Region: Höxter

Unfallschwerpunkt B239 bei Fürstenau entschärfen – Tempo 70 an der Abfahrt L946 / Gewerbegebiet

Petition richtet sich an:
Stadt Höxter mit Bürgermeister Hartmann

202 Unterschriften

29 %
164 von 560 für Quorum in Höxter Höxter

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Petition richtet sich an: Stadt Höxter mit Bürgermeister Hartmann

Wir fordern eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der B239 im Bereich der Abfahrt Fürstenau (L946 / Detmolder Straße / Gewerbegebiet) von derzeit 100 km/h auf 70 km/h.

Die Geschwindigkeitsbeschränkung sollte in beiden Fahrtrichtungen rechtzeitig vor dem Einmündungsbereich beginnen, damit sich der Verkehr bereits vor der Abfahrt auf eine angemessene Geschwindigkeit reduziert.

An dieser Stelle kommt es seit Jahren immer wieder zu Verkehrsunfällen. Besonders auffällig ist dabei ein sich wiederholender Unfallhergang: Fahrzeuge, die auf der B239 aus Richtung Steinheim kommend nach links in Richtung Fürstenau bzw. Gewerbegebiet abbiegen möchten, kollidieren mit dem entgegenkommenden Verkehr aus Richtung Höxter.

Seit 2017 sind mindestens acht solcher nahezu gleichartigen Unfälle öffentlich dokumentiert. Dabei wurden mindestens 28 Menschen verletzt, davon mindestens sieben schwer.

Die Ursache der einzelnen Linksabbiegeunfälle liegt regelmäßig in einem Fehler beim Abbiegen bzw. in einer Fehleinschätzung des Gegenverkehrs. Ein Tempolimit kann solche Fehler nicht vollständig verhindern. Bei derzeit zulässigen 100 km/h können Fehleinschätzungen jedoch innerhalb kürzester Zeit schwerwiegende Folgen haben.

Ein Tempolimit von 70 km/h würde somit dazu beitragen,

  • den herannahenden Gegenverkehr besser einschätzbar zu machen,
  • mehr Zeit für Wahrnehmung und Reaktion zu schaffen,
  • den Bremsweg zu verkürzen und
  • insbesondere die Folgen einer möglichen Kollision erheblich zu vermindern.

Die Maßnahme wäre vergleichsweise einfach und kurzfristig umsetzbar.

Zuständig für eine entsprechende verkehrsrechtliche Anordnung ist die Stadt Höxter als Straßenverkehrsbehörde. Wir appellieren daher insbesondere an die Stadt Höxter und Bürgermeister Daniel Hartmann, die seit Jahren bestehende Situation erneut zu bewerten und kurzfristig bei Straßen NRW und Kreispolizeibehörde Höxter das Anhörungsverfahren mit dem Ziel, eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 70 km/h anzuordnen, einzuleiten.

Zugleich bitten wir Landrat Michael Stickeln, sich auch auf Kreisebene für eine kurzfristige Lösung einzusetzen und den Vorgang im Rahmen seiner aufsichtsrechtlichen Möglichkeiten zu begleiten.

Angesichts der dokumentierten Unfallserie sollte nicht erst auf den nächsten schweren Verkehrsunfall gewartet werden.

Begründung

Die Abfahrt Fürstenau an der B239 ist seit Jahren durch wiederkehrende Verkehrsunfälle auffällig. Dabei handelt es sich nicht lediglich um einzelne, völlig unterschiedliche Ereignisse. Vielmehr zeigt sich immer wieder derselbe Unfallmechanismus.

Seit 2017 sind öffentlich mindestens folgende acht Unfälle dokumentiert, bei denen Fahrzeuge beim Linksabbiegen von der B239 in Richtung Fürstenau bzw. Gewerbegebiet mit dem Gegenverkehr kollidierten:

18. Mai 2017
Eine 25-jährige Autofahrerin wollte von der B239 nach links in Richtung Fürstenau abbiegen und übersah ein entgegenkommendes Fahrzeug. Sie wurde leicht verletzt. Nach den damaligen Angaben der Polizei war das entgegenkommende Fahrzeug mit etwa 100 km/h unterwegs.

20. November 2019
Ein in Richtung Höxter fahrender Pkw wollte an der Abfahrt zum Industriegebiet nach Fürstenau abbiegen und kollidierte mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Durch den Aufprall wurde eines der Fahrzeuge zusätzlich gegen einen an der Kreuzung wartenden Pkw geschleudert. Zwei Menschen wurden leicht verletzt.

26. Dezember 2019
Ein 19-Jähriger fuhr von Steinheim in Richtung Höxter und wollte nach links in die Detmolder Straße abbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Zwei Menschen wurden leicht verletzt.

