Region: Kempen

Unseren Ludwig-Jahn-Sportplatz erhalten - Ratsbeschluss aufheben!

Petition richtet sich an:
Rat der Stadt Kempen

1.370 Unterschriften

100 %
1.007 von 630 für Quorum in Kempen Kempen

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  1. Gestartet August 2026
  2. Sammlung noch > 2 Monate
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  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Rat der Stadt Kempen

Wir fordern den Rat der Stadt Kempen auf, den Beschluss zur Bebauung des Ludwig-Jahn-Sportplatzes aufzuheben und den Sportplatz dauerhaft als Naturrasen-Sportanlage zu erhalten.
1.     Für unser Klima
2.     Für bestes Abi, besten Sport und beste Bildung
3.     Für verantwortlichen Umgang mit unseren Steuergeldern
Seit der Beschlussfassung haben sich neue Erkenntnisse ergeben. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Entscheidung neu zu bewerten.

Begründung

1. für unser Klima
10.000 Hitzetote schon in diesem Sommer in Deutschland. Hitze, Dürre und Überschwemmungen bedrohen zunehmend auch Kempen. Gefragt sind daher alle Maßnahmen, uns vor klimawandelbedingten Gefahren zu schützen. (Klimaanpassung.Kommunen.NRW | efre.nrw)
Die Maßnahmen von KlimaKonkret - Unsere Städte und Gemeinden klimafit machen! dienen hier als Grundlage unserer Forderungen:

  • Grünflächen zu sichern und vernetzen und deshalb den Sportplatz erhalten, als Aufenthaltsraum weiterentwickeln und vernetzen (z.B. mit Schulstraßen zwischen den Schulen).
  • Dächer, Fassaden und Schulhöfe begrünen: Fördermaßnahmen nutzen https://www.umwelt.nrw.de/coole-schulhoefe-gruener-kuehler-schoener und Schulen selber Möglichkeiten geben, aktiv zu werden www.jugend-pflastert-ab.de
  • Wasser intelligent nutzen: intelligentes Regenwassermanagement durch Schwammstadt-Prinzip und naturnahe Maßnahmen. Der Platz liegt tiefer und kann so Starkregenereignisse aufnehmen. Regenwasser kann hier verdunsten und versickern. (60% des Regenwassers sollen möglichst verdunsten.)
  • Alltagswege klimafit machen. Wegeverbindungen im Schatten sind auf dem Grundstück des Ludwig-Jahn-Sportplatzes vorhanden, die sofort wieder geöffnet werden können. (vgl. Anregung FUSS e.V.: https://youtu.be/aGYQKgWVXKc?si=LRCoPe24d_nIghGe)

Baumfällungen sind nicht akzeptabel. Alle Bäume müssen erhalten bleiben, um weiterhin zu kühlen, die Luftqualität zu verbessern und CO₂ speichern zu können.
(zur Info: Das Gutachten von Valentin empfahl schon 1990 die Erhaltung und Sicherung des Platzes.)

2. für bestes Abi, für besten Sport und für beste Bildung
Seit diesem Jahr gilt eine neue Abiturverordnung. Künftig kann Sport auf unterschiedlichen Wegen als Abiturfach belegt werden. Dadurch gewinnt das Fach weiter an Bedeutung und eine Kürzung des Sportunterrichts ist nicht mehr möglich, wie sie bislang teilweise praktiziert wurde.
Bereits heute reichen die vorhandenen Sportstättenkapazitäten nicht aus.
Beste Bildung geht nur mit Bewegung im Unterricht und in den Pausen. Der Ludwig-Jahn-Sportplatz kann auch in Einzelstunden und in Pausen genutzt werden.
Der Ludwig-Jahnsportplatz ist bei jeder Temperatur nutzbar. Während im Sportpark Temperaturen von 58° auf dem Tartanfeld und 48° auf dem Kunstrasenplatz gemessen wurden, waren es in der Sonne auf dem Ludwig-Jahn-Sportplatz 30° und im Schatten 25°. (siehe Temperaturmessungen im Westen am 15.07.2026: https://youtu.be/x_jrvcXC6vA?is=ZaO68rQmubJmtbft.)
Es bleiben die kurze Wege zu den Sportstätten. Jede Veränderung muss Verbesserung bringen, aber keine Verschlechterung. Die Wege zum Sportpark sind eine klare Verschlechterung (vom Thomaeum zum Rasenplatz: 1km statt 100m, Messung s. Anhang).

3. für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Steuergeldern
Reine Sanierungskosten betragen laut PBS-Gutachten für die reinen Gebäudesanierungen aller weiterführenden Schulen etwa 37 bis 47 Mio. €. Die Gesamtkosten für alle geplanten Maßnahmen wie z.B. der Bebauung des Ludwig-Jahn-Sportplatzes sollten zuerst 80 Mio. kosten, aber mittlerweile redet man von mindestens 100 Mio.. Zusätzlich muss man die weitere Zinslast beachten.
Der Erhalt des Ludwig-Jahn-Sportplatzes bringt Kempen eine Sportanlage mehr ohne weitere Kosten.
Nach den Schülerzahlen braucht es kein neues Schulgebäude, sondern es reichen die vorhandenen Gebäude bei weitem aus. 2010 war Platz für 133 Klassen, 2020 gab es nur noch 93 Klassen. Der Schulentwicklungsplan der Stadt Kempen weist konstante bis fallende Schülerzahlen aus, so dass auch zukünftig kein weiterer Raumbedarf entstehen wird. (2007/08: 3452, 2012/13: 3083, 2019/20: 2409)

Insgesamt nimmt die Bevölkerung in Deutschland und auch in Kempen ab. KM_2024.pdf
Bereits während des Umbaus der Martinschule hatten alle Schulen ausreichende Räumlichkeiten. Der Ausbau des Dachgeschosses könnte zusätzlich umgesetzt werden und brachte dementsprechend weitere Räume, die vorher nicht geplant waren.

