Petition richtet sich an:
Bundesregierung, Bundesnetzagentur
Eine Prozentangabe der letztjährigen durchschnittlichen Verspätung über 15 Minuten neben den Zugnummern und Stationen im Fahrplan der Deutschen Bahn hilft dem Fahrgast, seine Reise zuverlässiger zu planen. Diese Fahrplanangabe soll für die Bahn gesetzlich verbindlich werden.
Begründung
Reisende der Deutschen Bahn können anhand der jetzigen Fahrpläne nicht vorhersehen, welche Verspätung ihr Zug an ihrem Zielbahnhof durchschnittlich und voraussichtlich haben wird. Diese Fragestellung ist vorallem für diese Reisende wichtig, die eine Fahrt planen, welche aus mehreren Umstiegen oder Anschlusszügen besteht.
Beispiel: Auf vielen zweigleisigen ICE-Schnellfahrtstrecken fahren auch Regionalzüge. Die Ersteller der Fahrpläne, die DB-Netz AG, konstruiert den THEORETISCHEN Fahrplan heutzutage meist so, dass die Regionalzüge ihren Fahrplan nur dann einhalten können, wenn der Regionalzug nicht mehr als 5 Minuten Verspätung hat. Denn so bekommt der Regionalzug auf der ICE-Strecke eine 'grüne Welle' und muss nur ca. alle halbe Stunde fahrplanmässig einen ICE überholen lassen. Hat der Regionalzug jedoch einmal mehr als 5 Minuten Verspätung, dann kann er nicht mehr in der grünen Welle fahren, wodurch sich gezwungenermassen gleich Verspätungen von 1 Stunde und mehr einstellen, da der Regionalzug aus dem Takt gekommen ist. Dies ist z.B. auf der ICE-Schnellfahrstrecke von Berlin nach Falkenberg (Elster) der Fall. Hier kommen laut DB-Mitarbeitern die Regionalzüge zu 85% mit einer Verspätung von über 10 Minuten am Zielbahnhof an. Verspätungen von über 1 h sind dabei keine Ausnahme. Diese Fahrplankonstruktion kann fast schon als Betrug am Kunden gewertet werden, da die DB-Netz-AG weiss, dass der theoretische Fahrplantakt fast nie eingehalten wird.
Durch eine gesetzlich vorgeschriebene Prozentangabe jener Züge im Fahrplan, die im vorherigen Jahr an der jeweiligen Station mit mehr als 15 Minuten angekommen sind, kann der Reisende seine Reise sicherer planen. Reisende, die z.B. einen Flughafen erreichen wollen, können so böse Überraschungen vermeiden, da sie vorab wissen werden, wie zuverlässig ihr Zug den Fahrplan einhalten wird.
Die Petition fordert den Gesetzgeber und die DB-NETZ AG auf, verbindliche Prozentangaben im Fahrplan über die erfahrungsgemässe Verspätung der jeweiligen Züge zu machen. Die Angabe soll Gesetz für die ausgehangenen Fahrpläne in Papierform, wie auch für die elektronischen Fahrpläne auf www.bahn.de und in der Bahn-App werden.