Standortangelegenheiten der Bundeswehr - Konzentration der Kampfhubschrauber am Standort Roth

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Deutschen Bundestag

179 Unterschriften

Der Petition wurde nicht entsprochen

179 Unterschriften

Der Petition wurde nicht entsprochen

  1. Gestartet 2011
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Dies ist eine Online-Petition des Deutschen Bundestags.

Petition richtet sich an: Deutschen Bundestag

Der deutsche Bundestag möge eine wirtschaftliche Überprüfung der derzeitigen Kampfhubschrauberstandorte der Bundeswehr im In- und Ausland durchführen und die Stationierung aller Kampfhubschrauber Tiger der Bundeswehr aufgrund von Wirtschaftlichkeit, infrastruktureller Kapazitäten und Aufwuchs Möglichkeiten an den Fliegerhorst Roth verlegen.

Begründung

Unter dem Gesichtspunkt von Einsparungen im Haushalt ist es dem Steuerzahler nicht zuzumuten einen Standort im Ausland, hier LeLuc Frankreich, zu betreiben. Da dieser wesentlich teurer im Unterhalt (Infrastruktur) und auch den Personalkosten ist als ein vergleichbares Äquivalent in Deutschland. Wenn gleichzeitig neu modernisierte Standorte, mit besserer Infrastruktur in Deutschland vor dem Aus stehen und hier massiv Arbeitsplätze gefährdet werden. Hier kann die Deutsch-Französische Freundschaft nicht auf Kosten der Steuerzahler und Wirtschaft einer ganzen Region gehen. Auch der Standort Fritzlar, an welchem der Kampfhubschrauber Tiger derzeit stationiert ist, muss infrastrukturell überprüft werden. Welche Problematik ist bei dem niedrigen Grundwasserspiegel und auch Hochwasser vor Ort in Fritzlar bei neuen Baumassnahmen oder bestehenden Gebäuden zu sehen? Wie hoch sind die Mehrkosten um die bestehenden Neubauten gegen eventuelle Wasserschäden zu schützen und welche Baumassnahmen in welchem Umfang müssten getätigt werden um auf den Stand der Liegenschaft in Roth zu kommen? Hierbei ist die gesamte Liegenschaft in Betracht zu ziehen. Welche Liegenschaft hat das größere Potential alle der Bundeswehr verbleibenden Tiger aufzunehmen incl. Personal? In Roth wurde erst jetzt die Wartungshalle Tiger übergeben, die meines Wissens einzigartig in der BW ist. Der Kampfhubschrauber Tiger ist keine an einen Standort gebundene Immobilie. Die derzeitige Stationierung kann also nicht ausschlaggebend sein, da die Luftfahrzeuge schnell verlegt werden können. Der Standort Roth kann auch nach Wegfall der Wehrpflicht zusätzliches Personal, wie auch immer geartet, zum Bsp. für fliegerische/taktische Aus und Weiterbildung, auch zusammen mit Infanteriekräften in größerem Maße aufnehmen. Auch sprechen für den Standort Roth die räumliche Nähe zu den Standorten Illesheim, Ansbach(Zusammenarbeit US-Streitkräfte), Altenstadt und Grafenwöhr welche die Aus und Weiterbildung , Zusammenarbeit mit Transporthubschrauber/Luftlandekräften und auch die Schiessausbildung kosteneffizienter erscheinen lassen als am Standort Fritzlar. Zudem hat der Standort Roth die Nähe zum Industriestandort Donauwörth, was die Industrieinstandsetzung der Helikopter immens vereinfacht, die nötigen Flugstunden hierfür reduziert und somit Kosten spart.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 25.07.2011
Sammlung endet: 21.09.2011
Region: Deutschland
Kategorie:  

Neuigkeiten

  • Pet 1-17-14-560-025436Standortangelegenheiten der
    Bundeswehr
    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 27.06.2013 abschließend beraten und
    beschlossen:
    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden
    konnte.
    Begründung
    Der Petent fordert eine wirtschaftliche Überprüfung der derzeitigen
    Kampfhubschrauberstandorte der Bundeswehr sowie die Verlegung aller
    Kampfhubschrauber TIGER an den Fliegerhorst Roth.
    Zur Begründung wird im Wesentlichen vorgetragen, dass der Standort Roth
    gegenüber den Standorten in Le Luc (Frankreich) und Fritzlar erhebliche
    wirtschaftliche und infrastrukturelle Vorteile biete. Vor dem Hintergrund der
    Einsparungen in der Bundeswehr sei es sinnvoll, alle Kampfhubschrauber an einen
    Standort zu verlegen. Insbesondere der Standort in Frankreich koste den deutschen
    Steuerzahler viel Geld und gefährde zudem heimische Arbeitsplätze. In Fritzlar gebe
    es Probleme mit dem Grundwasserspiegel und Überschwemmungen, die dauerhaft
    zu Instandsetzungskosten führen würden. Diese gelte es genau zu untersuchen.
    Roth hingegen biete eine gut ausgestattete Infrastruktur. Dazu zähle sowohl die neue
    Wartungshalle TIGER als auch die Nähe zum Industriestandort Donauwörth.
    Hinsichtlich der weiteren Einzelheiten zu dem Vorbringen wird auf die vom Petenten
    eingereichten Unterlagen verwiesen.
    Zu dieser Petition, die auf der Internetseite des Deutschen Bundestages eingestellt
    wurde, liegen dem Petitionsausschuss 179 Mitzeichnungen und
    43 Diskussionsbeiträge vor. Es wird um Verständnis dafür gebeten, dass nicht auf
    alle Aspekte gesondert eingegangen werden kann.
    Der Petitionsausschuss hat zu der Eingabe mehrere Stellungnahmen des
    Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) eingeholt. Unter Einbeziehung der