15. Juli 2023
Ein 20-Jähriger wollte auf der Fahrt von Steinheim nach Höxter an der ersten Einmündung zum Gewerbegebiet Fürstenau nach links abbiegen. Dabei kollidierte er mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Sechs Menschen wurden verletzt.

20. Juli 2024
Beim Linksabbiegen von der B239 in die Detmolder Straße kam es erneut zu einer Kollision mit dem Gegenverkehr. Ein weiteres Fahrzeug wurde in den Unfall verwickelt. Die Bilanz war besonders schwer: fünf Schwerverletzte und drei Leichtverletzte. Zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz, die B239 war mehrere Stunden voll gesperrt.

24. September 2024
Nur rund zwei Monate später kam es an derselben Stelle erneut zu einem schweren Unfall. Ein linksabbiegender Pkw kollidierte mit einem entgegenkommenden Fahrzeug; auch ein an der Kreuzung wartender Pkw wurde beschädigt. Zwei Menschen wurden schwer verletzt.

4. Dezember 2025
Eine Autofahrerin wollte von der B239 in das Gewerbegebiet Fürstenau abbiegen und kollidierte mit dem Gegenverkehr. Ein weiteres wartendes Fahrzeug wurde in den Unfall einbezogen. Drei Menschen wurden leicht verletzt, darunter ein achtjähriges Kind.

28. August 2026
Ein 41-Jähriger fuhr mit seinem neunjährigen Sohn von Steinheim Richtung Höxter und wollte an der Ausfahrt Detmolder Straße nach links abbiegen. Dabei kam es erneut zur Kollision mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Vier Menschen wurden leicht verletzt. Die B239 musste für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden.

Damit wurden bei diesen acht nahezu gleichartigen Unfällen innerhalb von gut neun Jahren mindestens 28 Menschen verletzt – mindestens sieben davon schwer.

Und die Unfallserie setzte sich unmittelbar fort: nur fünf Tage nach dem Unfall vom 28. August ereignete sich am 2. September 2026 an derselben Abfahrt bereits der nächste Unfall. Während ein Lkw in Richtung Fürstenau abbiegen wollte, fuhr ein nachfolgender Pkw auf. Eine Person wurde leicht verletzt.

Hinzu kommen weitere dokumentierte Verkehrsunfälle an dieser Einmündung mit anderen Unfallhergängen.

Dass schnelles Handeln möglich ist, hat der Kreis Höxter bereits gezeigt. Ein aktuelles Beispiel aus unserem eigenen Kreis Höxter belegt, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung an einer wiederholt auffälligen Kreuzung kurzfristig umgesetzt werden kann: nach mehreren schweren Unfällen an der Kreuzung B241/K21 bei Lütgeneder wurde im März 2026 ebenfalls eine Online-Petition für Tempo 70 gestartet. Mehr als 1.300 Menschen unterstützten die Forderung.

Landrat Michael Stickeln entschied anschließend, nicht erst die nächste Beratung der Unfallkommission abzuwarten. Er kündigte kurzfristig Tempo 70 für den Kreuzungsbereich an; die entsprechenden Schilder wurden wenig später aufgestellt. Der Landrat begründete sein Handeln gegenüber dem WDR damit, dass aus seiner Sicht „keine Zeit zu verlieren“ sei.

Die rechtlichen Zuständigkeiten sind in Fürstenau zwar anders gelagert: Hier ist zunächst die Stadt Höxter als Straßenverkehrsbehörde für eine Anordnung nach § 45 StVO zuständig.
Der Grundgedanke ist jedoch derselbe:

Wenn sich schwere Verkehrsunfälle an derselben Stelle wiederholen und eine verhältnismäßige, kurzfristig umsetzbare Sicherheitsmaßnahme zur Verfügung steht, sollte gehandelt werden, bevor es erneut zu einem schweren oder sogar tödlichen Unfall kommt.

Wir appellieren deshalb an Bürgermeister Daniel Hartmann und die Stadt Höxter, die Situation an der B239 bei Fürstenau mit derselben Entschlossenheit zu bewerten und die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der B239 im Bereich der Abfahrt Fürstenau auf 70 km/h zu reduzieren.

Für mehr Sicherheit auf der B239 – bevor der nächste schwere Unfall passiert.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Roland Vornholt, Höxter
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 04.09.2026
Sammlung endet: 03.10.2026
Region: Höxter
Kategorie: Verkehr

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Warum Menschen unterschreiben

Um einfach Unfälle dadurch zu vermeiden

.

Weil es in den vergangenen Jahren zu einem ungewöhnlich hohen Unfallaufkommen geführt hat.

Es wird Zeit das etwas passiert .

Zusätzlich zu Tempo 70 sollte noch ein Schild mit dem Hinweis UNFALLSCHWERPUNKT angebracht werden

Selbst als Einwohner Fürstenaus erfordert es große Konzentration die Abfahrt nicht zu verpassen .. Abbiegespur ist definitiv zu kurz

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