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Intransparente Standortentscheidung, veraltete Raumkonzepte und offene Fragen zu Klima und Kosten
1. Intransparente Standortanalyse:Warum durfte die Politik offenbar nur zwischen der Bebauung des Sportplatzes und dem Standort am LvD entscheiden? Warum wurde das Grundstück der ehemaligen Realschule nicht gleichberechtigt als Alternative geprüft?
2. Alte Pädagogik in neuen Räumen?Wo ist die pädagogische Zukunftsvision der Gesamtschule dokumentiert? Wie soll modernes Lernen in Räumen gelingen, deren Planung möglicherweise auf einem überholten Verständnis von Schule beruht?
3. Zu wenig Platz für 1.200 Schüler?Kann ein Schulhof, der ursprünglich für eine deutlich kleinere Schule geplant wurde, künftig für 1.200 Schüler ausreichend Aufenthalts- und Bewegungsflächen bieten?
4. Wo bleiben die Fahrradstellplätze?Ziel sollte sein, dass möglichst jedes Kind aus Kempen und Umgebung sicher mit dem Fahrrad zur Schule kommen kann. Wo sollen die dafür erforderlichen Stellplätze entstehen? Die Aussage, entsprechende Lösungen seien „geplant“, überzeugt wenig, wenn nicht einmal konkret gezeigt werden kann, wo und wie sie umgesetzt werden sollen.
5. Wünsche der Sportfachschaften ignoriert? Wenn die geplanten Veränderungen den Sportunterricht und das Sportabitur verschlechtern, wie lässt sich dann behaupten, die Wünsche der Schulen seien ausreichend berücksichtigt worden?
6. Klimaschutz und natürlicher Wasserkreislauf: Wie wird sichergestellt, dass möglichst viel Regenwasser vor Ort verdunstet und damit zur Kühlung des Schulgeländes beiträgt? Versickerungsanlagen und Regenwasserspeicher allein beantworten noch nicht die Frage, wie der natürliche Wasserhaushalt bestmöglich erhalten wird.
Warum wurde bei der Regenwassernutzung bislang nur die Bewässerung genannt, nicht aber die Toilettenspülung?
7. Gutachten zum Flächenerhalt übergehen? Wenn Gutachten den Erhalt einer Fläche empfehlen, muss nachvollziehbar begründet werden, warum davon abgewichen wird. Wird der Verantwortung für Klimaschutz, Bäume und Stadtklima ausreichend Rechnung getragen? Wo sollen notwendige Ausgleichflächen geschaffen werden?
8. Rechtswidrige Mobilitätsplanung?Eine Baustraße soll offenbar später als gemeinsamer Fuß- und Radweg dienen. Das FaNaG NRW §13 fordert bei der Neuanlage von Radverkehrsanlagen die Trennung von Fuß- und Radverkehr. Warum wird nicht von Anfang an eine zukunftsfähige Lösung geplant? Zusätzliche Versiegelung und Baumfällungen müssen kritisch hinterfragt werden. Wurden alternative Routen für den Baustellenverkehr ausreichend geprüft?
9. Keine langfristige Perspektive für beide Gymnasien? Warum wird die Möglichkeit, beide Gymnasien künftig zusammenzulegen, offenbar nicht in die langfristigen Überlegungen einbezogen? Bei einer Entscheidung mit jahrzehntelanger Wirkung müssen auch alternative Schulentwicklungsmodelle mitgedacht werden, statt sich frühzeitig auf eine einzige Lösung festzulegen.
10. Wer bezahlt die Folgekosten? Wenn am anderen Standort umfangreiche Umbauten nötig sind, um das pädagogische Konzept des LvD umzusetzen, warum wird der Erhalt des bestehenden Standorts nicht ernsthaft geprüft? Bereits sanierte Stromleitungen, Toilettenanlagen und Brandschutz könnten weiter genutzt werden. Warum wurde das bisher nicht thematisiert?
Kempen verbaut möglicherweise mehr als nur Flächen: Es geht um die Zukunft unserer Kinder. Wir brauchen transparente Entscheidungen, eine ernsthafte Prüfung aller Standortalternativen und eine Schulplanung, die Pädagogik, ausreichend Platz, sichere Mobilität, Klimaschutz und finanzielle Verantwortung gleichermaßen berücksichtigt. -
Weil ich viele und schöne Erinnerungen habe. Der ideale Ort für Kinder rundherum schöne Natur. Diese schöne Idylle und Sicherheit für Kinder sollte man nicht zerstören.