Sicherstellung der Basisnotfallversorgung in Norden/Ostfriesland

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an:
Niedersächsischer Landtag

7.124 Unterschriften

Der Petition wurde nicht entsprochen

7.124 Unterschriften

Der Petition wurde nicht entsprochen

  1. Gestartet 2023
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 26.01.2024
  4. Dialog
  5. Beendet

Petition richtet sich an: Niedersächsischer Landtag

Ich unterstütze mit meiner Unterschrift die Petition an den Niedersächsischen Landtag:
Sicherstellung der Basisnotfallversorgung in Norden/Ostfriesland
Wir bitten den Petitionsausschuss, sich dafür einzusetzen, die Notfallversorgung für die Menschen im Altkreis Norden für die Jahre bis zur Inbetriebnahme der Zentralklinik in Uthwerdum im bestehenden Krankenhaus Norden zu sichern. Um unnötiges Leid der Bevölkerung oder gar Fälle mit Todesfolge zu vermeiden, muss der Landkreis Aurich sicherstellen, dass die Versorgung in Norden mindestens so gut ist, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) es zur Basisnotfallversorgung vorschreibt.

Begründung

Die Trägergesellschaft der Kliniken Aurich-Emden-Norden mbH, ANEVITA, baut im Auftrag des Krankenhausträgers Landkreis Aurich entgegen dem Gebietsänderungsvertrag seit dem 1. Juli 2023 das Krankenhaus Norden gegen den einstimmigen Willen des Norder Stadtrates, der Norder Ärzteschaft und großer Teile der Bevölkerung zu einem Regionalen Gesundheitszentrum (RGZ) mit eingeschränkten Öffnungszeiten ohne intensivmedizinische Notfallversorgung um. Folgen: Rettungswagen könnten wegen oft gleichzeitig abgemeldeter Intensivstationen in Aurich und Emden weiter entfernte Kliniken nicht rechtzeitig erreichen. Krankenhausärzte und der kurz gehaltene Rettungsdienst sind gezwungen, auszusortieren, wer transportiert und wer behandelt wird (Triage), was für alle Beteiligten unzumutbar ist.
Von der Schließung des KH Norden und damit der Schließung der intensivmedizinischen Notfallversorgung sind laut dem Verband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mehr als 51.000 Menschen betroffen, wobei der Bedarf bis zum Jahre 2030 um 18% gegenüber 2019 steigt.
Die ausführliche Petitionsbegründung lesen Sie auf der Site www.aktionsbuendnis-norden.de/petition
Wer sich an Aktionen des Bündnisses beteiligen möchte, meldet sich hier.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 05.09.2023
Sammlung endet: 04.12.2023
Region: Landkreis Aurich
Kategorie: Gesundheit

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Petition,

    rund 7.000 Menschen haben mit ihrer Unterschrift deutlich gemacht, dass sie eine verlässliche wohnortnahe medizinische Versorgung für Norden und das Norderland erwarten. Dieses Anliegen ist nach der Schließung der stationären somatischen Versorgung in Norden nicht erledigt. Im Gegenteil: Bis zur Inbetriebnahme der Zentralklinik in drei bis vier Jahren brauchen die Menschen möglichst schnell konkrete Verbesserungen vor Ort.
    Deshalb hat der Förderverein der UEK Norden die Kandidaten für das Amt des Landrats gefragt, was sie innerhalb der ersten 100 Tage und der ersten sechs Monate ihrer Amtszeit konkret zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Norderland tun wollen.
    Grundlage waren fünf Erwartungen: ein verbindliches Versorgungskonzept für Norden und das Norderland, Transparenz und notwendige Verbesserungen beim Rettungsdienst, ein Zukunftskonzept für das Regionale Gesundheitszentrum (RGZ) und den Gesundheitsstandort Norden, bessere Patientensteuerung und Erreichbarkeit sowie konkrete Maßnahmen gegen den Ärzte- und Fachkräftemangel.
    Dr. Edith Ulferts, Detlev Krüger und Helmut Emkes haben den Fragenkatalog inhaltlich beantwortet. Olaf Wiltfang teilte mit, dass er ihn wegen seines Wahlkampfterminkalenders nicht innerhalb der gesetzten Frist beantworten könne.
    Die Antworten zeigen Gemeinsamkeiten, aber auch deutliche Unterschiede:

    • Dr. Edith Ulferts will die beteiligten Akteure zusammenbringen und einen Maßnahmenplan erarbeiten. Als besondere Priorität für die ersten 100 Tage nennt sie eine verlässliche Notfallversorgung auch am Wochenende.
    • Detlev Krüger kündigt unter anderem eine Bestandsaufnahme des Rettungsdienstes seit 2022 sowie konkrete Maßnahmenpläne mit Zuständigkeiten und Zeitvorgaben an. Seine Priorität für die ersten 100 Tage ist der Beginn eines verbindlichen Strategie- und Maßnahmenprozesses für die Gesundheitsversorgung.
    • Helmut Emkes will unter anderem einen öffentlichen Rettungsdienst-Transparenzbericht, ein Masterkonzept für den Gesundheitsstandort Norden und konkrete Maßnahmen zur Ärztegewinnung auf den Weg bringen. In den ersten 100 Tagen will er vorrangig ein bedarfsorientiertes Patienten-Shuttle und Rücktransportsystem angehen. Seine Antwort sieht dazu insbesondere flexible Bedarfsverkehre für Menschen vor, die nachts nach einer Behandlung in Aurich oder Emden nicht nach Hause kommen können.

    Der Förderverein gibt keine Wahlempfehlung. Er will vielmehr transparent machen, welche Vorstellungen und Zusagen vor der Wahl schriftlich festgehalten worden sind. Die vollständigen Antworten der Kandidaten und unsere vergleichende Übersicht werden deshalb hier zur Verfügung gestellt. Auch die ostfriesischen Zeitungen sind heute mit gleichem Inhalt informiert worden.
    Für uns und den Förderverein endet das „Norder Gesundheitsversprechen“ nicht mit der Wahl.
    Nach 100 Tagen und erneut nach sechs Monaten werden wir Bilanz ziehen: Was wurde begonnen? Welche Zusagen wurden umgesetzt? Wo hat sich die Versorgung für die Menschen tatsächlich verbessert – und wo besteht weiterhin Handlungsbedarf?
    Die Bürgerinnen und Bürger, die unsere Petition unterstützt haben, haben einen klaren Auftrag mitgegeben: Die medizinische Versorgung im Norderland darf nicht aus dem Blick geraten. Wir werden deshalb auch nach der Wahl aufmerksam und konstruktiv verfolgen, was aus den jetzt abgegebenen Zusagen wird.
    Vielen Dank, dass Sie unser gemeinsames Anliegen weiterhin unterstützen.

    Mit besten Grüßen
    Walter Zuber

    Links zur Auswertungsmatrix des UEK-Fördervereins und zu den Originalantworten der Kandidatin und der Kandidaten:
    https://foerderverein-uek-norden.de/wp-content/uploads/Matrix-der-schriftlichen-Antworten-Norder-Gesundheitsversprechen-2026-.pdf
    https://foerderverein-uek-norden.de/wp-content/uploads/Norder-Gesundheitversprechen-2026_Helmut-Emkes.pdf
    https://foerderverein-uek-norden.de/wp-content/uploads/NorderGesundheitsversprechen2026-Edith-Ulferts.pdf
    https://foerderverein-uek-norden.de/wp-content/uploads/Norder-Gesundheitsversprechen-Olaf-Wiltfang.pdf
    https://foerderverein-uek-norden.de/wp-content/uploads/NorderGesundheitsversprechen2026-Detlev-Krueger.pdf

  • Moin liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bei unserer gestrigen Veranstaltung zur Zukunft der Gesundheitsversorgung im Norderland spielte auch die Frage eine wichtige Rolle, ob und in welchem Umfang der Rettungsdienst nach der Schließung der Notaufnahme des Norder Krankenhauses zum 1. Juli 2023 verstärkt worden ist. Die PDF enthält die Stellungnahme des UEK Fördervereins dazu.

