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Bild zur Petition mit dem Thema: Reformvorschläge in der Sozialversicherung - Staatliche Gesundheitsversorgung Reformvorschläge in der Sozialversicherung - Staatliche Gesundheitsversorgung
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Deutschen Bundestag
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Der Petition wurde nicht entsprochen
    Sprache: Deutsch
  • Beendet
  • 185 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

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Reformvorschläge in der Sozialversicherung - Staatliche Gesundheitsversorgung

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Der Bundestag möge beschließen ein staatlich finanziertes Gesundheitsversicherungssystem zu schaffen bei der privat Kapital als Investitionskapital und Anlageform gesetzlich verboten wird. Der Beitritt zu dieser Versicherung soll jedem Bürger offen stehen und genügt somit der Krankenkassenversicherungspflicht nach SGB V.

Begründung:

Das Krankenversicherungssystem mit seinen privaten und gesetzlichen Kassenstruktur hat zu einer enormen Kostenexplosion im Gesundheitswesen geführt. Ein Grund für diese Entwicklung ist in der zunehmenden Privatisierung von Kliniken und Pflegedienstleistungen zu suchen. In den letzten Jahren ist vermehrt privates Investitionskapital auf der Suche nach risikolosen Anlageformen in diesen Sektor geflossen. Pflegeheime und Klinik-GmbH sprießen aus dem Boden. Die immer mehr privatwirtschaftlich organisierten Träger der Krankenhäuser und Kliniken geraten immer mehr unter den Druck eines wirtschaftlichen Denkens zu Lasten der Patienten, der Qualität und des arbeitenden Personals. Die Kliniken und Krankenhäuser verstehen sich leider zunehmend in erster Linie als Wirtschaftsunternehmen. Ressourcen werden gekürzt und Wartelisten von medizinisch notwendigen Operationen werden immer länger. Wird dieser Prozess nicht gestoppt klafft die medizinische Zweiklassengesellschaft der Privatkassen- und gesetzlichen Kassenpatienten immer mehr auseinander. Künftig entscheidet der Geldbeutel über die Rangfolge einer notwendigen zeitnahen medizinischen Behandlung und damit über Tod oder Lebenserwartung. Die medizinische Versorgung und die Idee einer Versicherung kann nicht unter wirtschaftlicher Konkurrenz oder gar der Steuerung über wirtschaftliche Aspekte erfolgen. Zwar wolle jeder wirtschaftlich arbeiten jedoch darf eine medizinisch notwendige Behandlung niemals zu einem Wirtschaftsgut werden. Dann würde die Idee der Versicherung außer Kraft gesetzt. Eine medizinische Behandlung wird in Deutschland zunehmend zu einer wirtschaftlich motivierten Dienstleistung die dem Gedanken der Gesundheitsförderung und dem Gedanken der Versicherung entgegen steht. Das Gesundheitssystem müßte eigentlich die Rolle eines Notfallsystems übernehmen indem Kosten und Gewinngedanken keine Rolle spielen dürften. Jeder der das Prinzip einer Feuerwehr kennt weiß dass es unsinnig wäre die Feuerwehr wirtschaftlich betreiben zu wollen. Wird dies trotzdem gemacht wäre Brandstiftung und Betrug die Folge. Die Skandale der letzten Wochen und Monate bei der Spendenvermittlung von Organen sind sicher ernste Anzeichen diesen um sich greifenden Werte-Verfalls.Länder in denen das Gesundheitssystem staatlich organisiert und finanziert sind erzielen nach Studien der OECD die besten Kosten-Versorgungs-Ergebnisse. Demgegenüber steht die landläufige Meinung dass privatwirtschaftlich organisierte Krankenhäuser oder Pflegeheime billiger seien. Schon allein der steuerliche Vorteil öffentlich geführter Einrichtungen gegenüber privatwirtschaftlichen Organisationen bei der Grundsteuer widerspricht auch dieser Behauptung. Durch ein staatlich organisiertes System würden letztendlich der gigantische Verwaltungs- und Kontrollaufwandskosten der Kassen verschwinden und der eigentlichen Gesundheitsförderung zu Gute kommen.

10.11.2012 (aktiv bis 22.12.2012)


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