Region: Germany
Education

Sinnvolles Unterrichtskonzept statt Schulchaos mit Corona-Übertragungen

Petition is directed to
Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
27 Supporters 27 in Germany
Collection finished
  1. Launched 15/12/2020
  2. Collection finished
  3. Prepare submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Die Unterzeichner/innen dieser Online-Petition fordern deutschlandweit ein schlüssiges, planbares und mittelfristig (bis zum Ende des Schuljahres 2020/21) umzusetzendes Konzept zur Beschulung der Schülerinnen (insb. der Sek. 1 und 2) in der aktuellen (Corona-)Lage.

Ein solches Konzept hat als zentrale Merkmale,…

  1. …dass die Größe der Lerngruppen/Klassen maximal ca. 15 Schülerinnen und Schülern betragen darf, nicht zuletzt um die Einhaltung der Mindestabstände zu gewährleisten;
  2. ...dass eine angemessene Belüftung in den Unterrichtsräumen sicherzustellen ist und
  3. daher eine allgemeine Vorschrift zum Tragen von Masken während des Unterrichts nicht notwendig ist sowie
  4. ...dass im zweiten Schulhalbjahr - also möglichst ab Februar 2021 - täglicher Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler stattfindet.

Wir rufen die Kultusministerien der Länder dazu auf – unter der koordinierenden Leitung der Kultusministerkonferenz und angemessener Einbeziehung der Betroffenen, d.h. der Vertretungen der Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen – baldmöglichst ein konkretes Umsetzungskonzept für diese Beschulung zu erarbeiten und zu beschließen.

Reason

Aus Sichtweise der Unterzeichner/innen dieser Petition ist die bisherige Vorgehensweise zur Beschulung in der noch immer bestehenden Corona-Lage relativ „chaotisch“: Sie ist unschlüssig, setzt falsche Schwerpunkte und wird den vielfältigen Bedürfnissen der Beteiligten und der Gesellschaft nur sehr eingeschränkt gerecht.

Dagegen sind die o.g. zentralen Konzeptmerkmale dadurch gekennzeichnet, dass...

...sie - insbesondere bei der verantwortungsvollen Beachtung der Abstandsregeln - einerseits die Gefahren von Coronavirus-Übertragungen in Schulen wirkungsvoll reduzieren. Denn durch die kleinen Lerngruppen und die damit verbundene enorm reduzierte Schüler/innenzahl, die sich gleichzeitig im Schulgebäude und -gelände aufhält und auf Schulwegen unterwegs ist, wird das Einhalten von Abständen als wichtigste aller Corona-Präventionsregeln besser als bisher ermöglicht.

Auf die Verpflichtung zum Tragen von Masken im Unterricht - mit den damit verbundenen Nachteilen in vielfacher Hinsicht - kann daher verzichtet werden. Andererseits werden durch die tägliche Präsensunterrichtszeit aller Schüler/ innen eine kontinuierliche Beschulung und der damit verbundene schulische Lernfortschritt besser sichergestellt als bei vielen anderen bisher favorisierten Beschulungsmodellen.

Die allgemeine Erfahrung von Unterricht in kleineren Lerngruppen, anstatt in überfüllten Klassenräumen mit bis zu dreißig Schüler/innen, zeigt zudem, dass die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht sowie die damit verbundene Förderung und in der Regel auch der Lernerfolg steigen.

So erscheint es in diesem „Corona-Schuljahr“ aufgrund der eingeschränkten Raum-, Zeit- und Lehrkräftekapazitäten geboten, dass die von Februar bis Juni/Juli 2021 zu erteilende tägliche Unterrichtszeit (im Vergleich zum Regelunterricht nach bestehenden Stundentafeln) etwas reduziert wird.

Zum Beispiel könnten ca. fünf Unterrichtsstunden täglich vorgesehen werden, die in zwei getrennten Zeitfenstern A und B erteilt werden könnten:

A Vormittag (8:00-12:30 Uhr) und B Nachmittag (Februar-April: 13:00-17:30 Uhr) bzw. Nachmittag + früher Abend (Mai-Juli/August: 15:00-19:30 Uhr)

Mit der in diesem Schuljahr reduzierten Präsenzunterrichtszeit verbunden sind auch die auf dieses Schuljahr bezogenen (Abschluss-) Prüfungsanforderungen entsprechend anzupassen.

Abbildung: Nutzung mit freundlicher Genehmigung von Thomas Plaßmann. (HLZ der GEW Hessen, 12.2020, S.7)

Thank you for your support, Jürgen Rentz und Felix Schütze from Obertshausen
Question to the initiator

Es war Monate lang Zeit, angepasste Unterrichtskonzepte zu gestalten, die Schulunterricht mit sehr geringen Infektionsrisiken ermöglichen. Stattdessen stehen wir nun gefühlt am gleichen Punkt wie vor 9 Monaten als hätte sich nichts in der Zeit getan. Die digitale Plattform war gleich am ersten Tag überlastet. Unterricht per Videokonferenz funktioniert nicht, das weiß jeder, der schon man an einer solchen mit mehr als ca. 6 Personen teilgenommen hat, abgesehen davon haben viele Schüler keine ausreichende technische Ausstattung. Es muss mehr als nur 2 Wochen im Voraus geplant werden.

No CONTRA argument yet.

More on the topic Education

Help us to strengthen citizen participation. We want your petition to get attention and stay independent.

Donate now

openPetition international