Tempo 30 für schwere Fahrzeuge und Sanierung der Vierländer Binnendeichstraßen

Petition richtet sich an:
Hamburgische Bürgerschaft – Eingabenausschuss

59 Unterschriften

3 %
44 von 1.400 für Quorum in Hamburg Bezirk Bergedorf Hamburg Bezirk Bergedorf

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  1. Gestartet 23.08.2026
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Petition richtet sich an: Hamburgische Bürgerschaft – Eingabenausschuss

Die Hamburgische Bürgerschaft möge sich dafür einsetzen, dass auf den engen, kurvenreichen und aufgrund ihrer historischen und baulichen Beschaffenheit für den heutigen Schwerverkehr nur eingeschränkt geeigneten Binnendeichstraßen der Vierlande eine verbindliche Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h für schwere Fahrzeuge eingeführt wird. Dies soll ausdrücklich auch für den Linienbusverkehr gelten.
Darüber hinaus sollen die betroffenen Straßen fachlich untersucht und mangelhafte Fahrbahnabschnitte zeitnah instandgesetzt und saniert werden, um Erschütterungen und die damit verbundene Belastung der angrenzenden Grundstücke und historischen Gebäude zu reduzieren.
Zusätzlich soll die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer, insbesondere für Kinder auf ihren Schulwegen, verbessert werden.

Begründung

Als betroffener Anwohner aus den Vierlanden wende ich mich mit dieser Petition an die Hamburgische Bürgerschaft, weil die Belastung der historischen Binnendeichstraßen durch den heutigen schweren Fahrzeugverkehr aus meiner Sicht ein zunehmendes Problem darstellt.
Die Vierlande sind durch ein historisch gewachsenes Straßen- und Ortsbild geprägt. Viele der Binnendeichstraßen sind eng, kurvenreich und teilweise unübersichtlich. Gleichzeitig werden diese Straßen regelmäßig von schweren Fahrzeugen befahren. Besonders auffällig und für die Anwohner deutlich wahrnehmbar sind die Erschütterungen bei der Vorbeifahrt der Linienbusse der VHH.
Die Kombination aus dem hohen Gewicht der Busse, ihrer regelmäßigen Fahrt auf diesen Straßen und dem teilweise mangelhaften Zustand der Fahrbahnen führt insbesondere beim Überfahren von Unebenheiten, Fahrbahnschäden und abgesackten Bereichen zu spürbaren Erschütterungen. Diese Belastungen treten im Alltag wiederholt auf und sind für die unmittelbar an den Straßen lebenden Anwohner deutlich wahrnehmbar.
Für mich stellt sich deshalb die Frage, ob die heutige Nutzung dieser historischen und teilweise nur eingeschränkt für modernen Schwerverkehr geeigneten Straßen noch angemessen ist. Insbesondere dort, wo schwere Fahrzeuge auf engem Raum mit Radfahrern und Fußgängern zusammentreffen, besteht aus meiner Sicht dringender Handlungsbedarf.
Schutz historischer Gebäude
Entlang der Vierländer Binnendeiche befinden sich zahlreiche historische Gebäude, darunter Fachwerkhäuser, Reetdachhäuser und andere traditionelle Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Diese Gebäude sind nicht nur privates Eigentum, sondern prägen das historische Erscheinungsbild der Vierlande und damit einen wichtigen Teil des Hamburger Kulturerbes.
Als Anwohner beobachte ich Rissbildungen und andere Veränderungen an Gebäuden. Ob und in welchem Umfang diese Schäden tatsächlich mit den wiederkehrenden Erschütterungen durch den Straßenverkehr zusammenhängen, sollte fachlich untersucht werden.
Genau deshalb fordere ich keine unbelegte Schuldzuweisung, sondern eine objektive Untersuchung der tatsächlichen Zusammenhänge. Dabei sollte insbesondere geprüft werden, welchen Einfluss der regelmäßige Linienbusverkehr der VHH, der übrige Schwerverkehr, die gefahrenen Geschwindigkeiten und der Zustand der Fahrbahnen auf die auftretenden Erschütterungen haben.
Warum Tempo 30?
Eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h für schwere Fahrzeuge auf den betroffenen Binnendeichstraßen wäre eine kurzfristig umsetzbare Maßnahme, um die Belastung zu reduzieren.
Insbesondere bei Fahrbahnunebenheiten kann die Geschwindigkeit eines schweren Fahrzeugs einen wesentlichen Einfluss darauf haben, wie stark die beim Überfahren entstehenden dynamischen Belastungen ausfallen. Eine Geschwindigkeitsreduzierung kann deshalb dazu beitragen, die Erschütterungen zu verringern.
Tempo 30 allein reicht jedoch nicht aus. Ein schlechter Straßenzustand muss behoben werden. Deshalb gehören die Geschwindigkeitsbegrenzung und die Sanierung der betroffenen Straßen für mich unmittelbar zusammen.
Sicherheit für Kinder und Radfahrer
Neben dem Schutz der Gebäude geht es um einen weiteren wichtigen Punkt: die Verkehrssicherheit.
Auf vielen Binnendeichstraßen gibt es keine getrennten Geh- oder Radwege. Radfahrer und Fußgänger müssen sich die schmale Fahrbahn mit Linienbussen und Lastkraftwagen teilen.
Besonders problematisch ist dies für Kinder, die diese Straßen täglich mit dem Fahrrad auf ihrem Schulweg benutzen. Enge und kurvenreiche Straßen, eingeschränkte Sichtverhältnisse und fehlende Ausweichmöglichkeiten können Begegnungen mit schweren Fahrzeugen zu gefährlichen Situationen machen.
Eine Begrenzung der Geschwindigkeit schwerer Fahrzeuge auf 30 km/h würde hier einen zusätzlichen Beitrag zur Sicherheit leisten.
Welche Straßen sind betroffen?
Die Petition bezieht sich auf das zusammenhängende Binnendeich- und Marschstraßennetz der Vierlande in Altengamme, Curslack, Kirchwerder und Neuengamme.
Dazu gehören beispielsweise der Kirchwerder Hausdeich, der Neuengammer Hausdeich und der Curslacker Hausdeich sowie weitere kleinere historische Deichstraßen.
Ausdrücklich ausgenommen sind die überregionalen Hauptverkehrsstraßen auf den Elbdeichen, insbesondere der Kirchwerder Elbdeich, Neuengammer Elbdeich und Altengammer Elbdeich.
Es geht nicht darum, den notwendigen Verkehr in den Vierlanden zu verhindern oder die VHH grundsätzlich infrage zu stellen. Es geht darum, den Verkehr an die besonderen örtlichen Verhältnisse anzupassen.
Historische Gebäude, Anwohner und insbesondere Kinder auf ihren Schulwegen brauchen einen angemessenen Schutz. Deshalb sollte jetzt gehandelt und fachlich untersucht werden. Wo es erforderlich ist, sollte die Geschwindigkeit schwerer Fahrzeuge reduziert und die Straßeninfrastruktur verbessert werden

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Uwe Neumann, Hamburg
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 23.08.2026
Sammlung endet: 22.02.2027
Region: Hamburg Bezirk Bergedorf
Kategorie: Verkehr

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Warum Menschen unterschreiben

Wichtige Sache!!

Gerne wieder

Unser Haus hat auch schon erste Risse. Außerdem werden Fußgänger und Fahrradfahrer gefährdet.

Meine Schulkinder sind auf diesen Straßen unterwegs und ich selber als Radfahrerin.

Es ist wichtig für den Erhalt der Historischen Häuser um die Schäden so gering wie möglich zu halten.

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