Wir fordern A13 (EG13) für alle Lehrkräfte aller Schulformen.

Begründung

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist mehr als ernüchternd, dass in dem Haushaltsentwurf 2019 fehlt, was wir schon lange fordern. Die Lösung der Ungerechtigkeit in der Besoldungsfrage ist nicht im Ansatz zu erkennen, es sind nicht einmal kleinste Schritte zu erahnen.

Diese Ignoranz gegenüber den Lehrkräften, die in Zeiten des Lehrkräftemangels sehr deutlich über die Belastungsgrenzen hinaus arbeiten und tägliche eine starke Arbeit in den Grund-, Haupt-, Real-, Sekundar-, Gesamtschulen leisten, ist fast schon unverschämt.

Auffällig ist doch, dass es auf dem Markt zu wenig Lehrkräfte gibt – insbesondere für die Sekundarstufe I und für die Grundschulen. Nach Angaben des Ministeriums für Schule und Bildung wird es in den nächsten zehn Jahren allein in unserem Bundesland Nordrhein-Westfalen einen Mangel von 15.000 Lehrkräften geben. Es müsste doch zu denken geben, dass es sich dabei genau um die Lehrämter handelt, die ein deutlich geringeres Einstiegsgehalt aufweisen als alle anderen Lehrämter.

Der Mangel an Lehrkräften ist die größte Baustelle der Schulpolitik. Alle Herausforderungen, etwa die Inklusion oder die Integration, können nur mit ausreichend originär ausgebildeten Personal erfolgreich angepackt werden.

Trotz veränderter Lehrerausbildung, gleichlangem universitären Studium, gleichlangem Referendariat, trotz der Tatsache, dass alle Lehrkräfte unabhängig von Schulstufe und Schulform heute Schlüsselqualifikationen vermitteln, Kinder mit und ohne Handicap unterrichten, Kinder mit Migrationshintergrund integrieren und mit Heterogenität umgehen, unterliegt die Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern in NRW immer noch einem sozialen Ranking aus dem 19. Jahrhundert. Das entspricht schon lange nicht mehr der Realität in den Schulen.

Durch die ungleiche Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern verstößt das Land NRW fortgesetzt gegen ihre eigene Verfassung. Schon im Jahr 2011 hat der Verfassungsrechtler Prof. Christoph Gusy in seinem Gutachten festgestellt, dass sich der Artikel 24 Abs. 2 S. 2 in der Verfassung von NRW auf Personen bezieht, die einer gleichen Tätigkeit nachgehen. Dies trifft auf alle Lehrkräfte in NRW zu.

Durch die wiederholt folgenlosen Ankündigungen aus der Landespolitik, diese Gerechtigkeitslücke zu schließen, steigt der Frust der betroffenen Lehrerinnen und Lehrer. Währenddessen machen andere Bundesländer es Nordrhein-Westfalen vor und erkennen, dass der Lehrkräftemangel nur durch gleichen Lohn für gleiche Arbeit behoben werden kann.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, gemeinsam müssen wir den Druck erhöhen, denn gemeinsam sind wir stark! Länger können und wollen wir nicht im Stau auf der A13 sitzen. Unterschreiben und verbreiten Sie die Onlinepetition. Lassen Sie uns eine Rettungsgasse bilden!

Es grüßt herzlich Ihr Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

Mehr Informationen finden Sie auf www.vbe-nrw.de/

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW e.V.) aus Dortmund
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Pro

Es sind 2 sehr traurige Bilder: 1. das, was sich unsere Landesregierung(en) da leistet. Aber 2. wie schnell undifferenzierte Gegenstimmen auftauchen. In Kürze: euch wird nichts weggenommen; es geht hier um diskriminierende Unterschiede innerhalb des Lehrberufs, um Lehrer-andere AN geht es hier nicht; befasst euch mal detailliert mit der Sache, statt eurem eigenen, traurigen Bauchgefühl nach zu gehen. Geht ihr mit Arzt und Elektriker auch so um? Nur Schule - kann jeder, ne? Dann los, es herrscht Lehrermangel und es gibt freie Berufswahl. Wenn wir es so viel besser haben, was hält euch auf?

Contra

Zu "sehr deutlich über die Belastungsgrenzen hinaus arbeiten" --- das ist bei den Ferienzeiten (3 Wochen Ostern, 6 Wochen Sommer, 2 Wochen Herbst und 2 Wochen Weihnachten) klagen auf höchstem Niveau. Hinzu kommen die Schulfreien Brückentage. Und ich kenne keinen Lehrer, der in den 13 Wochen Ferien irgendwie für die Schule arbeitet.. Zum Vergleich: ein normaler Arbeitnehmer/Beamter hat 6 Wochen Jahresurlaub, also weniger als die Hälfte und muss für einen Brückentag einen Urlaubstag opfern.

Warum Menschen unterschreiben

  • Stephanie Haupt Gelsenkirchen

    vor 10 Min.

    Die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen ist genauso wichtig wie an anderen Schulformen!! Durch Inklusion ,DAZ,... eine hohe Belastung der Lehrkräfte und dazu noch eine geringere Bezahlung, obwohl das Studium genau so lange dauert. Wer wundert sich dann noch über Lehrermangel an Grundschulen?!

  • vor 1 Std.

    Ich bin selber Grundschullehrerin und daher selbst betroffen und finde die unterschiedliche Bezahlung unfair und unpassend.

  • vor 1 Std.

    Weil jeder an einer Gesamtschule das Selbe leistet!

  • vor 2 Std.

    Lehrer sollten gerecht bezahlt werden.alle gleich!

  • vor 2 Std.

    Weil die Arbeit aller Lehrer wertvoll und anspruchsvoll ist.

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