Region: Germany
Health

Rettet die Herrensalons und das Barbierhandwerk!

Petition is directed to
Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bundesministerium für Gesundheit, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks
1.884 Supporters 1.866 in Germany
4% from 50.000 for quorum
  1. Launched 25/04/2020
  2. Collection yet 3 weeks
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Wir fordern analog der Regelung in Österreich die Hygienevorschriften der BGW zu modifizieren und Face-to-Face-Behandlungen wie Bartpflege und Nassrasur bei Einsatz eines Visiers zu erlauben.

Die Hygienevorschriften „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk“, die von der Berufsgenossenschaft (BGW) am 22.4.2020 veröffentlicht wurden, sehen für die Wiedereröffnung der Salons am 4.5.2020 vor:

„Gesichtsnahe Dienstleistungen wie Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege dürfen derzeit nicht ausgeführt werden.“

Wir unterstützen alle dort enthaltenen Hygienemaßnahmen mit Ausnahme dieses Passus. Wir fordern unter strengen Auflagen die Lockerung dieser Regelung, wie sie z.B. in Österreich eingeführt wurde.

Reason

Wir fordern die Bartpflege und Nassrasur zu gestatten, wenn die folgenden Voraussetzungen im Betrieb gegeben sind:

  1. Vorbereitung des Barthaares mit Heißkompressen oder Bartwäsche

  2. Tragen eines Mundschutzes UND Gesichtsvisiers durch das Personal

  3. Desinfektion des Rasierpinsels vor und nach jeder Rasur

  4. Der Betrieb ist in der Handwerksrolle eingetragen

Das Verbot bedroht die Existenz der Herrensalons und Barbershops, welche ihre Einnahmen in den meisten Fällen zu 50% aus der Bartpflege generieren. Die Ausfälle der letzten Wochen und die enormen Kosten an zusätzlichen Schutzmaßnahmen drängen die Betreiber aus dem Markt.

Ferner stellt das Verbot der Rasur und Bartpflege einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Freiheitsrechte sowohl der Friseure und Barbiere als auch der Kunden dar.

Die Bartkultur hat in den letzten sechs Jahren eine nie dagewesene Popularität erfahren. Viele Herrensalons und Barbershops sind entstanden, die auf einem hohen hygienischen Standard die traditionelle Bartpflege anbieten. Sie haben das Friseurhandwerk, das über Jahre vor allem im Zusammenhang mit Mindestlohn und Dumpingpreisen wahrgenommen wurde, sichtbar belebt und zu neuer Attraktivität verholfen. Die gesamte Branche hat in den letzten Jahren dadurch eine deutliche Aufwertung erfahren.

Ein Blick auf die zahlreichen neuen Produkte wie Bartshampoos, Öle und Balms zeigt, dass Barpflege und die damit automatisch verbundene Hygiene in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind.

Für viele Bartträger ist die professionelle Bartpflege beim Friseur genauso selbstverständlich geworden, wie für viele Frauen zum Beispiel das Kolorieren der Haare. Niemand würde es akzeptieren, wenn Vorschriften gemacht würden, wie er oder sie die Haare zu tragen hat. Warum soll dies beim Bart anders sein? Nichts anderes bedeutet aber das Verbot der professionellen Bartpflege, denn es führt zwangsläufig dazu, dass Männer sich gezwungen sehen, ihren Bart abzurasieren.

Für ein Verbot professioneller Bartpflege und Rasur gibt es keine sachlichen Gründe.

Im Gegensatz zu beispielweise Zahnärzten, denen die Zahnreinigung nicht untersagt ist, aber eigentlich durch den offenen Mund des Patienten mehr gefährdet sind, würden Barbiere mit einem Mundschutz UND einem Visier eine Ansteckungsgefahr auf ein Minimum reduzieren. Der Tröpfchenschutz wäre durch ein Visier gegeben.

Der Barbier arbeitet während der Rasur und der Bartpflege seitlich vom Kunden. Nicht frontal. Dies kann der Zahnarzt beispielsweise nicht gewährleisten. Der Kunde hat außerdem während der Rasur den Mund geschlossen. Der Barbier hat darüber hinaus die Möglichkeit, den Bart zu rasieren, in dem er das Gesicht des Kunden von sich wegdreht oder sich auf die andere Seite des Stuhls stellt.

Zu einer ordentlich, hygienisch durchgeführten Rasur gehören präventive Maßnahmen, die den Barbier und den Kunden schützen:

  1. Barbier und Kunde desinfizieren ihre Hände
  2. Der Stuhl und Waschbecken werden desinfiziert
  3. Das Werkzeug wird ebenfalls desinfiziert
  4. Shavetten, Kämme und Scheren befinden sich in einer Desinfektionslösung
  5. Der Barbier arbeitet mit einem Mundschutz UND trägt ein Visier als zusätzlichen Tröpfchenschutz
  6. Der Barbier trägt Handschuhe
  7. Im Barbershop werden Heißkompressen (ca. 70 Grad heiß) verwendet
  8. Geräte werden vor und nach der Behandlung desinfiziert
  9. Das Wasser zum Aufschäumen der Seife wird aufgekocht
  10. Der Pinsel liegt vor dem Aufschäumen in dem heißen Wasser
  11. Die Seife wird portioniert oder es wird Rasiercreme aus der Tube direkt auf den Pinsel verwendet
  12. Für jede Rasur wird eine neue, verpackte Klinge verwendet
  13. Nach der Rasur wird eine weitere Heißkompresse aufgelegt 14.Ein Aftershave zur finalen Desinfektion der Rasur bzw. der Haut wird aufgetragen

All diese Maßnahmen sorgen dafür, dass im Vergleich zu vielen anderen Dienstleistungen am Kunden, Bartpflege und Rasur unbedenklich sind.

Es gibt noch keinen bekannten Fall, in dem ein Kunde von einem Barbier oder umgekehrt angesteckt wurde.

Viel wichtiger ist, dass JEDER Barbershop einen Betriebsleiter hat, der in der Handwerksrolle eingetragen ist, um die hohen hygienischen Standards sicherstellen zu können.

Es geht uns in dieser Petition nicht um „Eitelkeiten“. Es geht uns darum, die Existenz von Herrensalons zu sichern und das Handwerk der Rasur und Bartpflege durch die Erhöhung der Hygienestandards zu schützen.

Es bleibt zu hoffen, dass alle Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, in den Handwerkskammern und der gesamten Branche diese sachlichen Grundlagen berücksichtigen, bevor Entscheidungen getroffen werden.

Deshalb fordern wir die Face-to-Face-Behandlungen wie Bart- & Augenbrauenservice durch Einsatz eines Visiers zu erlauben.

Thank you for your support, Dirk Schlobach from München
Question to the initiator

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News

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No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • 3 days ago

    Bin selbst betroffen. Da muss sich etwas ändern

  • 4 days ago

    Man geht in einen Barbershop und fühlt sich wohl. Man entspannt und vergisst den Alltag, all die Sorgen und den Stress. Bart und Haare werden in ein stimmiges Gesamtbild gebracht. Die gesamte Atmosphäre sowie der Wohlfühlfaktor sind durch dieses Verbot deutlich gestört.

  • Not public Coesfeld

    4 days ago

    Weil ich selber Bartträger bin und das Problem damit erkenne und genauso einschätze.

  • 9 days ago

    Weil das Handwerk ist und das sollte man erhalten um jeden Preis.

  • on 19 May 2020

    Bin Bartträger und möchte gerne wieder zum Barbier meines Vertrauens gehen können.

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