Mit dieser Petition wird gefordert, man möge in einer parlamentarischen Abstimmung entscheiden, mindestens ein Studium der Politik und Soziologie als Voraussetzung für die Aufnahme einer politischen Laufbahn anzusehen und zu erklären.

Begründung

Bei nahezu jeder Bewerbung für einen Beruf muss eine entsprechend Qualifikation nachgewiesen werden. In manchen Berufen werden darüber hinaus interdisziplinäre Kenntnisse und Ausbildungen zum Nachweis der Qualifikation erwartet. So etwa ist für einen Lehrer, der darauf hofft, in den Staatsdienst aufgenommen zu werden, der Nachweis einer pädagogischen Ausbildung vonnöten.

Kurz: Ohne Ausbildung, ohne Studium bzw. ohne Qualifikation kommt man in Deutschland meist nicht sehr weit.

Anders sieht es aus, wenn man eine politische Laufbahn einschlägt. Politik muss man hier nicht studiert haben, um an sensiblen Stellschrauben drehen zu dürfen, die teilweise massive innen- und außenpolitische Auswirkung haben. In den höchsten politischen Ämtern tummeln sich Physiker, Rechtsanwälte, Mathematiker, Ärzte und viele andere fachfremde Personen. Manche Politiker haben sogar weder Ausbildung noch Studium vorzuweisen. Ein prominentes Beispiel hierfür ist u.a. Joschka Fischer.

Wieso aber kann diese Republik von Menschen gelenkt werden, die keine politische Ausbildung vorzuweisen haben, außer vielleicht einige Jahre der politischen Basisarbeit? Und selbst diese ist nicht zwingend notwendig. Während, wie eingangs erläutert, eine Qualifikation nahezu überall vorausgesetzt wird, stellt niemand das Fehlen einer geeigneten Qualifikation für die Ausübung des Berufs als Politikers in Frage. Das ist absurd, vor allem weil das Handeln inkompetenter Politiker Auswirkungen auf das eigene Leben haben kann.

Natürlich ist damit nicht gesagt, dass Politiker, die nicht Politik studiert haben, schlechte Politik machen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie bessere Politik machen könnten, wenn sie wenigsten Politik studiert hätten, ist bedeutend größer.

Von der Voraussetzung eines abgeschlossenen Politikstudiums abgesehen, erachte ich das Studium der Soziologie für notwendig, um die Komplexität menschlichen Miteinanders zu verstehen und daraus die richtigen (auch ethischen und moralischen) Schlüsse für das eigene Handeln zu ziehen. Als Nebenfächer bieten sich ferner ein Studium der Wirtschafts- und der Geschichtswissenschaften an.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Niels Gerhardt aus Frankfurt
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Contra

Ich kann verstehen, dass es für die Abläufe im politischen Leben praktisch ist, wenn man ein solches Studium erfolgreich abgeschlossen hat. Wenn jemand aber gut organisiert ist und mit Menschen reden kann sehe ich es als eine unzulässige Einschränkung, diesen Menschen bei der Auswirkung seines passiven Wahlrechtes einzuschränken.

Warum Menschen unterschreiben

  • Nicht öffentlich Frankfurt am Main

    am 14.12.2018

    Es ist erstaunlich, dass die Lage bis jetzt anders als es sollte

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