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Bild zur Petition mit dem Thema: Resolution zur Studiensituation in den Grundwissenschaften und Bildungswissenschaften Resolution zur Studiensituation in den Grundwissenschaften und Bildungswissenschaften
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: ABL Uni Frankfurt
  • Region: Frankfurt am Main mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 235 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Resolution zur Studiensituation in den Grundwissenschaften und Bildungswissenschaften

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Die genannten Kritikpunkte (siehe Begründung) führen zu einem enormen Druck unter den Studierenden, der ein angenehmes Studium nahezu unmöglich macht.

Deshalb fordern wir, die Lehramtsstudierenden der Universität Frankfurt, die Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) dazu auf:

  • Rücksprache mit den Studiendekan_innen der Fachbereiche 3, 4 und 5 zu halten und dafür zu sorgen, dass es ein zusätzliches Angebot an Blockseminaren für die Grundwissenschaften im Sommersemester 2014 angeboten werden kann.

  • Den Übergangszeitraum von den Grund- zu den Bildungswissenschaften zu verlängern, damit die Studierenden tatsächlich die Möglichkeit haben, ihre Studienordnung, mit der sie begonnen haben, zu Ende studieren zu können.

  • So schnell wie möglich den Umrechnungsschlüssel für die Umstellung der Module von den Grund- zu den Bildungswissenschaften bekannt zu geben.

  • Die Einführungsvorlesungen im Modul BW-A häufiger als einmal anzubieten und so zu legen, dass sie alle zu unterschiedlichen Zeiten und wenn möglich auch an unterschiedlichen Campi stattfinden, damit die Gefahr von Überschneidungen möglichst klein ist.

  • Eine größere Vielfalt bei den Modulabschlussprüfungen in den Bildungswissenschaften. Ein Modulabschluss sollte in jedem Seminar möglich sein und nicht nur auf wenige, ausgewählte Veranstaltungen beschränkt bleiben, in denen dann eine Pflicht zur Modulabschlussprüfung besteht. Die derzeitige Praxis begrenzt die Wahlmöglichkeiten der Studierenden auf bestimmte Themen sowie auf eine kleine Anzahl von Dozent_innen. Eine eigene Schwerpunktsetzung ist somit nicht möglich.

Begründung:

Sehr geehrter Herr Rauin, sehr geehrte Frau Gies, sehr geehrter Herr Trocholepczy,

zugegeben, die angespannten Studienbedingungen an der Universität Frankfurt im Allgemeinen und in den Grund- und Bildungswissenschaften im Lehramt im Speziellen, sind uns Studierenden nicht erst seit diesem Semester bekannt. Jedoch verschlechtern sich die Studienbedingungen unserer Meinung nach von Semester zu Semester.

Dieser Prozess kann an vielen Beispielen illustriert werden:

… an Studierenden im 8. oder höheren Semester, die keinen Platz in einer Veranstaltung zugewiesen bekommen, die nach Regelstudienzeit eigentlich vor Ende des 6. Semesters besucht werden sollten, aber aufgrund mangelnder Kapazitäten immer wieder verschoben werden mussten.

… daran, dass Studierende, die kurz vor dem Examen stehen, keinen Platz in Veranstaltungen bekommen, die sie noch besuchen müssen und somit die Gefahr besteht, dass das Examen verschoben werden muss.

… an Dozent_innen, die freiwillig weitere Seminare oder Vorlesungen anbieten oder ein Seminar nur 14-tägig stattfinden lassen, um doppelt so vielen Studierenden eine Teilnahme zu ermöglichen.

… an den Anmeldezahlen für Seminare in den Kernzeiten, für die sich häufig mehr als 200 oder vereinzelt sogar mehr als 300 Studierende anmelden.

… an Regelungen von Dozent_innen, die Studierenden eine schriftliche Aufgabe für einen Teilnahmeschein stellen, wenn diese im Gegenzug nicht im Seminar anwesend sind.

… an florierenden Seminarplatz-Tauschbörsen im Internet, die all jene benachteiligen, die von deren Existenz nichts wissen oder diese sozialen Netzwerke nicht nutzen.

… an Schilderungen von Studierenden, dass ihnen Seminarplätze gegen Geld angeboten wurden.

… daran, dass Studierende angenehm überrascht sind, wenn genügend Sitzplätze in einem Seminarraum zur Verfügung stehen.

… daran, dass Seminare mit 50, 60 oder mehr Teilnehmer_innen zur Regel werden und vereinzelt Seminare in Vorlesungsgröße mit Vorlesungscharakter durchgeführt werden.

Zudem herrscht unter den Studierenden eine große Verunsicherung hinsichtlich der Umstellung der Grund- auf die Bildungswissenschaften. Dies wird an den vielen Anfragen, die an die Fachschaft sowie die Studienberatung der ABL herangetragen werden, deutlich. Letztere hat mit der Veröffentlichung einer FAQ-Liste den Versuch unternommen, für mehr Klarheit zu sorgen. Unserer mehrmaligen Bitte danach, das genaue Umrechnungsverfahren offenzulegen, ist die ABL bis heute nicht nachgekommen. Das dies zu einer Verunsicherung unter den Studierenden führt, liegt auf der Hand.

Wenn Studiengänge wie die Grundwissenschaften auslaufen, ist es normalerweise üblich, den Studierenden einen Vertrauensschutz zu gewähren. Dies bedeutet, dass der begonnene Studiengang noch über eine angemessene Zeit studierbar bleibt und mit der Studienordnung zu Ende studiert werden kann, mit der das Studium begonnen wurde. Da die meisten Veranstaltungen sowohl für die Grund- wie auch für die Bildungswissenschaften freigegeben sind, verwundert es, dass eine bisher unbekannte Übergangsregelung geschaffen werden soll, die mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand verbunden ist.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Frankfurt, 29.04.2014 (aktiv bis 28.06.2014)


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