Der Sportplatz Sandscholle in Potsdam-Babelsberg soll dem Neubau einer Grundschule weichen. Dies soll mit Hilfe dieser Petition verhindert werden! Bildung und Sport dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden!

Der vor über 60 Jahren durch die Mitglieder der BSG Motor Babelsberg errichtete Sportplatz „An der Sandscholle“ zählt zweifelsohne zu den traditionsreichsten und bekanntesten Wettkampfstätten Potsdams. Insbesondere durch den Jugend- und Nachwuchssport erlangte die Sportstätte auch überregionale Bedeutung. Hier wurden zahlreiche Meisterschaften und Pokalsiege gefeiert sowie bittere Niederlagen und Abstiege beweint. Die Anzahl an Menschen, die über die Jahrzehnte bedeutende Momente ihrer Kindheit und Jugend an der “Scholle“ verbracht haben, ist groß. Dabei wurden die Sportflächen und das Drumherum immer wieder durch viel Mühe und Engagement der Nutzerinnen und Nutzer in Schuss gehalten und erweitert.

Derzeit ist die Stadt Potsdam auf der Suche nach einem geeigneten Standort für eine Grundschule im Planungsgebiet Babelsberg Süd. Geeignete Standorte dafür sind rar gesät und wurden zum großen Teil in kürzerer Vergangenheit aus dem städtischen Immobilien- und Flächeninventar heraus an private Investoren veräußert. Mittlerweile gilt der Sportplatz Sandscholle als Vorzugsvariante für den Schulneubau, wobei der Naturrasenplatz dem Schulgebäude weichen und der Kunstrasenplatz erhalten bleiben soll. Davon wären neben dem UFK Potsdam, den Sportvereinen Babelsberg 03 und Concordia Nowawes 06 ebenso freie Sportgruppen betroffen, welche die Flächen beispielsweise zum Joggen, für die Leichtathletik und für die Seniorenfreizeit nutzen. Mehr als 800 Sportlerinnen und Sportlern würde die Sportfläche geraubt!

Nicht unerwähnt sollte in diesem Zusammenhang bleiben, dass mit dem Sportplatz ein erheblicher Baumbestand, der den Platz umsäumt, wegfallen würde. Neben dem ökologischen Faktor dienen die Bäume allerdings auch als Schallschutz für die vielen Anwohnerinnen und Anwohner. Der Lärmpegel, der mitunter bereits durch das Bespielen der Flächen zu Ärgernissen führte, würde sich mit dem Bau einer Schule um ein Vielfaches erhöhen – Beschwerden ebenso. Die Verkehrssituation rund um den Standort ist derzeit im wöchentlichen Sportbetrieb bereits stark strapaziert und würde sich weiter erhöhen.

Der Wegfall der Sandscholle wäre ein herber Einschnitt in die ohnehin schon defizitäre Sportplatzsituation der Stadt. Allein in Babelsberg fehlen einer Studie der Universität Potsdam zufolge (vgl. Sportentwicklungsplan LH Potsdam, S. 292ff.) 3 Großfeldplätze. Ein Ersatz muss, rechtlich gesehen, zwar geschaffen werden, ob dieser allerdings adäquat ist, bleibt zu bezweifeln. Nach derzeitigem Kenntnisstand (www.pnn.de/potsdam/1132485/) erwägt die Stadt als Ersatzstandort eine Fläche am Horstweg oder am Bahnhof Rehbrücke. Beide Standorte können keinesfalls als adäquater Ersatz bezeichnet werden. Beim ersten handelt es sich um einen Landschaftsschutzraum (Flora-Fauna-Habitat-Gebiet), welcher Überflutungswiesen für die Nuthe und einen sensiblen Baumbestand beinhaltet. Auch beim zweiten bedarf es vor der Bebauung einer intensiven Waldrodung. Darüber hinaus läge der Ersatzstandort weit weg vom Planungsraum Babelsberg, in welcher die Sportfläche entfällt.

Aus den genannten Gründen sollten sich Stadtverordnete und –verwaltung sehr gut überlegen, einen intakten Sportplatz zu „opfern“ oder ob es für die zu bauende Schule nicht geeignetere Standorte (wie z.B. die Brache in der Glasmeisterstr.) gibt, die langfristig auch weiter ausgebaut werden können. Auf der Sandscholle wäre dies nicht möglich.

