openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close
Bild zur Petition mit dem Thema: Rettet die Traditionssportstätte Sandscholle! Rettet die Traditionssportstätte Sandscholle!
Dialog
  • Von: Roman Böttcher (Initiative PRO Sandscholle) mehr
  • An: Stadtverordnete und -verwaltung
  • Region: Potsdam mehr
    Kategorie: Sport mehr
  • Status: Petent ist im Dialog mit dem Petitionsempfänger
    Sprache: Deutsch
  • Im Dialog
  • 2.238 Unterstützende
    1.780 in Potsdam
    Quorum für Potsdam (1.700) erreicht.

Rettet die Traditionssportstätte Sandscholle!

-

Der Sportplatz Sandscholle in Potsdam-Babelsberg soll dem Neubau einer Grundschule weichen. Dies soll mit Hilfe dieser Petition verhindert werden! Bildung und Sport dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden!

Der vor über 60 Jahren durch die Mitglieder der BSG Motor Babelsberg errichtete Sportplatz „An der Sandscholle“ zählt zweifelsohne zu den traditionsreichsten und bekanntesten Wettkampfstätten Potsdams. Insbesondere durch den Jugend- und Nachwuchssport erlangte die Sportstätte auch überregionale Bedeutung. Hier wurden zahlreiche Meisterschaften und Pokalsiege gefeiert sowie bittere Niederlagen und Abstiege beweint. Die Anzahl an Menschen, die über die Jahrzehnte bedeutende Momente ihrer Kindheit und Jugend an der “Scholle“ verbracht haben, ist groß. Dabei wurden die Sportflächen und das Drumherum immer wieder durch viel Mühe und Engagement der Nutzerinnen und Nutzer in Schuss gehalten und erweitert.

Derzeit ist die Stadt Potsdam auf der Suche nach einem geeigneten Standort für eine Grundschule im Planungsgebiet Babelsberg Süd. Geeignete Standorte dafür sind rar gesät und wurden zum großen Teil in kürzerer Vergangenheit aus dem städtischen Immobilien- und Flächeninventar heraus an private Investoren veräußert. Mittlerweile gilt der Sportplatz Sandscholle als Vorzugsvariante für den Schulneubau, wobei der Naturrasenplatz dem Schulgebäude weichen und der Kunstrasenplatz erhalten bleiben soll. Davon wären neben dem UFK Potsdam, den Sportvereinen Babelsberg 03 und Concordia Nowawes 06 ebenso freie Sportgruppen betroffen, welche die Flächen beispielsweise zum Joggen, für die Leichtathletik und für die Seniorenfreizeit nutzen. Mehr als 800 Sportlerinnen und Sportlern würde die Sportfläche geraubt!

Nicht unerwähnt sollte in diesem Zusammenhang bleiben, dass mit dem Sportplatz ein erheblicher Baumbestand, der den Platz umsäumt, wegfallen würde. Neben dem ökologischen Faktor dienen die Bäume allerdings auch als Schallschutz für die vielen Anwohnerinnen und Anwohner. Der Lärmpegel, der mitunter bereits durch das Bespielen der Flächen zu Ärgernissen führte, würde sich mit dem Bau einer Schule um ein Vielfaches erhöhen – Beschwerden ebenso. Die Verkehrssituation rund um den Standort ist derzeit im wöchentlichen Sportbetrieb bereits stark strapaziert und würde sich weiter erhöhen.

Der Wegfall der Sandscholle wäre ein herber Einschnitt in die ohnehin schon defizitäre Sportplatzsituation der Stadt. Allein in Babelsberg fehlen einer Studie der Universität Potsdam zufolge (vgl. Sportentwicklungsplan LH Potsdam, S. 292ff.) 3 Großfeldplätze. Ein Ersatz muss, rechtlich gesehen, zwar geschaffen werden, ob dieser allerdings adäquat ist, bleibt zu bezweifeln. Nach derzeitigem Kenntnisstand (www.pnn.de/potsdam/1132485/) erwägt die Stadt als Ersatzstandort eine Fläche am Horstweg oder am Bahnhof Rehbrücke. Beide Standorte können keinesfalls als adäquater Ersatz bezeichnet werden. Beim ersten handelt es sich um einen Landschaftsschutzraum (Flora-Fauna-Habitat-Gebiet), welcher Überflutungswiesen für die Nuthe und einen sensiblen Baumbestand beinhaltet. Auch beim zweiten bedarf es vor der Bebauung einer intensiven Waldrodung. Darüber hinaus läge der Ersatzstandort weit weg vom Planungsraum Babelsberg, in welcher die Sportfläche entfällt.

Aus den genannten Gründen sollten sich Stadtverordnete und –verwaltung sehr gut überlegen, einen intakten Sportplatz zu „opfern“ oder ob es für die zu bauende Schule nicht geeignetere Standorte (wie z.B. die Brache in der Glasmeisterstr.) gibt, die langfristig auch weiter ausgebaut werden können. Auf der Sandscholle wäre dies nicht möglich.

Wenn schon über den Umbau der Sandscholle gesprochen wird, dann wäre es sinnvoller, diese zu verdichten und einen weiteren Sportplatz auf dem Gelände zu schaffen. Damit wäre eine leichte Entspannung in der Sportflächenknappheit in Babelsberg möglich.

Für den Erhalt des Sportplatzes an der Sandscholle!

Für den Neubau einer Grundschule an einem anderen Standort!

Rettet die Traditionssportstätte Sandscholle!

Begründung:

Mitte Dezember soll innerhalb der AG Schulentwicklung der LH Potsdam darüber entschieden werden, ob der Sportplatz für den Neubau einer Schule umgewidmet werden soll.

Ziel der Petition ist es, bis dahin so viele Stimmen wie möglich für den Erhalt der Sandscholle zu sammeln, um einen politischen Willen für die Sportfläche auszudrücken.

Unterstütze auch Du den Erhalt der Traditionssportstätte - unterschreibe jetzt!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Potsdam, 27.11.2016 (aktiv bis 24.12.2016)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition für den Erhalt des Sportplatzes Sandscholle, ein halbes Jahr ist mittlerweile vergangen, seitdem wir die erfolgreiche Petition dem Oberbürgermeister übergeben haben. Und es hat sich viel getan... Zwar ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Für einen Schulneubau stehen enorme Geldressourcen zur Verfügung. Diese können auch dafür genutzt werden, um einen alternativen Standort zu finanzieren.

PRO: Eine neue Schule auf der Sandscholle wird erst in 5-6 Jahren fertig sein, weil vor dem Baubeginn erst ein neuer Sportplatz gebaut werden muss. Bisher soll das auf einer Fläche am Bahnhof Rehbrücke erfolgen, die mitten im Natiúrschutzgebiet liegt. Heute ...

CONTRA: Beides kann sich nicht ausspielen, da Bildung einen höheren Stellenwert in (unserer) Gesellschaft einnimmt als Sport. - Überspitzt ausgedrückt (1): der gesellschaftliche Nutzen eines kürzeren (=! rel.sicheren) Schulweges ist > als der gemeine Nutzen kurzer ...

CONTRA: haben eine Grundschule vor Ort nötiger, als einen Rasensportplatz. Indes würde der Sportplatz bei einem Bau der GS nur verkleinert.

>>> Zur Debatte



Antworten vom Parlament

Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer