch verlängert.


    Neue Begründung: Anfang August 2017 wurde bekannt, dass die Stiftung Lesen unter anderem Mandatsträger der AfD per Infopost zu einer Teilnahme am Bundesweiten Vorlesetag am 17. November ermutigt hatte. Der Vorlesetag wird von der Stiftung Lesen in Partnerschaft mit der ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung ausgerichtet. Ziel ist das Vorlesen und Lesen zu stärken. Jeder Interessierte kann teilnehmen. Dass Einladungsschreiben dieses Jahr an eine Partei gingen, deren Mitglieder vielfach rechtspopulistisch und menschenverachtend auftreten, stieß auf breite Kritik. U.a. äußerten sich der PEN Deutschland
    www.pen-deutschland.de/de/2017/08/04/den-bock-zum-gaertner-gemacht-deutscher-pen-kritisiert-einladung-der-stiftung-lesen-an-mandatstraeger-der-afd/
    und die Arbeitsgemeinschaft der Jugendbuchverlage (avj).
    www.avj-online.de/aktuelles/statement_zum_vorlesetag_2017/
    Auf die Kritik reagierte die Stiftung Lesen am 9. August 2017 mit einer Pressemitteilung, in der es heißt: „Die drei Initiatoren nehmen die Kritik an dem breiten Verteiler für Politiker ernst. Sie beobachten die politische Entwicklung, besonders der AfD, und werden ihr Vorgehen 2018 überprüfen.“ Die gesamte Pressemitteilung lesen Sie hier. www.stiftunglesen.de/presseservice/pressemitteilungen/910/
    **Unsere Argumente**
    Die Förderung des Lesens und Vorlesens erachten wir als unterstützenswert. Doch kommt es nicht nur darauf an, dass gelesen wird, sondern auch welche Inhalte in Kinder- und Jugendeinrichtungen Verbreitung finden und wer als Repräsentant unserer Gesellschaft wahrgenommen wird.
    Die Verantwortung darüber, wer zum Vorlesetag liest, wird von der Stiftung Lesung den Veranstaltungsorten überlassen. Einstellungen, die auf die Abschaffung des Pluralismus in Deutschland zielen, die Unsicherheit und Angst schüren, mit Hass und Hetze agieren, dürfen in unseren Bildungseinrichtungen keine Plattform erhalten.
    Deswegen fordern wir die Stiftung Lesen auf, sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen und bis zum 18. Oktober 2017 zu erklären, wie sie die oben genannten Punkte umsetzen möchte.
    Erstunterzeichnende:
    Anna Kaleri (Autorin, Initiatorin von „Literatur statt Brandsätze“),
    Michael Kraske (Autor, Journalist),
    Simone Rafael (Chefredakteurin Belltower.News),
    Peter Ohlendorf (Filmemacher),
    Regula Venske (Schriftstellerin, Präsidentin des Pen-Zentrum Deutschland),
    Dirk Laabs (Journalist, Autor, Filmemacher) sowie Amadeu Antonio Stiftung.
    Bildnachweis: © dglimages / fotolia.com