Wenn schon über den Umbau der Sandscholle gesprochen wird, dann wäre es sinnvoller, diese zu verdichten und einen weiteren Sportplatz auf dem Gelände zu schaffen. Damit wäre eine leichte Entspannung in der Sportflächenknappheit in Babelsberg möglich.

Für den Erhalt des Sportplatzes an der Sandscholle!

Für den Neubau einer Grundschule an einem anderen Standort!

Rettet die Traditionssportstätte Sandscholle!

Begründung

Mitte Dezember soll innerhalb der AG Schulentwicklung der LH Potsdam darüber entschieden werden, ob der Sportplatz für den Neubau einer Schule umgewidmet werden soll.

Ziel der Petition ist es, bis dahin so viele Stimmen wie möglich für den Erhalt der Sandscholle zu sammeln, um einen politischen Willen für die Sportfläche auszudrücken.

Unterstütze auch Du den Erhalt der Traditionssportstätte - unterschreibe jetzt!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Initiative PRO Sandscholle aus Potsdam
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach dem Einreichen der Petition keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass der Dialog mit dem Petitionsempfänger beendet ist.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Sandscholle,

    die Votierung für den Bürgerhaushalt 2018/19 ist nur noch kurze Zeit (bis Sonntag, den 08.10.2017) möglich.

    Wenn Ihr es noch nicht getan haben solltet, bitten wir Euch unter folgendem Link um Eure 5 Punkte für den Vorschlag 36 ("Sportplatz Sandscholle in Babelsberg erhalten und ausbauen")! Die Onlineanmeldung dauert nicht lang (2 Minuten) und schon kann abgestimmt werden:

    buergerbeteiligung.potsdam.de/content/buergerhaushalt-201819/votierungsbogen

    Es wäre schön, wenn wir es unter die ersten fünf Plätze der Bürgervorschläge zur Investitionsplanung schaffen, denn nur dann müssen sich die Stadtverordneten auch damit beschäftigen.

    Also JETZT ABSTIMMEN und natürlich auch WEITERLEITEN!

    Eure Initiative
    PRO Sandscholle

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition für den Erhalt des Sportplatzes Sandscholle,

    ein halbes Jahr ist mittlerweile vergangen, seitdem wir die erfolgreiche Petition dem Oberbürgermeister übergeben haben. Und es hat sich viel getan...

    Zwar laufen derzeit die Planungen für den Bau einer neuen Grundschule in Babelsberg auf einem Teil des Geländes vom Filmpark Babelsberg auf Hochtouren, allerdings kann es nach wie vor sein, dass die Stadtverordneten am derzeitigen Beschluss zur Bebauung der Sandscholle festhalten, sollten die neuen Pläne nicht ihre Ansprüche erfüllen (www.pnn.de/potsdam/1201548/).

    Unsere Initiative hat daher nach der Petition einen Vorschlag zur Investitionsplanung in den Bürgerhaushalt 2018/19 eingebracht und die Endauswahlrunde erreicht. Für diese benötigen wir nun wiederum Eure Unterstützung, um unter die ersten fünf Plätze zu kommen, sodass sich die Stadtverordneten damit beschäftigen müssen!

    Zur Votierung gelangt ihr unter folgendem Link: buergerbeteiligung.potsdam.de/node/8414/votierungsbogen

    Unser Vorschlag (Nr. 36) setzt sich für den Erhalt und den Ausbau des Sportplatzes ein.

    Gib auch Du der Sandscholle Deine 5 Punkte!

    Eure Initiative PRO Sandscholle

Pro

Für einen Schulneubau stehen enorme Geldressourcen zur Verfügung. Diese können auch dafür genutzt werden, um einen alternativen Standort zu finanzieren.

Contra

Beides kann sich nicht ausspielen, da Bildung einen höheren Stellenwert in (unserer) Gesellschaft einnimmt als Sport. - Überspitzt ausgedrückt (1): der gesellschaftliche Nutzen eines kürzeren (=! rel.sicheren) Schulweges ist > als der gemeine Nutzen kurzer Wege für 'Freizeit/Hobby' Sportler - Überspitzt ausgedrückt (2): eine Kindheit ohne nahgelegenen Naturrasen(Lauf)-Sport ist freilich möglich - eine ohne Grundschule im Viertel bescheiden - Überspitzt ausgedrückt (3): 'Lärm' Emissionen von Kindern sind kein Lärm < im Gegensatz zum Amateur-Freizeitfußball