Gesundheitsversorgung von trans* Personen in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG):

  • Gute Arbeit in der Sexual-Ambulanz weiterführen
  • Stellen weiterführen bzw. wiederbesetzen
  • kein Sparkurs auf Kosten von trans* Personen!

Wir, die Unterzeichnenden, wenden uns an den Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen, um den Verlust von Expertise in der Ambulanz für Sexualmedizin und Sexualtherapie zu verhindern. Diese wichtige Anlaufstelle für trans* Personen in Göttingen und der Region darf nicht kaputtgespart werden!

Wir bitten die Entscheidungstragenden der Universitätsmedizin Göttingen, sich mit ganzer Kraft dafür einzusetzen, dass die gute Arbeit in der Ambulanz für Sexualmedizin und Sexualtherapie weitergeführt werden kann. Bitte verhindern Sie den Wegfall von Erfahrung und Expertise, den ein Auslaufen der Stelle von Dr. Heike Anderson-Schmidt unweigerlich bedeuten würde. Bitte stellen Sie ihr stattdessen eine weitere qualifizierte Fachkraft zur Seite. Damit haben Sie die Möglichkeit, eine adäquate Gesundheitsversorgung trans*geschlechtlicher Personen und aller anderen Menschen in und um Göttingen, für die Sexualität und Geschlecht ein Thema ist, langfristig sicherzustellen.

Reason

Alle trans* Personen, die medizinische Maßnahmen in Anspruch nehmen wollen oder müssen und dafür auf die Kostenübernahme der Krankenkassen angewiesen sind, müssen jahrelange Therapiezeiten nachweisen und Begutachtungen durchlaufen. Solange diese Regelungen gelten, ist es von größter Wichtigkeit, für Therapie und Begutachtung angemessen spezialisierte und kompetente Anlaufstellen zu schaffen.

Die Universitätsmedizin war mit dem multidisziplinären Profil der erst vor fünf Jahren unter Direktor Prof. Dr. Jens Wiltfang neu eingerichteten Sexualambulanz wegweisend für eine adäquate Gesundheitsversorgung. Diese viel genutzte und geschätzte Einrichtung nun wieder zu schließen, bringt trans* Personen und viele andere in eine völlig unnötig komplizierte Situation!

Dr. Jörg Signerski-Krieger hatte sich als Mitarbeiter des Universitätsklinikums Göttingen in diesem Bereich sehr verdient gemacht. Seit seinem Weggang Ende vergangenen Jahres ist seine Stelle unbesetzt. Diese Leerstelle ist für viele trans* Personen in Göttingen und der Umgebung – und nicht nur für sie – spürbar.

Umso beachtlicher finden wir das Engagement von Dr. Heike Anderson-Schmidt, die die gute Arbeit in der Ambulanz für Sexualmedizin und Sexualtherapie seitdem mit großem Einsatz und großer Expertise weiterführt. Sie erbringt enorme Leistungen darin, den Weggang ihres Kollegen zu kompensieren. Dennoch übersteigt der Bedarf an sexualtherapeutischer Begleitung und Begutachtung in Göttingen schon jetzt die Kapazitäten der Ambulanz. Die Nachricht, dass die letzte verbleibende Stelle dort ausläuft und die weitere Besetzung der Ambulanz ungewiss ist, finden wir daher äußerst besorgniserregend.

Das Universitätsklinikum hat mit der Ambulanz für Sexualmedizin und Sexualtherapie eine exzellente Versorgungsstruktur für eine Vielzahl von trans* und anderen Menschen geschaffen. Mit Dr. Signerski-Krieger und Dr. Anderson-Schmidt war bzw. ist diese Struktur hervorragend besetzt.

Der Wegfall der Expertise in der Ambulanz wäre für die Lebensqualität und Gesundheitsversorgung in Göttingen ein großer Verlust, längst nicht nur, aber insbesondere für trans* Personen.

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Why people sign

  • Julia Tetzler Nörten-Hardenberg

    14 h. ago

    weil meine eigene tochter betroffen ist

  • 15 h. ago

    Human Rights

  • 3 days ago

    Ich habe Freunde in der Gegend für die es der einzig gute Anlaufpunkt ist. Es ist mir wichtig daß dieser erhalten bleibt.

  • 3 days ago

    Wg meiner Tochter die in Göttingen lebt und deren sowie auch meinen Freunden die so eine Anlaufstelle benötigen, die ihnen halt gibt und deren Leben in Zukunft besser zu machen

  • 3 days ago

    Weil unsere Verfassung in Geist und Wort fordert, dass ein*e jede*r sich persönlich entfallen könne, auch wenn damit nicht gesellschaftlichen Vorstellungen des Normalen entsprochen wird. Dem sollten nicht unnötig Steine in den Weg gelegt werden.

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