Unsere Kinder brauchen eine starke und verlässliche Ganztagsbetreuung: Kein Trägerwechsel beim Pakt!

Petition richtet sich an:
Stadtverordnetenversammlung Weiterstadt

354 Unterschriften

58 %
306 von 530 für Quorum in Weiterstadt Weiterstadt

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  1. Gestartet 16.10.2026
  2. Sammlung noch 4 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Stadtverordnetenversammlung Weiterstadt

Unsere Forderung

Wir fordern die Stadtverordnetenversammlung und insbesondere die antragstellenden Fraktionen CDU, ALW-GRÜNE und FDP auf, die Pläne zum Übergang der Trägerschaft des Pakts für den Ganztag an der Astrid-Lindgren-Schule in Braunshardt, der Carl-Ulrich-Schule in Weiterstadt und der Wilhelm-Busch-Schule in Schneppenhausen nicht weiterzuverfolgen. Sichern Sie die Fortführung der bestehenden kommunalen Trägerschaft durch die Stadt Weiterstadt und setzen Sie sich für den Erhalt der bewährten Strukturen und der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Schulen ein.

Unsere Forderungen an die Verantwortlichen in der Stadtverordnetenversammlung:

  1. Bestehende Trägerschaft beibehalten!
  2. Pädagogische Qualität und verlässliche Strukturen erhalten!
  3. Verlässliche Bezugspersonen und eingespielte Teams schützen!
  4. Ferienbetreuung (bis Klasse 8) personell und organisatorisch absichern!
  5. Wenn finanzielle Elternbeteiligung, dann nur mit einer umfangreichen, sozial gerechten und einfachen Härtefallregelung!

Begründung

Gründe die Trägerschaft beizubehalten:

Pädagogische Qualität und verlässliche Strukturen erhalten!
Die Stadt Weiterstadt hat über viele Jahre zusätzliche personelle und organisatorische Strukturen geschaffen, die über die grundlegenden Anforderungen des Pakts für den Ganztag hinausgehen. Dazu gehören insbesondere Ressourcen für Koordination, Vertretungen und die Zusammenarbeit zwischen Schule und Betreuung – dem Ganztag der Stadt Weiterstadt.

Durch einen Trägerwechsel wird eine Reduzierung der bisherigen personellen Ausstattung sowie eine Verlagerung organisatorischer Aufgaben auf die Schulen befürchtet. Dies könnte die Ausfallsicherheit beeinträchtigen und zulasten der Lernzeiten und der individuellen Förderung gehen.

Hinzu kommt, dass beispielsweise an der Astrid-Lindgren-Schule über viele Jahre gemeinsam mit der Schulleitung, städtischen Koordinationskräften und Beschäftigten des Ganztags pädagogische Konzepte entwickelt wurden. Diese schaffen verbindliche Standards und ermöglichen eine enge Verzahnung von Unterricht und Betreuung.

Verlässliche Bezugspersonen und eingespielte Teams schützen!
Gerade Grundschulkinder brauchen feste Bezugspersonen, vertraute Abläufe und ein stabiles pädagogisches Umfeld. An den Weiterstädter Schulen sind über viele Jahre eingespielte Teams entstanden, die eng mit Lehrkräften, Schulleitungen und Familien zusammenarbeiten.

Ein Trägerwechsel gefährdet diese Kontinuität. Unterschiedliche tarifliche Bedingungen und neue Arbeitsverträge könnten dazu führen, dass erfahrene Beschäftigte nicht zum neuen Träger wechseln. Damit gingen vertraute Bezugspersonen und wertvolle Erfahrung verloren. Aktuelle und zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ganztagsbetreuung brauchen faire Arbeitsbedingungen, Wertschätzung und sichere Arbeitsplätze.

Ferienbetreuung (bis Klasse 8) personell und organisatorisch absichern!
Die Ferienbetreuung in Weiterstadt ist eng mit den bestehenden personellen Strukturen der kommunalen Schulkindbetreuung verbunden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die während des Schuljahres im Ganztag tätig sind, werden auch für die Ferienangebote eingesetzt. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, der seit Sommer 2026 schrittweise eingeführt wird, beinhaltet auch eine Betreuung in der Ferienzeit (Schließzeit max. 4 Wochen pro Jahr) und wird somit vom Träger übernommen.

