Glinide (Repaglinid, Nateglinid) sollen in Deutschland nicht vom Markt genommen werden.

Begründung

Glinide sind bewährte Medikamente zur Senkung des Blutzuckers, zu denen aber auf Grund ihrer Patentfreiheit es sich für niemanden mehr lohnen wird, eine sogenannte Endpunktstudie nach heutigen Kriterien anzustellen, genauso wenig wie für die vom gemeinsamen Bundesausschuss bevorzugten, eng mit den Gliniden verwandten Sulfonylharnstoffen. Repaglinid hat gegenüber Sulfonylharnstoffen die Vorteile der Verwendbarkeit auch bei Nierenschwäche sowie der kürzeren Wirkungsdauer und damit größeren Anpassbarkeit an wechselnde Tagesabläufe und etwas geringere Unterzuckergefahr. Mangels der Endpunktstudien sollen nur die Glinide in Deutschland vom Markt genommen werden, obwohl es keine Hinweise auf schädliche Wirkungen im Vergleich zu den Sulfonylharnstoffen gibt. Damit würden teurere und zum Teil für die Betroffenen erheblich aufwändigere und sogar unterzuckerträchtigere (Insulin) Alternativen gewählt werden müssen, obwohl sich Sicherheit und Nutzen der Therapie unter dem Strich allenfalls unwesentlich bessern würden. Bitte schränken Sie die Therapiemöglichkeiten nicht unnötig ein, zumal wie in diesem Fall sogar unter Verteuerung der Behandlung!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gerald Schade aus Dachau
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Pro

nen alten Antidiabetikums bezüglich harter Endpunkte derart schlecht, weil einfach 1976 (UKPDS), 1983 (Repaglinid) oder 1998 (Repaglinid in Deutschland) noch keine Studie nach den Kriterien von 2016 entworfen wurde, so dass man mit Repaglinid auch alle Sulfonylharnstoffe und vielleicht noch Metformin abschaffen müßte! Die Herausnahme isoliert der Glinide aus der Erstattung mit der Studienlage zu begründen, erscheint mir arrogant! Sie mißachtet z.B. die erhebliche Einbuße an Lebensqualität, die für viele Patienten mit der Insulintherapie einhergeht. Nur Theoretiker oder noch Schlimmere scheinen

Contra

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