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  • Region: Sachsen, Sachsen-Anhal...
    Topic: Traffic & transportation mehr
  • Status: The petition is denied.
    Language: German
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Schluss mit den Fahrpreiserhöhungen im MDV!

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Der Landesverband Elbe-Saale des Verkehrsclub Deutschland (VCD) unterstützt durch Pro Bahn Mitteldeuschland, Ökolöwe - Umweltbund Leipzig, teilAuto und die Regionalgruppe Leipzig des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert:

- Schluss mit den Preissteigerungen im Mitteldeutschen Verkehrsverbund!

- Entwicklung und Vorstellung eines schlüssigen und nachhaltigen Finanzierungskonzeptes ohne steigende Fahrpreise durch Einbeziehung aller alternativen Finanzierungsmöglichkeiten!

- Aussetzung der für den 01.08.2015 geplanten Preiserhöhung bis zur Vorlage dieses Finanzierungskonzeptes!

- keine Abstriche am Fahrtenangebot, sondern Erhalt und Ausbau eines Öffentlichen Verkehrssystems mit hoher Qualität!
 
Wir fordern daher
den Stadtrat der Stadt Leipzig,
den Stadtrat der Stadt Halle (Saale),
den Kreistag des Landkreises Altenburger Land,
den Kreistag des Burgenlandkreises,
den Kreistag des Landkreises Leipzig,
den Kreistag des Landkreises Nordsachsen und
den Kreistag des Saalekreises
auf,

folgenden Beschluss zu fassen:

1. Der Oberbürgermeister / der Landrat wird beauftragt, bis zum 30.06.2015 einen Entwurf eines neuen ÖPNV-Finanzierungskonzeptes zu erstellen, in dem der Anteil, den die Fahrgäste zur Kostendeckung beitragen, nicht weiter ansteigt; diesen Entwurf im 3. Quartal 2015 der Öffentlichkeit zur Diskussion zu stellen, mit dem Ziel der Beschlussfassung dieses Konzeptes noch im Jahr 2015.

2. Der Oberbürgermeister / der Landrat wird beauftragt, sicherzustellen, dass das derzeitige straßengebundene ÖPNV-Angebot (Busse und Straßenbahnen) nicht reduziert wird, sondern entsprechend den Bedürfnissen weiter ausgebaut wird.

3. Die am 04.12.2014 durch die Gesellschafterversammlung des MDV beschlossene Tariferhöhung wird bis zum 31.12.2015 nicht umgesetzt.

Reasons:

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund plant zum 01.08.2015 die nächste deutliche Preiserhöhung. Diese fällt für viele Tarife erneut deutlich höher aus als die Inflationsrate und belastet insbesondere die Schwächsten unter uns. (Zwei Beispiele aus Leipzig: Die Monatskarte für Tarifzone Leipzig für Leipzig-Pass-Inhaber steigt von 29,50 Euro auf 34,50 Euro = ca. 17 % Erhöhung, die Schüler-Mobil-Card von 23,10 auf 24,10 € = ca. 4,3 % Erhöhung).

Dies ist das Ergebnis einer Sparpolitik, bei der sich die öffentliche Hand immer weiter aus der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs zurückziehen möchte und alle Kostensteigerungen allein auf die Fahrgäste abwälzt. Im Ergebnis sind die Fahrkarten im MDV schon heute teurer als in den meisten westeuropäischen Städten, obwohl das Einkommensniveau hier deutlich niedriger liegt.

Der öffentliche Verkehr kann aber allein aus Fahrgelderlösen nicht kostendeckend betrieben werden. Er ist immer eine öffentliche Aufgabe, er dient der Daseinsvorsorge und garantiert die Teilhabe an Mobilität für alle Einwohnerinnen und Einwohner. Davon profitieren nicht nur die Fahrgäste , sondern auch gut erreichbare Einkaufszentren und Arbeitsstätten, bei denen z. B. weniger Parkplätze benötigt werden. Ohne die Entlastung durch öffentliche Verkehrsmittel würde zudem der Straßenverkehr für die öffentliche Hand deutlich teurer werden.

In the name of all signers.

Leipzig, 08 Dec 2014 (aktiv bis 21 Mar 2015)


News

Sehr geehrte Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unserer Petition, Sie haben es gemerkt - seit dieser Woche sind die höheren Preise im MDV in Kraft getreten. War unsere Petition nun umsonst? Wir meinen: "Nein" - denn in allen Städten und Landkreisen ...

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Debate about petition

PRO: Wie kann es eigentlich sein? Eine Dienstleistung, in diesem Fall ÖPNV, wird immer seltener angeboten und gleichzeitig steigt der Preis. Stimmt nicht? Schau mal auf Havag Fahrpläne vor fünf Jahren oder früher... Wenn es stimmt das Angebot und Nachfrage ...

PRO: Der MDV will eine halbe Million Euro für neue Haltestellenschilder ausgeben ("HIN & WEG" 03/2014, Seite 13), unter den finanziellen Bedingungen eine nicht notwendige Ausgabe.

CONTRA: Könnt ihr eigentlich die Dienstleistungen, die ihr in Anspruch nehmt, nicht bezahlen? Das ist ja DDR 2.0

CONTRA: Bisher kaufte ich jedes Jahr im Juli noch einen Stapel Mehrfahrtenkarten, die dann bis Dezember ausreichen. Wenn es nun zum 01.08. keine Fahrpreiserhöhung gäbe, müsste ich diese Gewohnheit aufgeben - und nach der Rückkehr aus dem Urlaub wäre am Fahrkartenautomat ...

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