Region: Greven

Stoppt die Kita-Schließungen in Greven: Kinder sind keine Rechengrößen! (Vorlage 260/2026 vertagen)

Petition richtet sich an:
Bürgermeister Dietrich Aden, Rat der Stadt Greven (inkl. Jugendhilfeausschuss & HFWA)

816 Unterschriften

59 %
397 von 670 für Quorum in Greven Greven

816 Unterschriften

59 %
397 von 670 für Quorum in Greven Greven
  1. Gestartet 10.10.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Persönliche Daten
 

Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Petition richtet sich an: Bürgermeister Dietrich Aden, Rat der Stadt Greven (inkl. Jugendhilfeausschuss & HFWA)

Wir fordern den Bürgermeister und die politischen Vertreter der Stadt Greven auf, die Beschlussvorlage 260/2026 in der gemeinsamen Ausschusssitzung am 14. Oktober 2026 zu vertagen und die geplanten Gruppen- und Einrichtungsschließungen sofort zu stoppen!

Anstelle von unausgereiften Schließungsbeschlüssen am grünen Tisch fordern wir:

1. Die zwingende und umfassende Anhörung des Beirats für Menschen mit Behinderungen sowie des Jugendamtselternbeirats (JAEB) vor jeglicher Grundsatzentscheidung über Kita-Strukturen und Inklusionsplätze.

2. Einen echten Runden Tisch ALLER TRÄGER IN GREVEN, um gemeinsam eine tragfähige, zukunftsfähige Gesamtlösung zu entwickeln.

3. Eine faire, lineare Lastenverteilung: Statt einzelne Träger einseitig zu belasten oder ganze Kitas aufzugeben, müssen Plätze gleichmäßig und solidarisch über das gesamte Stadtgebiet abgesenkt werden, um Standorte, Teams und Sozialräume stabil zu erhalten.

4. Den verlässlichen Erhalt des Geschwisterkinder-Vorrangs: Die Trennung von Geschwistern auf unterschiedliche Kitas im Stadtgebiet ist für Familien unzumutbar und darf nicht das Ergebnis von Kürzungsmaßnahmen sein.

5. Berücksichtigung der KiBiz-Reform ab 2027: Ab August 2027 müssen heilpädagogische Plätze ins Regelsystem überführt werden. Wer jetzt Integrationsplätze streicht und Differenzierungs- sowie Ruheräume abwickelt, verbaut Grevens Kindern die gesetzlich verankerte Inklusion.

6. Ehrliche Offenlegung aller Folgekosten: Klärung und Veröffentlichung aller drohenden Rückzahlungsansprüche von Landesfördermitteln für vorzeitig aufgegebene oder umgenutzte Kita-Räume vor einer politischen Entscheidung.

Begründung

Die Stadtverwaltung Greven plant mit der Beschlussvorlage 260/2026 tiefgreifende Einschnitte in die Betreuungslandschaft unserer Stadt. Anstatt die Herausforderungen veränderter Kinderzahlen solidarisch und vorausschauend auf alle Schultern zu verteilen, bürdet das vorgelegte Konzept die gesamte Kürzungs- und Schließungslast fast ausschließlich drei Trägern auf:

1. Vollständige Schließungen ganzer Einrichtungen:
Mit der Kita Outlaw an der Nendorfstraße und der Kita Kinderland an der Overmannstraße sollen gleich zwei komplette Einrichtungen im Stadtgebiet ersatzlos aufgegeben werden. Zahlreiche Familien und eingespielte pädagogische Teams stehen vor dem Nichts.

2. Einseitige Belastung des katholischen Trägers:
Neben diesen beiden Komplettschließungen ist der katholische Verbund St. Martinus der einzige Träger, auf dessen Schultern weitere massive Einschnitte abgewälzt werden: An den Standorten St. Raphael sowie St. Martinus (im Gertrudenstift) soll jeweils eine Gruppe geschlossen werden. Damit droht nicht nur der Wegfall von 30 unverzichtbaren Einzelintegrationsplätzen, sondern auch die Zerschlagung bewährter Lernwerkstätten und gewachsener generationenübergreifender Projekte mit Senioren.

