Notdienst-Bereitschaft nach Feierabend:

Wie in der Presse zu lesen war, will die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KV) die in den vergangenen Jahrzehnten bewährte Regelung der Notfallpraxen durch die örtlichen Hausärzte abschaffen. Als Grund wird ein abzusehender Ärztemangel vorgeschoben. Für Schrobenhausen trifft dies wohl mit seinen 32 niedergelassenen Hausärzten nicht zu. Diese Entscheidung entstand am grünen Tisch und beruht nur auf Zahlen und Kosten. Die Einteilung der Regionsbereiche für ganz Bayern ist mittels dieser Grundlage entstanden. Die Bedürfnisse bzw. Geographische Lage wurde nicht einbezogen. Durch die Tatsache, dass Schrobenhausen ein Mittelzentrum mit einem großen Einzugsgebiet ist, werden die Sprechstunden des Bereitschaftsdienstes in Schrobenhausen stark frequentiert. An normalen Wochenendtagen kann man davon ausgehen, dass 50-80 Patienten ärztliche Hilfe benötigen. Es kann wohl nicht ernst gemeint sein, dass z.B. ein Schrobenhausener Hausarzt nach Eichstätt zum Bereitschaftsdienst eingeteilt wird. Schrobenhausen soll ein Pilotprojekt werden. Das sogenannte Mittelzentrum wird nach und nach demontiert. Letzte böse Aktion: „Schließung der Geburtenstation“ Nun die Wegnahme des bisher funktionierenden Notdienstes in Schrobenhausen. Jetzt ist die Politik gefordert. Die gewählten Volksvertreter sind verpflichtet sich der Bürger in den ländlichen Regionen um deren Sorgen und Nöten anzunehmen. Die Kassenärztliche Vereinigung wäre gut beraten, das Mittelzentrum Schrobenhausen aufzuwerten und dafür zu sorgen dass Schrobenhausen mit den wichtigsten Fachärzten versorgt wird und nicht künstlich weitere Probleme zu schaffen die der Patient ausbaden hat.

Begründung

Die geplante Änderung würde sich auswirken in,

Nachteile:

Patient:

• Im Notfall bis zu 25 km bzw. max 0,5 Std Fahrzeit auf der Straße. Bei jeden Wetter Glatteis, Nebel, usw. Unfallgefahr steigt.

• Der Patient benötigt dafür einen Fahrdienst, gerade ältere Menschen die nicht mobil sind.

• Der Patient weicht auf das Krankenhaus aus, (zwischen 23:00 und 8:00 Uhr muss er sowie dorthin) vielleicht lässt er sich sogar stationär aufnehmen, höhere Kosten.

• Nahverkehr kann nicht benutzt werden, weil er nicht vorhanden ist.

• Die Belastung von kranken Kindern oder alte Menschen wurde scheinbar nicht berücksichtigt.

• Für den Schrobenhausener Bürger geht der Trend zu Menschen II. Klasse

Für die Stadt:

• Das sogenannte Mittelzentrum wird abgewertet

• Ansiedlung von Ärzten und Fachärzten wird dadurch wesentlich erschwert.

• Der Landbereich wird stark benachteilig wegen zu langen Fahrtwegen.

Geplanter Bereitschaftsdienst:

• Benötigt einen Fahrdienst ( Doppelkosten)

• Der Bereitschaftsdienst kennt den Patienten mit seiner Vorgeschichte nicht.

Die am grünen Tisch geplante Änderung ist zu verwerfen.

Vorteile:

• Die Schrobenhausener Ärzte belegen wie bisher den bewährten Ärztenotdienst. Ärzte sind in Schrobenhausen dafür ausreichend vorhanden.

• Oder die Schrobenhausener Ärzte erhalten eine eigene Bereitschaftspraxis und belegen diese durch ansässige Ärzte. (siehe Odenwald-Allianz in Unterfranken)

• Ortsgegebenheiten sind bekannt,

• Patienten sind meistens dem Arzt bekannt.

• Einsparung eines Fahrdienstes,

• Mittelzentrum wird nicht abgewertet,

• Fahrzeiten und Unfallgefahr auf der Straße wird erheblich verringert.

• Patient wird weiter ernst genommen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gerhard Beck aus Schrobenhausen
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  • Sehr geehrte Mitstreiter,

    das Landtagsamt hat mit dem Schreiben vom 26.11.2017 an mich den Erhalt der Petition bestätigt. Die Bayerische Staatsregierung ist nun zur Stellungnahme aufgefordert.
    Sobald diese vorliegt wird sich der Ausschuss für "Gesundheit und Pflege" mit der Eingabe befassen. Bin gespannt was da raus kommt.

    Herzliche Grüße aus Schrobenhausen

    Gerhard Beck

    PS:
    Ich halte Euch weiter auf dem Laufenden.

  • Die Petition wurde heute per Email an die Gesundheitsministerin Frau Melanie Huml gesendet.
    Gleichzeit in Papierform an den Petitionsausschuß des Bayerischen Landtags.
    Ich bedanke mich bei allen die mit unterschrieben haben.

    gez.

    Gerhard Beck

Pro

Gesundheitsversorgung geht VOR ÖKONOMISCHEN INTERESSEN! Schreiben Sie den verantwortlichen Politikern, dass Sie sie NICHT WÄHLEN WERDEN und TUN SIE ES AUCH NICHT!! Deutsche Ärzte sind gezwungen ins Ausland zu gehen, weil sie hier die Menschen zum Quartalsende auf eigene Kosten behandeln müssen. Statt dessen holen wir uns Ärzte aus dem Ausland her, die für niedrigere Löhne arbeiten, um weiter Kosten zu drücken. Da wird auf Kosten der Patienten gespart und am völlig falschen Ende! Man sollte die Kosten für einige überflüssige Politiker einsparen, die dieses neoliberale System voran treiben!!

Contra

Noch kein CONTRA Argument.