Petition addressed to:
Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e. V.
Wir fordern das Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e.V. auf, das Sessionsmotto für den Karneval 2028 auf „Kein Kölsch für Nazis“ festzulegen. Damit soll auch der organisierte Kölner Karneval ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Ausgrenzung setzen und für die offenen, vielfältigen Werte stehen, für die Köln und der Karneval bekannt ist.
Diese Petition steht nicht in direkter Verbindung zu https://www.keinkoelschfuernazis.cologne/.
Reason
Der Rechtsextremismus in Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen und stellt zunehmend eine Bedrohung für unsere demokratische Gesellschaft und das friedliche Zusammenleben dar. Offizielle Statistiken zeigen, dass politisch motivierte Straftaten – insbesondere solche mit rechtsextremem Hintergrund – stark zugenommen haben. So wurden 2024 deutlich mehr rechtsextrem motivierte Straftaten erfasst als in den Vorjahren, teils mit zweistelligen Prozent-Zuwächsen bei Propaganda, Hetze und Gewalttaten sowie einem signifikanten Anstieg politisch motivierter Kriminalität insgesamt.
Diese Entwicklung wirkt sich insbesondere auf das gesellschaftliche Klima: rassistische, antisemitische, sexistische und weitere diskriminierende Einstellungen und Übergriffe nehmen zu, und rechtsextreme Ideologien finden verstärkt Resonanz im öffentlichen Raum - leider auch in Köln.
Der Karneval in Köln ist ein Fest für alle – ein Symbol für Offenheit, Vielfalt und Gemeinschaft. Gerade in Zeiten, in denen rechtsextreme Strömungen gesellschaftliche Werte unter Druck setzen, ist es wichtig, dass auch kulturelle Veranstaltungen ein klares Zeichen setzen. Ein Sessionsmotto wie „Kein Kölsch für Nazis!“ würde nicht nur die Ablehnung von Rechtsextremismus öffentlich markieren, sondern auch ein starkes Zeichen für Respekt, Toleranz und Zusammenhalt senden und all jene bestärken, die sich tagtäglich gegen Hass und Ausgrenzung engagieren - eine wunderbare Fortführung des Sessionsmottos 2026 "ALAAF – Mer dun et för Kölle."
Ich selbst empfinde es als dringend notwendig, dass Kultur und Brauchtum nicht neutral bleiben, wenn demokratische Grundwerte in Frage gestellt werden. Diese Petition ist ein Aufruf an das Festkomitee des Kölner Karnevals, diese Verantwortung wahrzunehmen und mit einem eindeutigen Sessionsmotto 2028 Haltung zu zeigen – für eine bunte, vielfältige Jeckenschar und gegen jede Form von menschenfeindlicher Ideologie. Diese Haltung hat Tradition in Köln und im Karneval und sollte sich auch im Sessionsmotto niederschlagen.
Faschismus und Karneval gehören nicht zusammen!