  • Förderverein fragt Landratskandidaten: Wie soll die medizinische Versorgung im Norderland künftig aussehen?
    Öffentliche Kandidatendiskussion am Donnerstag – konkrete Antworten zu Notfallversorgung, Rettungsdienst und ambulanter Versorgung erwartet
    Drei Jahre nach der Schließung der Grundversorgung am Krankenhaus-Standort Norden sind wichtige Fragen zur medizinischen Versorgung im Norderland weiterhin offen. Wie soll eine verlässliche Notfallversorgung für die Menschen in Norden und Umgebung gewährleistet werden? Welche Rolle soll das Regionale Gesundheitszentrum (RGZ) künftig übernehmen? Reichen die Kapazitäten des Rettungsdienstes und der Krankenhäuser in Aurich und Emden aus, den Wegfall der Notaufnahme in Norden aufzufangen? Und wie kann verhindert werden, dass sich die ambulante fachärztliche Versorgung weiter verschlechtert?
    Diese Fragen will der Förderverein der UEK Norden am kommenden Donnerstag, 20. August 2026, von 19:00 bis 21:00 Uhr im Forum der KVHS Norden mit den Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Landrats diskutieren, hart, aber fair. In einer ländlichen Region wie dem Landkreis Aurich hat ein Landrat als Hauptverwaltungsbeamter greifbare, operative Aufgaben, wenn ein Mangel an Praxen und lange Wege die medizinische Daseinsvorsorge gefährden. Da der Landrat Chef der Verwaltung ist, kann er gezielt finanzielle und strukturelle Hebel in Bewegung setzen, um das lokale Angebot zu verbessern. Ist der Landkreis gar Träger oder Gesellschafter eines Krankenhausstandorts, hat der Landrat direkten Einfluss auf die strategische Ausrichtung, Kooperationen und Geschäftspolitik des Krankenhauses.
    Für den Förderverein geht es dabei nicht um allgemeine Bekenntnisse zu einer guten Gesundheitsversorgung, sondern um möglichst konkrete Antworten auf Fragen, die den Alltag vieler Menschen im Norderland unmittelbar betreffen. Deshalb werden zu jedem Themenblock einführend Betroffene gehört.
    „Die Menschen müssen vor der Landratswahl wissen, welche Vorstellungen die Kandidatinnen und Kandidaten für die medizinische Versorgung unseres Raumes haben“, erklärt der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Axel Schönian. „Uns interessiert deshalb nicht nur, was grundsätzlich wünschenswert wäre. Wir möchten wissen, was die Kandidaten konkret verändern wollen und wofür sie als Landrat Verantwortung übernehmen werden.“
    Dabei geht es auch um die Frage, wie die medizinische Versorgung in einem Flächenlandkreis organisiert werden kann, wenn zentrale Krankenhausleistungen an wenigen Standorten konzentriert werden.
    Die Diskussion soll den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit geben, die unterschiedlichen Konzepte der Landratskandidatinnen und -kandidaten unmittelbar miteinander zu vergleichen und eigene Fragen einzubringen.
    Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.
    Der Förderverein lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Norden und dem Norderland zur Teilnahme ein.

Seit dem Zusammenschluß der Landkreise Aurich und Norden wird unsere Stadt ständig vernachlässigt. Offenbar sind die Auricher überfordert und wir sollten wieder den alten Zustand herstellen. Immer größer, weiter, höher hat sich nicht bewährt. Die Anonymität lädt außerdem zu Korruption ein. Wenn wir die Touristen nicht hätten in Norden, würde es hier düster aussehen. Aber die Küste können uns die Auricher nicht nehmen.

Noch kein CONTRA Argument.

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