Die Ferienbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 bleibt weiterhin freiwillig und soll laut Planung der Kooperation weiterhin in der Verantwortung der Stadt Weiterstadt liegen. Damit stellt sich eine zentrale Frage: Wer übernimmt künftig die Ferienbetreuung der älteren Schülerinnen und Schüler, wenn die bislang dafür eingesetzten städtischen Betreuungskräfte nicht mehr zur Verfügung stehen?

Finanzielle Elternbeteiligung nur mit sozial gerechter Härtefallregelung!
Wir erkennen ausdrücklich an, dass die Stadt Weiterstadt angesichts ihrer finanziellen Situation nach Möglichkeiten suchen muss, den kommunalen Haushalt zu entlasten. Bislang übernimmt die Stadt die Kosten des Grundmoduls der Ganztagsbetreuung bis 14:30 Uhr, der Landkreis erhebt für dieses Modell aktuell 98 Euro. Eine Alternative zur Übertragung der Trägerschaft könnte darin bestehen, nur das Konzept der finanzielle Elternbeteiligung vom Landkreis zu übernehmen und die Trägerschaft beizubehalten.

Familien mit geringem Haushaltseinkommen sollten dabei eine vollständige oder anteilige Kostenübernahme erhalten können. Die Regelungen müssen sozial gerecht, transparent und unbürokratisch ausgestaltet sein, damit kein Kind aus finanziellen Gründen von der Ganztagsbetreuung ausgeschlossen wird.

Berechnungen der Verwaltung zeigen, dass die Belastung der Stadtkasse von ca. 540 k€ im Schuljahr 2023/24 durch die Trägerschaft an den drei betroffenen Schulen bei der Einführung eines Elternbeitrags gedeckt werden kann, wenn ca. 80-85% der Eltern diesen Beitrag leisten. Dadurch wäre gewährleistet, dass z.B. allen Kinder die aufgrund der Einkommenssituation das Mittagessen bezahlt bekommen auch eine Übernahme des Kostenbeitrags für die Ganztagsbetreuung gewährt werden könnte. Eine Kopplung der Kostenübernahme an die Berufstätigkeit der Eltern, wie vom Landkreis praktiziert und nur ca. 3% der Kinder betrifft, gefährdet die Bildungsgerechtigkeit.

Unser Appell

Weiterstadt hat über viele Jahre in eine verlässliche und qualitativ hochwertig Ganztagsbetreuung investiert. Wir sollten alle Stolz auf diese gewachsenen und eingespielten Strukturen sein bei dem die Interessen der Kinder und Familien im Mittelpunkt stehen. Der geplante Übergang der Trägerschaft für den „Pakt für den Ganztag“ an den Landkreis gefährdet aus unserer Sicht dieses funktionierende und hochgeschätzte System. Wir fordern daher die Verantwortlichen in der Stadtverordnetenversammlung auf, von diesen Plänen Abstand zu nehmen, eine transparente und vollumfängliche Gegenüberstellung sämtlicher Optionen zu veranlassen und im Sinne von unseren Kindern zu entscheiden.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 16.10.2026
Sammlung endet: 18.11.2026
Region: Weiterstadt
Kategorie: Bildung

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Warum Menschen unterschreiben

Weil es um die Zukunft geht.

Ich (die Mutter) arbeite in Heidelberg und kann meinen Sohn nicht vor 17:00 Uhr abholen. Durch die Schulbetreuung ist mein Sohn sicher und hat im Notfall immer jemanden an seiner Seite. Für uns ist diese Unterstützung sehr wichtig, damit wir arbeiten können.

Es wäre auch sehr gut, wenn er seine Hausaufgaben in der Schule machen und dort lernen könnte. So könnten wir zu Hause mehr Zeit als Familie verbringen.

Ich möchte, dass Eltern sicher gehen können, dass ihre Kinder gut betreut werden. Nur so ist arbeiten möglich,
sonst gibt es nur zusätzlichen Stress, der auf die Dauer krank macht.

Weil es wichtig ist, Familien zu unterstützen, wo beide Eltern arbeiten müssen um einen Lebensstandard zu erreichen. Das ist mit der Abschaffung der Ganztagsbetreuung gefährdet und könnte die ein oder andere Familie in Bedrängsnis bringen.

Es geht um die kinder und Familien

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