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Schließung der Braunschweiger Abteilung für Pharmazie- u. Wissenschaftsgeschichte verhindern

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Präsidentin der TU Braunschweig Prof. Dr. Angela Ittel
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Offener Brief an die Präsidentin der TU Braunschweig Prof. Dr. Angela Ittel zur drohenden Schließung der Abteilung für Geschichte der Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Pharmaziegeschichte

Sehr geehrte Frau Präsidentin,

mit großem Bedauern haben wir erfahren, dass die Professur für Geschichte der Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Pharmaziegeschichte an der TU Braunschweig nicht wieder besetzt werden soll. Die Nichtwiederbesetzung der Professur von Prof. Dr. Bettina Wahrig zöge die Schließung der Abteilung für Geschichte der Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Pharmaziegeschichte nach sich.

Diese Abteilung ist einer der wenigen Orte in Deutschland, an denen sich Pharmazeut:innen im Bereich der Humanwissenschaften weiterbilden und im Fach Pharmaziegeschichte promovieren können. Die Braunschweiger Pharmaziegeschichte zeichnet sich durch ihr besonderes Profil aus. 1958 wurde sie von Wolfgang Schneider begründet. In seiner Praxis liegen die Anfänge der über 1000 historische Arzneimittel umfassenden Arzneimittelhistorischen Sammlung Schneider, welche die Abteilung beherbergt. Schneiders Nachfolgerin Erika Hickel integrierte sozialgeschichtlicher Ansätze und die feministische Wissenschaftskritik in die Pharmaziegeschichte. Unter Bettina Wahrig fand die Abteilung eine breitere wissenschaftsgeschichtliche Ausrichtung und sie brachte sich in verschiedene interdisziplinäre und internationale Projekte ein, beispielsweise in den Masterstudiengang Kultur der Technisch-Wissenschaftlichen Welt, das Braunschweiger Zentrum für Gender Studies und das Forschungsprojekt Materialities of Medical Cultures In/between Europe and East Asia.

Aktuell promovieren 14 Doktorand:innen an der Abteilung. Die Forschungsprojekte der Abteilung bemühen sich darum, die komplexen Prozesse der pharmazeutischen Wissensproduktion besser zu verstehen und die eurozentrische Sicht auf Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte zu erweitern. Auf diese Weise hat die Abteilung die kritische Auseinandersetzung mit der Pharmaziegeschichte geschärft und den Austausch mit anderen Forschungsfeldern gefördert.

Zudem vermittelt die Abteilung zukünftigen Apotheker:innen Kenntnisse in Geschichte und Ethik. Aufgrund der großen gesellschaftspolitischen Bedeutung ihrer Kernaufgabe, der ordnungsgemäßen Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln, ist dies dringend erforderlich. Durch die Schließung der Abteilung würde für Studierende der Pharmazie eine wichtige Gelegenheit verloren gehen, erste Kontakte zur Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte zu knüpfen und über eine rein naturwissenschaftliche Perspektive hinaus kritische Positionen innerhalb der Pharmazie zu entwickeln.

Wir appellieren daher an die Präsidentin der Technischen Universität Braunschweig, die Entscheidung der Nichtwiederbesetzung der Professur für Geschichte der Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Pharmaziegeschichte zu überdenken und den Fortbestand der Abteilung zu sichern.

Mit freundlichen Grüßen,

Die Forschenden der Abteilung für Geschichte der Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Pharmaziegeschichte

Kontakt: forschende.pharmaziegeschichte@posteo.org

Reason

  • Die Nichtwiederbesetzung der Professur von Prof. Dr. Bettina Wahrig zöge die Schließung der Abteilung für Geschichte der Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Pharmaziegeschichte nach sich.
  • Ein einzigartiger Ort der Forschung zur Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte.
  • Die Geschlechterforschung an der TU Braunschweig würde geschwächt.
  • Durch die Schließung der Abteilung würde für Studierende der Pharmazie eine wichtige Gelegenheit verloren gehen, erste Kontakte zur Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte zu knüpfen und eventuell in Pharmaziegeschichte zu promovieren.
  • Die Abteilung vermittelt zukünftigen Apotheker:innen Kenntnisse in Geschichte und Ethik. Aufgrund der großen gesellschaftspolitischen Bedeutung ihrer Kernaufgabe, der ordnungsgemäßen Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln, ist dies dringend erforderlich.

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Pharmaziegeschichte ist in Deutschland so gut wie nicht mehr als eigenständiger Lehrstuhl an Universitäten vertreten. Wissenschaftliche Kompetenzen gehen damit verloren. Aus Sicht von Museen, deren Sammlungen ein reiches Spektrum teilweise hochspezialisierter Objekte bewahren, ist es tragisch, auf diese Weise langjährige gepflegte und für die Erschließung wertvoller Bestände unabdingbar benötigte Partnerschaften verlieren zu müssen.

Für die Gesamtheit der Wissenschaften (universitas litterarum) ist die Kenntnis der Ursprünge und der Entwicklung einer, in diesem Fall Naturwissenschaft, der direkte Weg in die Zukunft und damit von hohem gesellschaftlichen Nutzen. Die Entwicklung der Pharmazie, von der Antike bis auf den heutigen Stand der Entwicklung von Arzneimitteln, gründet in der umfassenden Diskussion der Tätigen und der Experten.

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