Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass werdende Mütter verpflichtet seien, das Rauchen unter Aufsicht ihres Arztes aufzugeben.Frauen, die gewollt und geplant schwanger werden, sollten vorher mit dem Rauchen aufhören und 3 Monate "clean" sein.

Begründung

Ich werde nächsten Monat 23, ich bin selbst Mutter eines 3,5 jährigen Jungen und ich möchte auf diesem Wege eine wichtige Diskussion anstoßen und hoffentlich Ergebnisse erzielen.Den Boden unter den Füßen riss mir ein Bild weg, das ich noch während der Schwangerschaft, aber bereits stationär in der Klinik sehen musste:Eine Frau am Eingang, bestimmt im 8. Monat, mit Zigarette in der Hand.Noch heute sehe ich solche Szenen immer wieder, durch alle Altersgruppen und gesellschaftliche Schichten.Teilte ich bisher meine Intoleranz gegenüber solchen Frauen anderen mit, stieß ich zwar auf Verständnis, gleichzeitig aber auch auf die Bemerkung, ein Verbot sei nicht denkbar, das würde ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht.Ich starte die Petition, weil ich nicht verstehe, wie man auf verschiedenen Grundlagen Eltern der Kindeswohlgefährdung verdächtigt, es jedoch toleriert wird, wenn werdende Mütter, trotz ausreichender Aufklärung, rauchen. Ist das Kind auf der Welt, kann man auf den Balkon gehen. Ist es jedoch im Bauch und ganz von der Mutter abhängig, gefährdet sie das Kind auf verschiedenen Ebenen. Was ist mit dem Persönlichkeitsrecht, dem Recht auf Unversehrtheit des Kindes? Ich möchte niemanden anprangern, es geht um die Kinder.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung
  • Pet 2-18-15-2127-028373

    Suchtgefahren


    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 18.05.2017 abschließend beraten und
    beschlossen:

    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden
    konnte.

    Begründung

    Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass werdende Mütter verpflichtet sind,
    das Rauchen unter Aufsicht ihres Arztes aufzugeben. Frauen, die gewollt und
    geplant schwanger werden, sollten vorher mit dem Rauchen aufhören und 3 Monate
    "clean" sein.
    Zu den Einzelheiten des Vortrags der Petentin wird auf die von ihr eingereichten
    Unterlagen verwiesen.
    Die Eingabe war als öffentliche Petition auf der Internetseite des Deutschen
    Bundestages eingestellt. Es gingen 74 Mitzeichnungen sowie 24 Diskussionsbeiträge
    ein.
    Das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung stellt sich auf der Grundlage einer
    Stellungnahme der Bundesregierung wie folgt dar:
    Die Verringerung des Tabakkonsums und ein möglichst umfassender Schutz vor den
    Gefahren des Passivrauchens sind vordringliche gesundheitspolitische Ziele, die mit
    aufeinander abgestimmten präventiven, gesetzlichen und strukturellen Maßnahmen
    verfolgt werden.
    In Anbetracht der schwerwiegenden Schäden, die Alkohol und Zigaretten in der
    Schwangerschaft beim ungeborenen Kind zur Folge haben können, setzt die
    Bundesregierung auf verstärkte Aufklärung mit dem Ziel, Raucherinnen zu einem
    freiwilligen Verzicht auf das Rauchen in der Schwangerschaft zu bewegen. Mit der
    Tabakprodukt-Richtlinie 2014/40/EU vom 03.04.2014, die 2016 in nationales Recht
    umgesetzt wird, ist vorgesehen, noch deutlicher auf die Gefahren des
    Tabakkonsums hinzuweisen.

    Auf Verpackungen von Zigaretten, Tabak zum Selbstdrehen und Wasserpfeifentabak
    sind künftig kombinierte gesundheitsbezogene Text-Bild-Warnhinweise anzubringen.
    Diese Warnhinweise bestehen aus einem gesundheitsbezogenen Warnhinweis
    (Text) und einer dazu passenden Farbfotografie aus der im Anhang der Richtlinie
    vorgegebenen Bilderbibliothek sowie einer Information zur Raucherentwöhnung.
    Dabei werden auch die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens in der
    Schwangerschaft thematisiert. Diese Warnhinweise werden das Ziel, aufklärend zu
    wirken, entsprechend unterstützen.
    Die Förderung des Nichtrauchens erfolgt auch mit der "rauchfrei"-Kampagne der
    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Ziel der Dachkampagne ist
    es, den Kenntnisstand der Bevölkerung über die negativen Folgen des Rauchens zu
    erhöhen, die Bereitschaft zum Rauchverzicht zu fördern, die Kompetenz in den
    Gesundheitsberufen für die Beratung zum Rauchverzicht zu steigern sowie eine
    Sensibilisierung der Bevölkerung für die Folgen des Passivrauchens zu erreichen. Im
    Rahmen dieser Kampagne wird auf die Gefahren des Rauchens in der
    Schwangerschaft besonders hingewiesen.
    Schwangerschaften sind ein günstiger Zeitraum für Frauen und ihre Partner, ihren
    Suchtmittelkonsum zu hinterfragen. In dieser Zeit sind werdende Eltern für
    gesundheitsrelevante Informationen und Beratungsangebote besonders
    aufgeschlossen. Viele von ihnen sind dann auch in hohem Maße bereit, Änderungen
    in ihrem Gesundheitsverhalten umzusetzen. Die BZgA informiert daher ebenfalls im
    Rahmen ihrer Aufklärungsmaßnahmen zum Thema Familienplanung werdende
    Eltern, insbesondere auch in ihrem Internetauftritt regelmäßig über die Gefahren von
    Tabak- und Alkoholkonsum während der Schwangerschaft. In Ergänzung dazu
    informieren verschiedene Medien junge Familien über die Gefahren des Rauchens
    und des Passivrauchens vor allem für Kinder und geben Hilfestellung beim Ausstieg
    aus dem Tabakkonsum. Ergänzt wird der Schwerpunkt "Schutz vor Passivrauchen in
    der Familie" durch die Ausstrahlung von Fernsehspots, um auch über die Medien das
    Bewusstsein und die Motivation zum Nichtrauchen zu stärken.
    Am Universitätsklinikum Tübingen wurde zudem das vom BMG geförderte
    internetbasierte Beratungsprogramm IRIS entwickelt, das erste therapeutische
    Online-Beratungs- und Behandlungsprogramm für tabak- und alkoholkonsumierende
    Schwangere in Deutschland. Es wendet sich speziell an schwangere Frauen, die
    Schwierigkeiten dabei haben, auf Alkohol oder Zigaretten zu verzichten. Mit Hilfe von
    IRIS sollen Schwangere mit Alkohol- oder Tabakkonsum in der Erreichung einer

    Abstinenz unterstützt werden. Die Inhalte des Programms zielen auf die Aufklärung
    und Informationsvermittlung, Herstellung eines Problembewusstseins, die Motivation
    zur Verhaltensänderung und Unterstützung und Erreichung einer Alkohol- und
    Tabakabstinenz.
    Der Petitionsausschuss vermag sich diesen Ausführungen nicht zu verschließen.
    Vor dem Hintergrund des Dargelegten vermag der Petitionsausschuss ein weiteres
    Tätigwerden nicht in Aussicht zu stellen und empfiehlt daher, das Petitionsverfahren
    abzuschließen.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.