Unsere Forderung: auf der Ratzeburger Allee zwischen Mühlentorkreisel und Bahnübergang sollen zwei der vier Fahrstreifen als Radstreifen markiert werden, so wie bereits auf der Kanalstraße und an der Untertrave.

Begründung

Mit der Fertigstellung des letzten Bauabschnitts der B207neu zwischen Lübeck und Pogeez im nächsten Jahr sollen die vom Verkehrslärm geplagten Anwohner der bisherigen Trasse (Ratzeburger Allee - Groß Grönau - Pogeez) erheblich entlastet werden. Auf der Ratzeburger Allee werden dann keine 4 Fahrstreifen für Autos mehr nötig sein (Verkehrsentwicklungsplan Lübeck, 1999).

Eine kostengünstige Variante des im Verkehrsentwicklungsplan beabsichtigten Rückbaus der Ratzeburger Allee besteht darin, die vierstreifige Fahrbahn zwischen dem Bahnübergang und dem Mühlenteller auf je einen Fahrstreifen pro Richtung zu reduzieren. Die beiden freigewordenen Fahrstreifen werden als Radstreifen markiert. Der Radverkehr wird auf die Straße verlagert, und Autofahrer haben einen stärkeren Anreiz, die immissionsärmere B207neu zu nutzen.

Auf der Fahrbahn markierte Radstreifen bringen eine Reihe von Vorteile mit sich:

  • Radfahrende auf Radstreifen werden auf der Fahrbahn von Autofahrern besser wahrgenommen.

  • In Einmündungsbereichen und an Kreuzungen bieten Radstreifen für Radfahrende und Autoverkehr mehr Sicherheit.

  • Die Sicherheit ist auch dadurch höher, dass die Zahl der „Geisterradler“ auf Radstreifen geringer ist als auf herkömmlichen Radwegen.

  • Die breiten Radstreifen bieten der zunehmenden Zahl von Radfahrenden ausreichend Platz. Für die vielen Radfahrer, die die Ratzeburger Allee täglich nutzen, ist die gegenwärtige Situation unbefriedigend. Vor allem stadteinwärts ist der Radweg sehr eng und in einem baulich schlechten Zustand.

  • Auf Radstreifen kann gefahrlos überholt und eine höhere Geschwindigkeit erzielt werden, auch durch Pedelecs.

  • Es wäre damit möglich, mehr Pendler fürs Radfahren zu begeistern, insbesondere zwischen der Innenstadt und dem Hochschulcampus mit Tausenden von Studierenden und Beschäftigten.

  • Durch eine Begrenzung des Autoverkehrs auf eine Spur je Richtung wird die Geschwindigkeit der Autos und damit ihr Lärm- und Schadstoffausstoß geringer. Dies kommt den Anwohnern und nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern zugute.

  • Die unfreundliche Wirkung der Ratzeburger Allee als eine den Stadtteil St. Jürgen zerteilende Schneise wird abgeschwächt und der Stadtteil aufgewertet.

In Lübeck sind auf der Kanalstraße und an der Untertrave in den letzten Jahren mit der Markierung von Radstreifen bereits gute Erfahrungen gemacht worden.

Die Bewohner/innen von St. Jürgen haben bei verschiedenen Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung (u.a. Integriertes Stadtentwicklungskonzept 2009, ZukunftsWerkStadt 2013) einer Herabsetzung der Belastung der Ratzeburger Allee durch den Autoverkehr gefordert.

Deshalb: Der Umbau der Radwege in der Ratzeburger Allee ist ein wichtiger und kostengünstiger Schritt auf dem Weg zu einem umweltfreundlicheren Verkehr in Lübeck.

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 24 Monate nach dem Einreichen der Petition keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition davon aus, dass die Bearbeitungsfrist des zuständigen Ausschusses bzw. des Empfängers abgelaufen ist.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Radstreifen auf der Ratzeburger Allee,

    die Lübecker Nachrichten haben aktuell eine Online-Umfrage aufgeschaltet mit der Frage: "Sollte die Ratzeburger Allee einen extra Radstreifen bekommen?"

    Zu finden auf der Startseite www.ln-online.de/ --> Umfrage-Kasten rechts, etwas weiter unten.

    Bitte klicken und Information gerne an Ihre Verteiler weiterleiten!

    Vielen Dank und schöne Grüße,

    Ihr Radstreifen-Team

    radstreifen@gmx.de

  • Am 29. Juni wurden die Unterschriften für die Initiative "Spurwechsel" an die Stadtverwaltung überreicht. Insgesamt 2080 Unterstützerinnen und Unterstützer haben die Petition unterschrieben. An der Ratzeburger Allee haben wir uns mit Karsten Schröder, dem Leiter des Bereiches Stadtplanung und Bauordnung, und Nils Weiland, dem Fahrradbeauftragten der Hansestadt Lübeck getroffen. Die Presse war auch dabei, und es wurde angeregt über Argumente zum Radstreifen, dessen Kosten und auch schon über eine mögliche Farbgebung diskutiert. Herr Schröder und Herr Weiland stehen der Idee grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Sie haben uns zugesichert, die Idee in die Verwaltung hineinzutragen.

    Wir hoffen, dass mit der Unterschriftensammlung eine grundsätzliche Untersuchung und auch eine konkrete Planung von Radstreifen auf der Ratzeburger Allee angestoßen wird. Ein Folgetreffen wurde bereits vereinbart. Wir freuen uns auf einen konstruktiven Dialog, bleiben am Ball und werden berichten!

    Ein paar Fotos von der Übergaben finden Sie unter
    de-de.facebook.com/radstreifenratzeburgerallee (kein Facebook-Konto nötig).

    Die Lübecker Nachrichten und HL-live berichteten, und wir hoffen, dadurch weitere Aufmerksamkeit und Unterstützung für diese Idee zu bekommen:
    www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/St.-Juergen/Bekommt-die-Ratzeburger-Allee-einen-Radstreifen
    www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=99928

    Auf diesem Weg Ihnen allen einen herzlichen Dank für Ihre Unterschrift!

    Viele Grüße von der "Spurwechsel"-Initiative

    radstreifen@gmx.de

Pro

Zu den Stoßzeiten morgens und Mittags ist der vorhandene Radweg schon vor 25 Jahren zu schmal gewesen. Hier fahren Schüler und Berufstätige schon parallel auf dem Gehweg und gefährden sich selbst und andere. Als Schüler bin ich vor 25 Jahren hier selbst oft Kollisionen ausgesetzt gewesen, die man als junger Mensch wegstecken konnte, heute wäre ich wohl teils schwer verletzt, wenn ich derartige Stürze noch einmal erlebte.

Contra

Zunächst sollte noch einmal geprüft werden wie stark der Autoverkehr in dieser Straße abgenommen hat. Hier gibt es sicherlich Zahlen von offizieller Seite. Sollte der Verkehr so stark abgenommen haben, dass eine Spur der Straße umgewitmet werden kann, ist die Frage ob dies unbedingt in Form einer Fahrradspur erfolgen sollte. Letztendlich ist das Fahrrad ein Verkehrsträger der nicht allen teilen der Bevölkerung dient im Winter ist die Nutzung auch nicht unbedingt angenehm. Vielleicht wäre eine Busspur wesentlich sinnvoller? Im schlimmsten Falls stehen die Busse zusammen mit den Autos im Stau.