Die Sparkassen Schweinfurt und Ostunterfranken haben zum 1. Januar 2018 fusioniert zur Sparkasse Schweinfurt-Haßberge. Diese Fusion soll rückgängig gemacht werden

Begründung

Die Fusion muss aus folgenden Gründen rückgängig gemacht werden:

  • Überhastete Durchführung. In 4 Monaten wurde die Fusion durchgepeitscht.

  • Keine Sperrminorität für die Haßfurter Verwaltungsräte. Die Verwaltungsräte der fusionierte Sparkasse stammen zu 33% aus dem Landkeis Haßberge. Lt. Vorstand Rieger kann damit keine Entscheidung gegen sie getroffen werden, die jede Entscheidung eine Mehrheit von 75% benötigt. Diese Mehrheit gilt nur für wenige Spezialfälle. Hauptaufgabe des Verwaltungsrats ist die Feststellung der Jahresbilanz, des Lageplans und die Gewinnverteilung an die Träger (Stadt und Landkreis Schweinfurt, Kreis Haßberge, Stadt Königsberg). Für diese Abstimmung wird laut Sparkassenordnung eine 50%-Mehrheit verlangt. In diesem wichtigen Punkt können die Schweinfurter die Haßberger problemlos überstimmen.

  • Fehlende Feststellung der Werthaltigkeit der beiden Sparkassen. Nach den Analysen subventioniert die Sparkasse Ostunterfranken als die bessere Sparkasse die Sparkasse Schweinfurt ohne einen Wertausgleich zu erhalten.

  • Die durch die Fusion versprochenen Synergieeffekte beziehen sich nur auf die einfachen Sparkassenmitarbeiter (Entlassung oder Pendlertätigkeit). Der Sparkassenvorstand hat keine Nachteile. Er verdient wesentlich mehr Geld als vorher (höhere Bilanzsumme). Deren Anzahl (5) wird auch nicht abgebaut, sondern kurz vor der Fusion wurde Ende Dezember 2017 in Schweinfurt noch ein neuer Vorstand berufen.

-Die Gewerbesteuer für die Stadt Haßfurt wird geringer, da die Lohnsumme der Sparkasse niedriger wird. Es fallen die höher bezahlten Arbeitskräfte weg, die nach Schweinfurt gehen. Selbst wenn Mitarbeiter nach Haßfurt kommen, so sind es niedriger bezahlte Arbeitskräfte. Das bedeutet auch geringere Kaufkraft.

  • Die Drohung, es müssten im Landkreis Haßberge weitere Filialen geschlossen werden, wenn die Fusion nicht zustande kommt, ist falsch Es wurden bereits sehr viele Filialen geschlossen. Weitere Schließungen sind aus rechtlichen Gründen (Sparkassen müssen für die Versorgung der Fläche sorgen) nicht möglich.

  • Niedrigzinsphase ist Zwang für die Fusion = falsch. Seit Mehreren Monaten steigen die Bauzinsen wieder. Im übrigen lebt die Sparkasse vom Zinsüberschuss (= Zinsertrag ./: Zinsaufwand). Dieser Überschuss ist in den letzten Jahren nur minimal gesunken und durch höhere Provisionserträge und geringere Personalkosten mehr als ausgeglichen worden.

  • Dass wachsende Anforderungen der Aufsichtsbehörde die Fusion erfordern, ist falsch. Letzten Herbst hat die Aufsichtsbehörde Bescheide verteilt mit den Mindestkapitalquoten. Diese liegen zwischen 9 und 11 % und sind weit niedriger als die von den Sparkassen behaupteten 18-20%.

  • Für die Schweinfurter Filialen besteht ein Investitionsstau; in Büromöbel wurde nur das Notwendigste investiert. Das Hauptgebäude der Sparkasse Schweinfurt ist sanierungsbedürftig. Die Statik soll angeblich keine weitere Belastungen mehr zulassen, da sonst die Bodendecke einbricht. Einzelne Kellerräume sind nicht benutzbar wegen Schimmelbefall. Ein Raum darf wegen Schimmelbefalls angeblich nicht mehr betreten werden.(Fall für die Gewerbeaufsicht?) Die Sparkasse Haßberge ist sehr modern und muss nicht saniert werden. Das Vermögen der Sparkasse Haßberge wird also auch dazu benutzt, um die Schweinfurter Sparkasse/Filialen zu sanieren.

  • Behauptung: Größere Sparkasse ermöglicht höhere Kredite an Einzelkunden ohne dass weitere Kreditbanken ins Boot geholt werden müssen. Brandgefährliches Argument! Bei Kreditausfall ist es am besten möglichst viele Kreditinstitute integriert zu haben. Der Verlust für das einzelne Institut ist dann nicht so groß.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Dr. Rainer Gottwald aus Landsberg am Lech
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Neuigkeiten

  • Liebe Mitstreiter,

    200 Unterschriften wurden von der Stadt Königsberg für ungültig erklärt, da das Argument "Verschenken von kommunalem Eigentum" nicht zutreffen würde. Mit der Veröffentlichung der Jahresschlüsse 2017 der Sparkassen Schweinfurt und Ostunterfranken konnte nun belegt werden, dass sehr wohl ein (rechtswidriges) Verschenken von 6 Mio. € (1 Mio. Königsberg, 5 Mio. Landkreis) vorliegt. Der Ablehnungsgrund ist also entfallen, die notwendigen Unterschriften für einen Bürgerentscheid (302) sind mit den gültigen 200 erfüllt.

    Diese Tatsache wurde ausführlich dem Verwaltungsgericht Würzburg als Ergänzung der Klage am 14.11. mitgeteilt.

    Die Presse erhielt ebenfalls diese Unterlagen. In der Mainpost und im Fränkischen Tag sind heute Montag, 19.11., größere Berichte erschienen.

    Nun sind Presseberichte naturgemäß sehr komprimiert. Damit Sie sich von der Klageschrift ein eigenes Bild machen können, erhalten Sie die Unterlagen an das Gericht ebenfalls:

    Seite 1 - 2: Brief an die Bürgermeister und Kreisräte, Stadträte von Königsberg
    Seite 3 - 9: Schreiben an das Verwaltungsgericht vom 14.11.
    Seiten 10 - 11: Ranking nach der Gesamtkapitalquote 2017 und 2016 aller bayerischen Sparkassen (Beachten Sie das Auseinanderdriften von Schweinfurt und Ostunterfranken!)

    Falls Sie mit den Zeitungsberichten nach der Lektüre dieser Unterlagen konform oder nichtkonform gehen sollten, können Sie gerne einen Leserbrief an die jeweilige Zeitung schreiben.

    Ihr
    Rainer Gottwald

  • Liebe Freunde,

    nach den Ferien geht es langsam in Richtung Gerichtsentscheidung. Am 23.8. hatte ich meinen Standpunkt zum Thema "Unterschriftenliste" und "Rückabwicklung" an das Gericht
    geschickt. Die Gegenseite hat sich Zeit gelassen und erst am 1.10. eine eigenartige und nichtssagende Antwort dazu gegeben. Meine Stellungnahme dazu habe ich heute dem Gericht geschickt. Ich glaube nicht, dass die Gegenseite noch etwas schreiben wird.
    Die beigefügte Datei enthält die beiden Schreiben:
    Seiten 1-3: Schreiben der Anwaltskanzlei
    Seiten 4-7: Meine Antwort

    Bis jetzt liegt noch kein Verhandlungstermin vor. Wahrscheinlich ist er erst im Dezember oder noch später.

    Meinen herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Bürgerbegehren mit der "Gelben Tonne". Wenn das kein gutes Omen ist für die Rückabwicklung der Sparkassenfusion!!!!

