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Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition
am 05.09.2026Jetzt zählt es: Wer übernimmt Verantwortung für das Revitalbad?
Für die Zukunft des Revitalbads bleiben nur noch wenige Wochen: Bis zum 1. Oktober 2026 können sich Interessenten bei der Stadt St. Blasien für das laufende Markterkundungsverfahren melden. Gesucht werden Unternehmer, Betreiber oder Zusammenschlüsse, die das Revitalbad erhalten, weiterentwickeln und ihm eine langfristige, wirtschaftlich tragfähige Zukunft geben wollen.
Nach dem Rückzug der Oswald Matt Group hat die Stadt die Suche neu aufgestellt und umfangreiche Unterlagen zum Revitalbad in einem Exposé zusammengefasst. Die Vorstellungen sind dabei klar: Die besondere Architektur soll erhalten bleiben, zugleich soll eine langfristige Nutzung entstehen, die dem öffentlichen Wohl dient und einen touristischen Beitrag für St. Blasien und den Hochschwarzwald leistet. Wellness- und Spa-Angebote sowie neue Übernachtungsmöglichkeiten sind ausdrücklich erwünscht; für eine Erweiterung stehen Flächen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Verfügung.
Das Angebot ist ungewöhnlich: Nach Angaben des Vereins geht es um knapp 7.000 Quadratmeter Grundstück und mehr als 2.000 Quadratmeter hochwertig gestaltete Nutzfläche. Bereits beim Bau vor rund 20 Jahren wurden 6,8 Millionen Euro investiert. Engagierte Bürgerinnen und Bürger, Fachleute und der Verein Revitalbad St. Blasien – Menzenschwand e.V. haben zudem Ideen für ein Investitions- und Betriebskonzept entwickelt, das Wege zu einem wirtschaftlichen Betrieb aufzeigt. Auch diese Überlegungen und das dabei entstandene Wissen stehen potenziellen Betreibern und Partnern zur Verfügung.
Das laufende Verfahren ist noch kein eigentliches Bieterverfahren. Zunächst möchte die Stadt mögliche Konzepte und Kaufpreisvorstellungen kennenlernen und ausloten, welche Lösungen sich für das Revitalbad anbieten. Nach Auswertung der Gespräche und Konzepte entscheidet sie über das weitere Vorgehen.
Eine Möglichkeit könnte darin liegen, mehrere regionale Partner mit unterschiedlichen Kompetenzen zusammenzubringen. Dafür gibt es erprobte Vorbilder. Das Thermenresort Loipersdorf in der Steiermark wurde 2022 von einem Konsortium aus drei regionalen Unternehmen übernommen: der Merkur Versicherung, der Granit Holding und der SHR Thermen & Hotel Beteiligung. Jeder Partner übernahm ein Drittel. So kamen Kapital und unternehmerische Erfahrung mit Kompetenzen aus Bau, Tourismus, Hotellerie, Wellness und Gesundheit zusammen.
Einen anderen Weg zeigt das Elsebad in Schwerte. Nach der kommunalen Schließung 1993 entstand aus einer Bürgerinitiative mit mehr als 10.000 Unterschriften ein Förderverein. Dieser gründete eine gemeinnützige Betriebsgesellschaft, die das Bad wiederaufbaute und 1998 wiedereröffnete. Der Förderverein ist bis heute Mehrheitsgesellschafter.
Auch für das Revitalbad könnte deshalb ein regionaler Zusammenschluss eine interessante Perspektive sein: Unternehmerinnen und Unternehmer, Hoteliers und touristische Akteure könnten gemeinsam mit Partnern aus Finanzierung, Immobilien, Bau und Betrieb Kapital, Verantwortung und unterschiedliche Kompetenzen bündeln. Nicht jeder müsste alles allein leisten – und zugleich könnte ein für Menzenschwand und den Hochschwarzwald wichtiger Ort eng mit der Region verbunden bleiben.
Bis zum 1. Oktober ist dafür noch Zeit. Wer selbst Interesse hat – oder jemanden kennt, für den dieses ungewöhnliche Projekt interessant sein könnte –, sollte jetzt aktiv werden.
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Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition
am 27.05.2026Medienmitteilung der Stadt St. Blasien vom 26. Mai 2026
In den vergangenen Monaten hat die Stadt St. Blasien intensive Gespräche mit der Oswald Matt Group geführt, die Ende 2025 ihr Interesse am Kauf des Revitalbades in Menzenschwand bekundet hatte. Im Januar wurden die konzeptionellen Ideen hierzu im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung vorgestellt. Seither wurden Details zum Kaufvertrag und zur Konzeption erarbeitet. Nun hat die Oswald Matt Group bekanntgegeben, vom Kauf des Revitalbades Abstand zu nehmen.
„Wir haben uns das Projekt insgesamt einfacher vorgestellt. Tatsächlich sind der Kauf und das Konzept mit komplexen Fragestellungen verbunden, die wir so nicht absehen konnten. Als branchenfremdes Unternehmen sehen wir uns deshalb nicht als den richtigen Projektträger. Vielmehr müssen wir unseren Fokus stärker auf unser Kerngeschäft legen, was unsere volle Zeit und Energie erfordert. Davon unabhängig möchte ich mich für die konstruktive und freundliche Zusammenarbeit mit der Stadt St. Blasien bedanken“, so Oswald Matt.
„Wir bedauern die Entscheidung des Kaufinteressenten außerordentlich. Eine Zusammenarbeit und Umsetzung des Konzepts hätten wir uns gut vorstellen können. Auch alle weiteren beteiligten Stellen haben den Prozess sehr wohlwollend begleitet, da eine Veräußerung und Weiterentwicklung der Einrichtung im Interesse aller ist. Dennoch akzeptieren wir die unternehmerische Entscheidung selbstverständlich“, so Bürgermeister Probst.
Die Veräußerung geht damit in eine neue Runde. Dabei bleibt es zunächst das Ziel, die Einrichtung mit Bad, Sauna und touristischem Mehrwert zu erhalten. Zur Findung eines neuen Kaufinteressenten soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden, der neben Vertretern des Gemeinderats und der Verwaltung auch weitere Akteure angehören. „Wir möchten die Kompetenzen und Netzwerke, die in den zurückliegenden Monaten entstanden sind, zusammenführen und nutzen. Dazu gehört zum Beispiel auch die Bürgerinitiative, die sich 2025 gebildet hatte“, erklärt Probst.
Auch Oswald Matt hat seine Unterstützung angeboten: „Die wesentlichen Themen, die für eine Veräußerung wichtig sind, konnten wir in den letzten Monaten gemeinsam klären. Dabei haben wir Erfahrungen gesammelt und eine Reihe von Kontakten geknüpft, die als potenzielle Interessenten in Frage kommen könnten.“
Über den weiteren Zeitplan zur Veräußerung kann die Stadt derzeit noch keine konkreten Angaben machen. Mit Blick auf die finanziellen Belastungen bleibt aber eine möglichst zeitnahe Veräußerung das Ziel. Über das weitere Verfahren wird der Gemeinderat im Juni entscheiden und sich dabei mit der geplanten Arbeitsgruppe abstimmen. -
Medienmitteilung der Stadt St. Blasien vom 26. Mai 2026
In den vergangenen Monaten hat die Stadt St. Blasien intensive Gespräche mit der Oswald Matt Group geführt, die Ende 2025 ihr Interesse am Kauf des Revitalbades in Menzenschwand bekundet hatte. Im Januar wurden die konzeptionellen Ideen hierzu im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung vorgestellt. Seither wurden Details zum Kaufvertrag und zur Konzeption erarbeitet. Nun hat die Oswald Matt Group bekanntgegeben, vom Kauf des Revitalbades Abstand zu nehmen.
„Wir haben uns das Projekt insgesamt einfacher vorgestellt. Tatsächlich sind der Kauf und das Konzept mit komplexen Fragestellungen verbunden, die wir so nicht absehen konnten. Als branchenfremdes Unternehmen sehen wir uns deshalb nicht als den richtigen Projektträger. Vielmehr müssen wir unseren Fokus stärker auf unser Kerngeschäft legen, was unsere volle Zeit und Energie erfordert. Davon unabhängig möchte ich mich für die konstruktive und freundliche Zusammenarbeit mit der Stadt St. Blasien bedanken“, so Oswald Matt.
„Wir bedauern die Entscheidung des Kaufinteressenten außerordentlich. Eine Zusammenarbeit und Umsetzung des Konzepts hätten wir uns gut vorstellen können. Auch alle weiteren beteiligten Stellen haben den Prozess sehr wohlwollend begleitet, da eine Veräußerung und Weiterentwicklung der Einrichtung im Interesse aller ist. Dennoch akzeptieren wir die unternehmerische Entscheidung selbstverständlich“, so Bürgermeister Probst.
Die Veräußerung geht damit in eine neue Runde. Dabei bleibt es zunächst das Ziel, die Einrichtung mit Bad, Sauna und touristischem Mehrwert zu erhalten. Zur Findung eines neuen Kaufinteressenten soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden, der neben Vertretern des Gemeinderats und der Verwaltung auch weitere Akteure angehören. „Wir möchten die Kompetenzen und Netzwerke, die in den zurückliegenden Monaten entstanden sind, zusammenführen und nutzen. Dazu gehört zum Beispiel auch die Bürgerinitiative, die sich 2025 gebildet hatte“, erklärt Probst.
Auch Oswald Matt hat seine Unterstützung angeboten: „Die wesentlichen Themen, die für eine Veräußerung wichtig sind, konnten wir in den letzten Monaten gemeinsam klären. Dabei haben wir Erfahrungen gesammelt und eine Reihe von Kontakten geknüpft, die als potenzielle Interessenten in Frage kommen könnten.“
Über den weiteren Zeitplan zur Veräußerung kann die Stadt derzeit noch keine konkreten Angaben machen. Mit Blick auf die finanziellen Belastungen bleibt aber eine möglichst zeitnahe Veräußerung das Ziel. Über das weitere Verfahren wird der Gemeinderat im Juni entscheiden und sich dabei mit der geplanten Arbeitsgruppe abstimmen.