Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Kinder unter 12 Jahren von der Quarantänepflicht nach der Rückkehr aus einem Hochinzidenzgebiet befreien
Begründung
Deutschland erklärt Feriengebiete zu Hochinzidenzgebieten.
Als Konsequenz müssen sich Rückkehrer aus diesen Gebieten in die Quarantäne begeben, sofern sie nicht vollständig geimpft oder von einer Corona-Erkrankung genesen sind. Kinder jeden Alters sind von dieser Regelung ausdrücklich nicht ausgeschlossen.
Eine Impfung ist bei Kindern unter 12 Jahren in Deutschland jedoch derzeit nicht möglich.
Eltern kleinerer Kinder, die sich verantwortungsvoll zeigen und einen vollständigen Impfschutz vorweisen können, sind damit mal wieder die Leidtragenden einer Politik, in der Familien und Kinder offensichtlich nicht den ihnen gesellschaftlich zustehenden Stellenwert haben (auf die mangelhafte Situation in den Schulen möchte ich hier nicht näher eingehen).
Nach einer Rückkehr aus dem wohlverdienten Urlaub müssen die Eltern selbst sich zwar nicht in die Quarantäne begeben, dennoch müssen sie ihrem Arbeitgeber klarmachen, dass sie wegen einer notwendigen Beaufsichtigung der Kleinkinder nicht am Arbeitsplatz erscheinen können.
Die Kinder haben die psychische Belastung, nach langen Lockdown-Phasen erneut nicht in die Kinderbetreuung oder die Schule gehen zu dürfen.
Viele Eltern sehen sich daher gezwungen, die geplante Urlaubsreise abzusagen. Neben großer Enttäuschung und fehlendem Erholungswert kommen ggf. noch erhebliche wirtschaftliche Belastungen in Form von Stornokosten hinzu.
Ich appelliere an die Politik:
Warum werden Kinder unter 12 Jahren nicht von der Quarantänepflicht ausgeschlossen, zumal diese Altersgruppe offensichtlich bisher nicht zu den Personen gehört, die vorrangig für eine Ausbreitung des Coronavirus verantwortlich zeichnen?
Wie will man junge Eltern für eine Schutzimpfung motivieren, wenn Privilegien, die Personen mit vollständigem Impfschutz sinnvollerweise eingeräumt werden, hier „durch die Hintertür“ wieder entzogen werden?
Wir haben bald Bundestagswahl und die Politik sollte bedenken, dass auch Familien mit kleineren Kindern ein wichtiges Wählerpotential darstellen. Eine zunehmende Politikverdrossenheit ist für mich bei solchen unausgewogenen Entscheidungen nicht verwunderlich.