Wir fordern von der Bundesregierung eine weitläufig angelegte Studie, die den Zusammenhang zwischen Rückenbeschwerden und Brustgröße beweist und dass eine Mammareduktion (Brustverkleinerung) hier zur Entlastung führt.

Nach wie vor behaupten der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) und die Krankenkassen, dass es hier keinen Zusammenhang gäbe. Obwohl bereits zahlreiche einfache Studien und eine zielführende Dissertation (Uni Marburg) zu dem Thema veröffentlicht wurde, werden die Zusammenhänge weiterhin bestritten.

Bei Durchführung einer groß angelegten Studie mit eindeutiger Beweisführung, könnte diese Studie dazu beitragen, dass die Brustverkleinerung aus orthopädischer Sicht zur Kassenleistung erklärt wird.

Dieses führt hierbei nicht einmal zu einer höheren finanziellen Belastung der Krankenkassen, da die langfristige Behandlung durch Physiotherapie oder gar operative Maßnahmen an der Wirbelsäule auf Dauer deutlich teurer ist, als eine einmalige Operation in Form einer Brustverkleinerung.

Hier der Link für die Dissertation, die als Basis zur Studie dienen kann:

archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2013/0442/pdf/das.pdf

Reason

Ich habe persönlich das Problem, dass auch ich durch ein massives Brustwachstum (von B-Körbchen auf inzwischen F-Körbchen) nach meiner dritten Schwangerschaft immer mehr mit Rückenbeschwerden zu kämpfen habe und deshalb sogar schon 2 operierte Bandscheiben in der Halswirbelsäule habe.

Um einer weiteren Verschlechterung meines Gesundheitszustandes vorzubeugen, habe ich 2017 eine Mammareduktion bei meiner Krankenkasse beantragt. Diese wurde abgelehnt. Bei der Ablehnung hat man sich auf 3 Gutachten des MDK berufen, die allesamt nur nach Aktenlage erstellt wurden. Keiner der Gutachter hat es als notwendig erachtet, mich persönlich zu begutachten. Dazu kommt noch, dass die ersten beiden "Gutachter" fachfremd waren und der dritte Gutachter, ein Orthopäde, hat mit einer Diagnose gearbeitet, die auf mich gar nicht zutrifft. Trotz Nachweises dieses Fehlers beharrt die Krankenkasse auf Ihrer Entscheidung, so dass ich inzwischen gezwungen war, Klage einzureichen, auch um zu beweisen, dass es einen Zusammmenhang zwischen den Problemen mit dem Bewegungsapparat und den zu großen, schweren Brüsten gibt.

Jedes Jahr lassen sich tausende Frauen auf eigene Kosten die Brüste verkleinern, um ihr Leiden zu beenden. Viele verschulden sich hierfür, andere haben nicht einmal die Möglichkeit, diese Operation zu finanzieren.

Schweres Heben wird als rückenschädlich anerkannt, Rückenschmerzen während der Schwangerschaft werden von Ärzten mit dem zusätzlichen Gewicht begründet, aber dass die dauerhafte Belastung durch zu große, schwere Brüste keine Auswirkungen haben soll, ist absolut nicht nachvollziehbar.

Zumal fast alle Frauen, die eine Mammareduktion / Brustverkleinerung hinter sich haben, von einer deutlichen Entlastung bis hin zur Beschwerdefreiheit berichten.

Mit der Dissertation der Uni Marburg gibt es eine Möglichkeit, auf physikalische Weise diese Entlastung zu messen und somit einen vom MDK geforderten evidenzbasierten Nachweis zu liefern. Eine sogenannte A-Studie, wie bei Medikamententests ist natürlich nicht möglich, da man einer Frau ohne ihr Wissen nicht einfach die Brüste verkleinern kann ("Placebo"). Durch die Art der Studie der Dissertation aus Marburg wird die auf den Bewegungsapparat wirkende Kraft der Brust vor und nach der Operation gemessen.

Dadurch kann die Entlastung direkt nachgewiesen werden. Kombiniert mit den Patientenbefragungen und physiotherapeuthischer Betrachtung kann hier eine absolut verwendbare Studie erstellt werden. Die Dissertation mit den 7 Patientinnen ist hier für die Verwendung neuer Leitlinien offensichtlich nicht ausreichend, weshalb eine umfangreiche Studie mit höherer Beteiligung notwendig ist.

Wir haben diesen Wunsch bereits an den Gesundheitsminister Spahn gerichtet, dieses wurde an die zuständige Stelle im Bundesministerium für Gesundheit weitergeleitet.

An diese möchten wir dann auch diese Petition weiterleiten. Bitte unterstützt uns hierbei mit zahlreichen Unterschriften, damit tausenden Frauen geholfen werden kann!

Thank you for your support, Katrin Schütz from Lübeck
Question to the initiator

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News

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Why people sign

  • 3 days ago

    selber betroffen

  • 7 days ago

    Wenn aus dem Referenzbereich fallende körperliche Umstände vorliegen und dadurch gesundheitliche Probleme auftreten, muss geholfen werden. Die Krankenkassen sollten diese Hilfe finanziell unterstützen.

  • 7 days ago

    Es muss was geändert werden. Es kann so nicht weitergehen.

  • Nicht öffentlich Bad Lauchstädt

    on 13 Jun 2019

    Selber betroffen

  • on 28 May 2019

    Ich habe mich überzeugen lassen durch die Visite-Sendung v. 28.5.19, in der Fachleute die Beziehung zwischen schwerer Brust und Rückenschmerzen aufzeigten.

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