In den nächsten Tagen wird im Hauptausschuss der Stadt Kleve über Pro und Contra Montessori-Pädagogik an der Klever Spyckschule entschieden. Viele Eltern von Schülern, die bereits die Spyckschule besuchen wie auch solche, die vor der Entscheidung stehen, ihr Kind für das kommende Schuljahr dort anzumelden, stehen den Plänen skeptisch bis völlig abweisend gegenüber. Wir, die Eltern, fühlen unsere Interessen verraten. Zum einen nämlich ist der Zeitpunkt der Bekanntgabe der Pläne denkbar ungünstig: Eltern aus dem Einzugsgebiet der Spyckschule, deren Kind im nächsten Jahr schulpflichtig wird, müssen sich innerhalb von vier Wochen entscheiden, ob sie ihr Kind an einer Montessori-Schule anmelden möchten - oder ob sie unter Umständen weite Wege und eine eigentlich nicht präferierte Schule wählen sollen. Des Weiteren hat ein großer Anteil der Familien im Spyckschul-Einzugsgebiet einen Migrationshintergrund. Hier ist es zweifelhaft, ob die Eltern sich der Konsequenzen einer Montessori-Pädagogik für ihre Kinder in vollem Umfang bewusst sind. Schicken solche Familien ihre Kinder zur Spyckschule, ohne sich mit dem Prinzip auseinandergesetzt zu haben, droht ein Scheitern der Montessori-Pädagogik am Standort, Montessori würde ad absurdum geführt. Notwendige Investitionen werden an der Spyckschule bis zum geplanten Umbau zur endgültigen Montessori-Schule zurück gehalten: Die Kinder werden noch einige Jahre in einer renovierungsbedürftigen Schule unterrichtet. Wir Eltern fragen uns, wieso nicht die Luther-Schule zur Montessori-Schule umfunktioniert wird. Das im Vordergrund stehende Kriterium der zentralen Lage wäre erfüllt - und zudem hätte Kleve als Kreisstadt dann mit der Spyckschule immer noch eine Regelschule im Stadtgebiet. Wir Eltern haben den Eindruck, dass die Stadt Kleve die Interessen der Montessori-Kinder vor diejenigen unserer Regelschul-Kinder stellt.

Wir fordern somit, dass der Hauptausschuss und in der Folge der Rat der Stadt Kleve gegen die Umfunktionierung der Spyckschule zur Montessori-Schule stimmen! Wir möchten die Spyckschule als Regelschule erhalten! Wir möchten nicht, dass das Lehrerkollegium zur Montessori-Fortbildung - oder eben zur Wegbewerbung an einen anderen Standort - gezwungen wird!

Begründung

Unsere Kinder sollen weiterhin zu ihrer Schule laufen können! Wir möchten uns nicht die realitätsfernen Pläne der Stadtspitze aufzwingen lassen, die sich in ihrer auslaufenden Amtszeit offensichtlich profilieren möchte. Unsere Regelschüler sollen nicht als Schüler zweiter Wahl, als Schüler einer an der Spyckstraße auslaufenden Pädagogik, unterrichtet werden. Unsere kommenden Regelschüler sollen die Möglichkeit haben, sich an ihrer nahe liegendsten Schule anmelden zu können - und nicht an einer einige Kilometer entfernten Schule, die ohne die Montessori-Pläne nie in Betracht gekommen wäre. Wir Eltern hoffen, dass so viele Menschen wie möglich unsere Forderung unterstützen: Die Spyckschule soll Regelschule bleiben!

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Pro

Was mich interessieren würde ist, wie die nach Montessori Prinzip unterrichteten Kinder nach der vierten Klasse in Kleve unterrichtet werden. Denn ein einziger Montessorizweig auf dem Gymnasium ist ja wohl nicht ausreichend. Müssen sich die Kinder dann wieder umorientieren und sich nach vier Jahren,wenn sie keine Empfehlung fürs Gymnasium erhalten in die Strukturen der Regelschule einfügen ? Oder will man den Eltern zumuten, diese nach Krefeld oder Bochholt zu fahren,um sie weiterhin nach dem Montessoriprinzip zu unterrichten. .Also in jedem Fall eine Zumutung entweder für die Kinder oder die

Contra

Was mich interessieren würde ist, wie die nach Montessori Prinzip unterrichteten Kinder nach der vierten Klasse in Kleve unterrichtet werden. Denn ein einziger Montessorizweig auf dem Gymnasium ist ja wohl nicht ausreichend. Müssen sich die Kinder dann wieder umorientieren und sich nach vier Jahren,wenn sie keine Empfehlung fürs Gymnasium erhalten in die Strukturen der Regelschule einfügen ? Oder will man den Eltern zumuten, diese nach Krefeld oder Bochholt zu fahren,um sie weiterhin nach dem Montessoriprinzip zu unterrichten. .Also in jedem Fall eine Zumutung entweder für die Kinder oder die