    Euer
    Rainer Gottwald

  • Liebe Mitstreiter,
    damit es zu einer mündlichen Verhandlung beim Verwaltungsgericht Würzburg kommt, habe ich heute einen entsprechenden Antrag gestellt. In diesem Schreiben gehe ich nochmals auf den Begriff "Liste" ein. Was die Rechtsanwälte geschrieben haben, dass nämlich die Rückabwicklung nicht möglich sei wegen der neuen Zweckverbandssatzung, ist in meinen Augen ein Verstoß gegen die Logik. Zusätzlich habe ich noch zwei Anlagen beigefügt: Den Zeitungsartikel aus Moosburg wegen der geplatzten Fusion und einen Leserbrief aus dem Fränkischen Tag (sehr gut!!!).
    Das Dokument 36 enthält also
    Seiten 1-4 : Schreiben an das Gericht
    Seiten 5-6 : Artikel zur geplatzten Fusion Sparkassen Moosburg/Freising
    Seiten 7-8 : Leserbrief aus dem Fränkischen Tag
    Es bleibt spannend
    Euer/Ihr
    Rainer Gottwald

Pro

Man muss sich nur fusionierte Sparkassen anderswo anschauen: Überall sind die alten Hauptstellen zu bedeutungslosen Geschäftsstellen geworden! Selbst bei der Sparkasse Ostunterfranken wurde das Prinzip über Bord geworfen, dass Vertreter aus den drei Altlandkreisen Ebern, Hofheim und Haßfurt in den Gremien vertreten sein müssen. Effekt: Ebern und Hofheim sind abgesoffen. Das gleiche blüht jetzt Haßfurt mit Schweinfurt. Man darf nicht alles glauben, was die hohen Herren dem Volk versprechen! Ich plädiere dafür, dass die Geschäftsstellen im nordöstlichen und östlichen Landkreis zu Bamberg kommen!

Contra

Die Fusion ist dringend nötig, weil die SPK genug Pensionsrückstellungen für die Vorstandsmitglieder erwirtschaften muss und weil es weiterhin möglich sein muss, dass die Jahresgehälter der Vorstandsmitglieder wie bisher jährlich um mehrere tausend Euro erhöht werden. Die Pensionshöhe der Beamten richtet sich immer nach den letzten Bezügen, und das ist gut so. Das muss erhalten bleiben! Dafür sollte jeder Verständnis zeigen und deshalb nicht unterschreiben.

Warum Menschen unterschreiben

  • am 09.05.2018

    Die Fusion der Sparkasse geht zu Lasten der Mitarbeiter, es drohen Entlassungen und Existenzen werden gefährdet während sich die Vorstände eine goldene Nase verdienen und durch die Fusion finanziell profitieren.

  • Carsten Präger Pfarrweisach

    am 02.05.2018

    Die Entscheidung zur Fusion ist schlichtweg falsch. Die Zahlen sprechen eindeutig gegen die Entscheidung, bestenfalls hätte ein Angliedern der Sparkasse Schweinfurt an die, offensichtlich besser wirtschaftende Sparkasse Ostunterfranken, mehr Sinn gemacht. Die Sparkasse Schweinfurt ist jedenfalls kein Gewinn für unsere Sparkasse Ostunterfranken.

  • am 30.04.2018

    Ich als Königsberger sehe dadurch den Einfluss der Stadt Königsberg auf das Unternehmen als kaum noch vorhanden. Wie in Ihrer Präsentation dargelegt, sehe ich kaum Vorteile. Ohne nähere Informationen dachte ich die Personaldecke und damit die Kosten werden, aufgrund von Synergien stark zurückgefahren. Dies scheint wohl nicht der Fall zu sein. Es geht wohl mehr um die Gehälter der Vorstände.

  • Werner Wunderlich Maroldsweisach

    am 29.04.2018

    Keine Einsparungen möglich im gegenteil

  • Georg Fritt Königsberg

    am 26.04.2018

    Weil die Sparkasse zu unübersichtlich wird und ich dann nur noch eine Nummer habe

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