Warum wir gemeinsam zusammenstehen und jetzt gehandelt werden muss:

• Kein Sparpaket auf dem Rücken der Familien:
Jahrelang wurden neue Bedarfe prognostiziert und Einrichtungen geschaffen. Nun sollen sinkende Kinderzahlen im Eilverfahren abgewickelt werden. Wir wehren uns entschieden dagegen, dass die Folgen von planerischen Fehleinschätzungen und wechselhaften Bedarfsrechnungen der vergangenen Jahre nun einseitig auf den Schultern unserer Kinder, der Familien und des pädagogischen Personals abgeladen werden. Familien dürfen nicht der Reparaturbetrieb für städtische Planungsfehler sein!

• Unzumutbare Trennung von Familiensystemen (Geschwisterkinder):
Werden Gruppen und Standorte geschlossen, verlieren Familien den gesicherten Anspruch, Geschwisterkinder in derselben vertrauten Einrichtung anzumelden. Eltern morgens und nachmittags quer durch die Stadt zu schicken, um mehrere Kinder in unterschiedlichen Kitas abzuliefern und abzuholen, ist mit Berufsleben und familiärer Fürsorge schlicht unvereinbar. Der Schutz des Geschwisterkinder-Vorrangs muss als verlässliche Säule kommunaler Familienpolitik unangetastet bleiben.

• Fehlende Beteiligung von Beirat für Menschen mit Behinderung und JAEB:
Dass eine derart weitreichende Vorlage ohne vorherige umfassende und fundierte Anhörung des Beirats für Menschen mit Behinderungen sowie des Jugendamtselternbeirats (JAEB) durchgepeitscht werden soll, widerspricht den Grundsätzen transparenter und partizipativer Kommunalpolitik.

• Inklusion zählt 0 Prozent – KiBiz-Reform ab 2027 ignoriert:
In der städtischen Nutzwertanalyse floss das Thema Inklusion mit glatten 0 Prozent ein – während gleichzeitig alleine bei St. Martinus 30 Integrationsplätze zur Disposition stehen. Dabei greift ab August 2027 die landesweite Reform, nach der Kinder mit hohem Förderbedarf im Regelsystem betreut werden müssen. Dafür braucht es Raum, Differenzierungsflächen und Ruheräume. Diese jetzt zu vernichten, ignoriert die gesetzliche Realität der kommenden Jahre.

• Steuergelder gehören in Bildung – nicht in Fördergeld-Rückzahlungen:
Für viele Gebäude, Um- und Ausbauten im Stadtgebiet laufen noch langjährige Zweckbindungsfristen des Landes NRW. Werden geförderte Räume vorzeitig geschlossen, drohen erhebliche Rückzahlungsforderungen. Bevor Grevener Steuergelder in Rückabwicklungen verpuffen, muss jeder Euro bei den Kindern und Fachkräften bleiben!

Kinder sind die Zukunft unserer Stadt und keine Rechengrößen!

Aus den Reihen engagierter Elternbeiräte, betroffener Familien und der Grevener Bürgerschaft fordern wir Politik und Verwaltung auf: Treten Sie auf die Bremse, vertagen Sie die Vorlage 260/2026 am kommenden Mittwoch und setzen Sie auf eine faire, gemeinsame Lösung für ganz Greven!

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 10.10.2026
Sammlung endet: 09.04.2027
Region: Greven
Kategorie: Bildung

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Warum Menschen unterschreiben

Kita Plätze sind wichtig! Keine Kita sollte aufgrund von fehlenden Geld oder Personal geschlossen werden!

Ich arbeite selber in einer Kita und weiß was diese Schließungen für alle Beteiligten bedeuten

Weil eine Fehlplanung der Stadt auf dem Rücken von Kindern ausgetragen wird und diese sich nicht wehren können.

Weil mein Kinder und unsere Kita betroffen sind

Da ich Pädagogin bin und weiß, wie wichtig die Petition ist.

Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.

Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten. Zu den Werkzeugen

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Mehr zum Thema Bildung

100 %
10.589 Unterschriften
2 Tage verbleibend

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern