Neuigkeiten
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Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition
am 21.08.2026Moin liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bei unserer gestrigen Veranstaltung zur Zukunft der Gesundheitsversorgung im Norderland spielte auch die Frage eine wichtige Rolle, ob und in welchem Umfang der Rettungsdienst nach der Schließung der Notaufnahme des Norder Krankenhauses zum 1. Juli 2023 verstärkt worden ist. Die PDF enthält die Stellungnahme des UEK Fördervereins dazu.
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Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition
am 19.08.2026Förderverein fragt Landratskandidaten: Wie soll die medizinische Versorgung im Norderland künftig aussehen?
Öffentliche Kandidatendiskussion am Donnerstag – konkrete Antworten zu Notfallversorgung, Rettungsdienst und ambulanter Versorgung erwartet
Drei Jahre nach der Schließung der Grundversorgung am Krankenhaus-Standort Norden sind wichtige Fragen zur medizinischen Versorgung im Norderland weiterhin offen. Wie soll eine verlässliche Notfallversorgung für die Menschen in Norden und Umgebung gewährleistet werden? Welche Rolle soll das Regionale Gesundheitszentrum (RGZ) künftig übernehmen? Reichen die Kapazitäten des Rettungsdienstes und der Krankenhäuser in Aurich und Emden aus, den Wegfall der Notaufnahme in Norden aufzufangen? Und wie kann verhindert werden, dass sich die ambulante fachärztliche Versorgung weiter verschlechtert?
Diese Fragen will der Förderverein der UEK Norden am kommenden Donnerstag, 20. August 2026, von 19:00 bis 21:00 Uhr im Forum der KVHS Norden mit den Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Landrats diskutieren, hart, aber fair. In einer ländlichen Region wie dem Landkreis Aurich hat ein Landrat als Hauptverwaltungsbeamter greifbare, operative Aufgaben, wenn ein Mangel an Praxen und lange Wege die medizinische Daseinsvorsorge gefährden. Da der Landrat Chef der Verwaltung ist, kann er gezielt finanzielle und strukturelle Hebel in Bewegung setzen, um das lokale Angebot zu verbessern. Ist der Landkreis gar Träger oder Gesellschafter eines Krankenhausstandorts, hat der Landrat direkten Einfluss auf die strategische Ausrichtung, Kooperationen und Geschäftspolitik des Krankenhauses.
Für den Förderverein geht es dabei nicht um allgemeine Bekenntnisse zu einer guten Gesundheitsversorgung, sondern um möglichst konkrete Antworten auf Fragen, die den Alltag vieler Menschen im Norderland unmittelbar betreffen. Deshalb werden zu jedem Themenblock einführend Betroffene gehört.
„Die Menschen müssen vor der Landratswahl wissen, welche Vorstellungen die Kandidatinnen und Kandidaten für die medizinische Versorgung unseres Raumes haben“, erklärt der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Axel Schönian. „Uns interessiert deshalb nicht nur, was grundsätzlich wünschenswert wäre. Wir möchten wissen, was die Kandidaten konkret verändern wollen und wofür sie als Landrat Verantwortung übernehmen werden.“
Dabei geht es auch um die Frage, wie die medizinische Versorgung in einem Flächenlandkreis organisiert werden kann, wenn zentrale Krankenhausleistungen an wenigen Standorten konzentriert werden.
Die Diskussion soll den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit geben, die unterschiedlichen Konzepte der Landratskandidatinnen und -kandidaten unmittelbar miteinander zu vergleichen und eigene Fragen einzubringen.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.
Der Förderverein lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Norden und dem Norderland zur Teilnahme ein. -
Demonstration für Notfallversorgung in Norden
am 23.10.2025Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition,
das Engagement für den Erhalt der Notfallversorgung in Norden geht weiter. Das Aktionsbündnis hat sich aufgelöst, der Förderverein der UEK Norden ist an seine Stelle getreten. Ich gebe Ihnen den leicht gekürzten Aufruf zur Demonstration am kommenden Samstag zur Kenntnis:
"Das Regionale Gesundheitszentrum (RGZ) mit seiner bestehenden Notfallambulanz in Norden steht ab dem 1. Januar 2026 vor einer finanziellen Unsicherheit, die die gesamte medizinische Versorgung der Region in Gefahr bringen könnte. Trotz Berichterstattung, die suggeriert, die Finanzierung sei bereits gesichert, bleibt die Förderzusage des Landes unter dem Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit.
Das RGZ als Einrichtung, die an die Stelle des ehemaligen Krankenhauses getreten ist, kann mit seinen Leistungsangeboten keine Überschüsse erwirtschaften. Grund dafür sind die bestehenden gesetzlichen Regelungen für die Finanzierung dieser Versorgungseinrichtungen, einer Mischung aus stationären und ambulanten Leistungen. Sie führen dazu, daß alle niedersächsischen RGZ defizitär sind und auf dauerhafte Zuschüsse angewiesen sind. Ohne die bis Ende 2025 befristeten Fördermittel schreibt das RGZ Norden zwangsläufig rote Zahlen. Der Landkreis als Träger ist grundsätzlich nicht bereit, selbst Zuschüsse für eine dauerhafte Fortsetzung des Betriebs zu garantieren. Er verweist auf die Absichtserklärung des Landes.
„Es wird aktuell der Eindruck erweckt, dass die Finanzierung des Gesundheitszentrums durch die
Absichtserklärung des Landes bereits in trockenen Tüchern sei. Was dabei nicht thematisiert wird, ist der Wirtschaftlichkeitsvorbehalt. Er bedeutet nämlich, dass die Förderung gestrichen werden kann, wenn Verluste entstehen. Angesichts der tatsächlichen finanziellen Situation stellt die Aussicht auf Landesmittel unter diesem Vorbehalt eine trügerische Sicherheit für die Zukunft unserer Gesundheitsversorgung in Norden dar“, erklärt der Förderverein UEK Norden. „Die Existenz des RGZ muß dauerhaft durch Zuschüsse des Trägers (oder alternativ durch Landesmittel ohne Wirtschaftlichkeitsvorbehalt) gesichert werden!“
Erst kürzlich wurde die Abteilung Schmerztherapie am RGZ Norden aufgelöst und die Patienten nach Aurich bzw. Emden verwiesen. Auch die Leistungsangebote am RGZ fallen ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Versorgungsbedarf vor Ort einer Zentralisierung zum Opfer. Auf dem Weg zur Zentralklinik werden seit Jahren insbesondere am „Altstandort Norden“ die bestehenden medizinischen Angebote als unwirtschaftliche Parallelstrukturen wegrationalisiert.
„Gesundheit darf nicht weggespart werden!“, fordert der Förderverein, der sich gemeinsam mit einer breiten Unterstützergruppe für den Erhalt des RGZ stark macht. „Wir stehen ein für eine wohnortnahe, sichere medizinische Versorgung – mit einer Notaufnahme rund um die Uhr, einer verlässlichen Grundversorgung und klarer politischer Verantwortung. "Gesundheitsfürsorge ist alternativlos.“
In Reaktion auf die unsichere Zukunft des Regionalen Gesundheitszentrums ruft der Förderverein zu einer Demonstration am 25. Oktober 2025 auf. Start um 10:00 Uhr. Sammelpunkt ist der Popke-Fegter-Platz (Vorplatz Norder Tor). Ziel ist es, ein klares Zeichen für den Erhalt des RGZ zu setzen und die Verantwortlichen dazu zu bewegen, die Schließung zu verhindern.
Der Förderverein fordert von den zuständigen politischen Entscheidungsträgern mindestens:
1. Dauerhafte Sicherstellung des RGZ-Betriebs durch eine verbindliche und unbefristete Zusage zur
Übernahme der Defizite–so, wie es bei den zweistelligen Millionendefiziten der UEK immer gemacht
wird
2. Ausbau der Notfallambulanz zu einem 7*24 verfügbaren Leistungsangebot in Norden
3. Planung und Erweiterung der ambulanten Angebote am Standort des ehemaligen KH Norden statt
weiterer Ausdünnung mit Verlagerung nach Aurich und Emden
4. Sicherstellung eines chirurgischen Angebots inklusive niedrigschwelliger OPs und Öffnung des RGZ für
Belegbettennutzung durch Fachärzte in Norden
5. Fortsetzung der ambulant-stationären Angebote des Projekts StataMed in Kooperation mit der
niedergelassenen Ärzteschaft
6. Transparenz: Klarheit über die finanzielle Situation des Krankenhauses und vorbehaltlose
Förderzusage.
7. Nachhaltige Planung: Langfristige und stabile Lösungen für den Erhalt der medizinischen Versorgung in
Norden.
8. Politische Verantwortung: Die Sicherstellung einer zuverlässigen und wohnortnahen
Gesundheitsinfrastruktur für die Bevölkerung der Region.
Der Förderverein ruft alle Bürgerinnen und Bürger von Norden und Umgebung dazu auf, sich an der Demonstration zu beteiligen und die Forderungen nach einer sicheren und langfristigen
Gesundheitsversorgung zu unterstützen."
Walter Zuber