    vorliegenden Stellungnahmen lässt sich das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung
    wie folgt zusammenfassen:
    Der Petitionsausschuss stellt fest, dass im Rahmen des neuen
    Stationierungskonzeptes der Bundeswehr das Kampfhubschrauberregiment 26 in
    Roth aufgelöst wird. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass für die künftige
    Struktur dem Heer statt bisher 80 voraussichtlich nur noch 40 Waffensysteme TIGER
    zur Verfügung stehen. In der Folge sieht die Struktur des Heeres statt zwei nur noch
    ein Kampfhubschrauberregiment vor. Ein Truppenteil dieser Größenordnung ist aus
    militärisch-funktionalen sowie aus wirtschaftlichen Gründen grundlegend
    geschlossen zu stationieren, so dass einer der beiden bisher vorgesehenen
    Standorte auszuwählen war.
    Nach Abwägung aller Fakten hat sich das BMVg für den Standort Fritzlar
    entschieden. Dabei spricht sowohl die zentrale Lage mit Drehkreuzfunktion für alle
    Hubschrauberbewegungen die deutlichen militärischen und funktionalen Vorteile
    gegenüber Roth und die Nähe zu Ausbildungs- und Übungseinrichtungen des
    Heeres für diese Entscheidung.
    Der Petitionsausschuss weist jedoch darauf hin, dass der Standort Roth weiterhin
    erhalten bleibt und die Offiziersschule der Luftwaffe dorthin verlegt wird.
    Bezüglich des Standortes in Le Luc stellt der Ausschuss fest, dass dieser nicht von
    dem neuen Konzept betroffen ist. Neben der Förderung der deutsch-französischen
    Verständigung soll durch die Zusammenarbeit auch eine Verbesserung der
    Standardisierung von Gerät und Einrichtungen erreicht werden. Nach Ansicht des
    Ausschusses ist dies vor dem Hintergrund der immer komplexer werdenden
    Anforderungen an die Bundeswehr, wie z. B. in den Auslandseinsätzen, und
    zunehmender internationaler und europäischer Kooperation zu begrüßen. Ferner ist
    in Le Luc ohne großen Aufwand und kostspieligen Verlegungsphasen neben den
    fliegerischen Grundverfahren auch das Fliegen bei hohen Temperaturen und
    Schulschießbetrieb mit dem TIGER möglich.
    Der Petitionsausschuss hat Verständnis für die geäußerten Sorgen bezüglich der
    Umstrukturierung der Bundeswehr. In diesem Zusammenhang weist der Ausschuss
    darauf hin, dass die Grundlage für die Umstrukturierung der Bundeswehr veränderte
    sicherheitspolitische Rahmenbedingungen sind, die neue Anforderungen an die
    Bundeswehr stellen. Ziel der Neuausrichtung ist die Anpassung an diese
    Rahmenbedingungen. Der Ausschuss stellt darüber hinaus fest, dass die

    Standortentscheidung dabei nicht nur von sicherheitspolitischen Aspekten bestimmt
    wurde. Vielmehr ist sie das Ergebnis von Analysen, die nach den Grundprinzipien
    Funktionalität, Kosten, Attraktivität und Präsenz in der Fläche durchgeführt wurden.
    Im Detail wurde die Stationierungsentscheidung u. a. von den
    Liegenschaftsbetriebskosten (Bauunterhaltung, Bewirtschaftung, Bewachung), dem
    Erfordernis und den Kosten von Infrastrukturmaßnahmen sowie den bisherigen,
    mittelfristigen und langfristigen Infrastrukturinvestitionen abhängig gemacht. Der
    Petitionsausschuss merkt zudem an, dass Maßnahmen zur sozialverträglichen
    Umstrukturierung der Bundeswehr im Bundeswehrreform-Begleitgesetz erwogen
    werden.
    Der Ausschuss weist darauf hin, dass sich der Deutsche Bundestag fortlaufend in
    verschiedenen parlamentarischen Gremien mit den strukturellen, sozialen und
    wirtschaftlichen Aspekten der Standortentscheidung sowie den Folgen für die
    betroffenen Kommunen beschäftigt. Zudem hat sich der Wehrbeauftragte des
    Deutschen Bundestages mit dem Themenbereich im Rahmen der Beratungen des
    Jahresberichts 2011 befasst. Ferner sind die Auswirkungen der
    Standortschließungen Gegenstand parlamentarischer Kleiner Anfragen sowie
    Befragungen der Bundesregierung. Der Verlauf der Beratungen kann im Internet
    unter www.bundestag.de eingesehen werden.
    Der Petitionsausschuss sieht hinsichtlich der künftigen Stationierung des
    Kampfhubschrauberregimentes aus den dargelegten Gründen keinen Anlass für ein
    parlamentarisches Tätigwerden.
    Der Petitionsausschuss empfiehlt deshalb, das Petitionsverfahren abzuschließen,
    weil dem Anliegen nicht entsprochen werden konnte.

    Begründung (PDF)

Noch kein PRO Argument.

- Infrastrukturmaßnahmen in Fritzlar sind abgeschlossen; die neuen Hallen wurden 2009 bezogen - Hochwasser gab es am Standort Fritzlar zuletzt 1943, als die Briten verschiedene Staudämme sprengten - Fritzlar liegt zentral in Deutschland, hat den höchsten Klarstand an Lfz in Heer - Bayern verfügt über die meisten Bw-Standorte, Standortschließungen trafen in den vergangenen Jahren andere Bundesländer wesentlich härter - Fritzlar betreibt zur Zeit Einsatzvorbereitung mit dem Tiger

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