Die Ebertallee ist zwischen der Luruper Chaussee und der Osdorfer Weg bereits heute stark belastet. Nach Ihren Prognosen wird sich dies um 1000 DTV erhöhen.

Der Streckenabschnitt wird besonders auch von LKW genutzt, die hier – wie viele PKW ebenfalls- oft mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fahren. Spätestens an den Kreuzungen und Fußgängerübergängen kommt es dann wieder zu lärmintensiven Bremsvorgängen. Eine faktische Geschwindigkeitsreduzierung auf dem Streckenabschnitt würde u. E. den Verkehr insgesamt flüssiger machen und darüber hinaus eine spürbare Lärmminderung nach sich ziehen. Hierdurch würde sich auch die Sicherheitssituation der Fußgänger und Radfahrer deutlich erhöhen (In diesem Streckenabschnitt der Ebertallee wohnen sehr viele Kinder!).

In dem betreffenden Bereich der Ebertallee befindet sich die „Steenkampsiedlung“. Es handelt sich um ein durch Reihenhäuser geprägtes Wohngebiet. Die Siedlung hat einen besonderen Erhaltungswert, was sich insbesondere in der 2001 politisch beschlossenen Erhaltungs- und Gestaltungssatzung widerspiegelt. Die Gebäude wurden kurz nach dem ersten Weltkrieg mit den spartanisch zur Verfügung stehenden Baustoffen geschaffen. Entsprechend empfindlich reagiert die Bausubstanz auf die verkehrsbedingten Erschütterungen mit Rissen in tragenden und nichttragenden Elementen. Die Bausubstanz in Verbindung mit den politisch gewollten Gestaltungs- und Erhaltungsauflagen fordert einen nicht unerheblichen Mitteleinsatz von den Eigentümern.

Begründung

Zum Schutz der Anwohner des Wohngebiets sowie der geschützten und empfindlichen Gebäudesubstanz sollte daher die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Ebertallee zwischen der Luruper Chaussee und dem Osdorfer Weg ernsthaft geprüft werden.

Wesentlicher Bestandteil der geschützten Steenkampsiedlung ist außerdem die doppelreihige Alleebepflanzung. Im Kreuzungsbereich zur Osdorfer Landstraße befindet sich der historische Eingangsbereich zur Steenkampsiedlung. Dieser wurde vor kurzem bereits durch den Bau einer Linksabbiegespur seiner Gestalt beraubt. Es ist unbedingt Sorge dafür zu tragen, dass keine weiteren Beschneidungen an dieser historischen Allee vorgenommen werden. Im Gegenteil sollte im Zuge des Verkehrskonzepts ein Rückbau der Linksabbiegespur geprüft werden.

Bei Stau vor dem Elbtunnel wird die Ebertallee massiv als Ausweichstrecke von der A 23/ A7 zur BAB-Auffahrt Othmarschen genutzt. Es ist zu Erwarten, dass sich dieses Phänomen durch die Bauarbeiten am A7-Deckel massiv ausweiten wird. Bitte betrachten Sie im Endbericht der Verkehrsuntersuchung daher auch den Ausweichverkehr von der Autobahn bei Deckelbau und nach Umsetzung des Verkehrskonzeptes.

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Neuigkeiten

  • Antwort von Herrn Staatsrat Rieckhof:
    Die Ebertallee gehört zum Netz der Hamburger Hauptverkehrsstraßen und ist mit 9000 bis 10.000 Fahrzeugen an einem Werktag eine der wichtigen und auch meist befahrenen Straßen im Stadtteil. Die Ebertallee hat als Hauptverkehrsstraße eine Sammelfunktion und dient der Bewältigung von stadtteilverbindenden und überörtlichen Verkehren. Sie erfüllt eine wichtige Verbindungsfunktionen zwischen Nord und Süd.

    Nach Auskunft der Innenbehörde, die ich zwischenzeitlich eingeholt habe, ist die Verkehrsunfalllage mit nur 28 Unfällen in drei Jahren (2011-2013) ziemlich unauffällig. Bei der Unfallauswertung wurden lediglich zwei Fälle mit „nicht angepasster Geschwindigkeit in anderen Fällen“ bekannt; die Ursache „Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit“ gar nicht. Hauptsächlich sind die Unfälle lediglich in Verbindung mit dem ruhenden Verkehr (vulgo: Parken) aufgenommen worden.

    Aus rechtlichen Gründen wäre die Einführung einer Tempo 30-Zone nur dann möglich, wenn der Durchgangsverkehr von untergeordneter Bedeutung wäre. Dies ist aber nicht der Fall. Als Zubringer zur BAB A7 zwischen den Anschlussstellen Bahrenfeld und Volkspark kann sie nicht aus dem Netz der Hauptverkehrsstraßen entlassen werden.

    Zusätzlich erfordert eine Beschränkung des fließenden Verkehrs nach § 45 StVO eine Gefahrenlage, die aufgrund der örtlichen Verhältnisse das Risiko einer Beeinträchtigung für wichtige Schutzgüter übersteigt (z.B. Unfallhäufung). Diese Gefahrenlage liegt in der Ebertallee ebenfalls nicht vor.

    Damit ist eine Ausweisung als Tempo 30 - Zone rechtlich ausgeschlossen.

    Heute existieren noch keine geeigneten Radverkehrsanlagen in der Ebertallee. Im Rahmen der bevorstehenden Grundinstandsetzung der Ebertallee im Bereich der Steenkampsiedlung wird auch der Straßenraum neu aufgeteilt werden. Die Mittelinsel mit dem ruhenden Verkehr und der doppelten Baureihe bleibt erhalten. Daneben wird aber auch ein Radfahr-Schutzstreifen im Straßenraum geschaffen werden, der die weiter Verkehrssicherheit erhöhen wird. Die Ausbesserung der maroden Fahrbahn wird zur Lärmminderung beitragen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Rieckhof

    - Staatsrat für Verkehr -
    Freie und Hansestadt Hamburg
    Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

  • siehe: www.ebertallee.de

  • Die LSBG (Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer) hat eine Anlieger-Information zur geplanten Sanierung der Ebertallee herausgebracht.
    Leider werden in der Planung ca. 2000m2 zusätzliche Fläche mit Betonplatten oder Wabensteinpflasterung versiegelt.

Pro

Der betreffende Abschnitt der Ebertallee führt durch die Steenkampsiedlung, die wiederum durch die Milieuschutzverordnung der Stadt geschützt ist. Daher meine ich: Nicht nur die Mieter und Eigentümer, sondern auch die Stadt muß sich an die Milieuschutzverordnung halten und den alten Baubestand schützen oder in seinen ursprünglichen Zustand zurück bauen.

Contra

Ich denke auch, dass sich hier mal wieder ein paar Wutbürger zusammengefunden haben, welche sich anfangs noch über ihre günstigen Wohungen gefreut haben und sich nun über den schon bekannten Verkehrslärm ärgern. Das kann man natürlich so nicht sagen, deshalb wird eine Milieuschutzverordnung, fast zusammenbrechende Häuser und gefährdete Kinder und Radfahrer vorgeschoben.