Eine lebendige Demokratie lebt davon, dass die Argumente der Bürgerschaft ernst genommen und transparent abgewogen werden.
Deshalb fordern wir:

  • die Aufhebung des Ratsbeschlusses zur Bebauung des Ludwig-Jahn-Sportplatzes,
  • den dauerhaften Erhalt des Ludwig-Jahn-Sportplatzes als Naturrasen-Sportanlage,
  • den Schutz der vorhandenen Bäume und Grünflächen, sowie die Weiterentwicklung der Umgebung zu einem naturnahen Park (Schulen im Park),

Unser Appell
Der Ludwig-Jahn-Sportplatz ist mehr als ein Sportplatz. Er ist Lernort, Treffpunkt, Grünfläche, Klimaschutzmaßnahme und Teil der Geschichte unserer Stadt.
Ist er erst einmal bebaut und sind die Bäume gefällt, gibt es kein Zurück.
Wir fordern den Rat der Stadt Kempen deshalb eindringlich auf, den Beschluss zur Bebauung aufzuheben und gemeinsam mit Schulen, Vereinen und der Bürgerschaft eine Lösung zu finden, die den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.
Erhalten wir den Ludwig-Jahn-Sportplatz – für unsere Kinder, unsere Schulen, unsere Vereine und für ein lebenswertes Kempen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, LJP-Freunde, Kempen
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 02.08.2026
Sammlung endet: 01.02.2027
Region: Kempen
Kategorie: Sport

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Neuigkeiten

  • Intransparente Standortentscheidung, veraltete Raumkonzepte und offene Fragen zu Klima und Kosten
    1. Intransparente Standortanalyse:Warum durfte die Politik offenbar nur zwischen der Bebauung des Sportplatzes und dem Standort am LvD entscheiden? Warum wurde das Grundstück der ehemaligen Realschule nicht gleichberechtigt als Alternative geprüft?
    2. Alte Pädagogik in neuen Räumen?Wo ist die pädagogische Zukunftsvision der Gesamtschule dokumentiert? Wie soll modernes Lernen in Räumen gelingen, deren Planung möglicherweise auf einem überholten Verständnis von Schule beruht?
    3. Zu wenig Platz für 1.200 Schüler?Kann ein Schulhof, der ursprünglich für eine deutlich kleinere Schule geplant wurde, künftig für 1.200 Schüler ausreichend Aufenthalts- und Bewegungsflächen bieten?
    4. Wo bleiben die Fahrradstellplätze?Ziel sollte sein, dass möglichst jedes Kind aus Kempen und Umgebung sicher mit dem Fahrrad zur Schule kommen kann. Wo sollen die dafür erforderlichen Stellplätze entstehen? Die Aussage, entsprechende Lösungen seien „geplant“, überzeugt wenig, wenn nicht einmal konkret gezeigt werden kann, wo und wie sie umgesetzt werden sollen.
    5. Wünsche der Sportfachschaften ignoriert? Wenn die geplanten Veränderungen den Sportunterricht und das Sportabitur verschlechtern, wie lässt sich dann behaupten, die Wünsche der Schulen seien ausreichend berücksichtigt worden?
    6. Klimaschutz und natürlicher Wasserkreislauf: Wie wird sichergestellt, dass möglichst viel Regenwasser vor Ort verdunstet und damit zur Kühlung des Schulgeländes beiträgt? Versickerungsanlagen und Regenwasserspeicher allein beantworten noch nicht die Frage, wie der natürliche Wasserhaushalt bestmöglich erhalten wird.
    Warum wurde bei der Regenwassernutzung bislang nur die Bewässerung genannt, nicht aber die Toilettenspülung?
    7. Gutachten zum Flächenerhalt übergehen? Wenn Gutachten den Erhalt einer Fläche empfehlen, muss nachvollziehbar begründet werden, warum davon abgewichen wird. Wird der Verantwortung für Klimaschutz, Bäume und Stadtklima ausreichend Rechnung getragen? Wo sollen notwendige Ausgleichflächen geschaffen werden?
    8. Rechtswidrige Mobilitätsplanung?Eine Baustraße soll offenbar später als gemeinsamer Fuß- und Radweg dienen. Das FaNaG NRW §13 fordert bei der Neuanlage von Radverkehrsanlagen die Trennung von Fuß- und Radverkehr. Warum wird nicht von Anfang an eine zukunftsfähige Lösung geplant? Zusätzliche Versiegelung und Baumfällungen müssen kritisch hinterfragt werden. Wurden alternative Routen für den Baustellenverkehr ausreichend geprüft?
    9. Keine langfristige Perspektive für beide Gymnasien? Warum wird die Möglichkeit, beide Gymnasien künftig zusammenzulegen, offenbar nicht in die langfristigen Überlegungen einbezogen? Bei einer Entscheidung mit jahrzehntelanger Wirkung müssen auch alternative Schulentwicklungsmodelle mitgedacht werden, statt sich frühzeitig auf eine einzige Lösung festzulegen.
    10. Wer bezahlt die Folgekosten? Wenn am anderen Standort umfangreiche Umbauten nötig sind, um das pädagogische Konzept des LvD umzusetzen, warum wird der Erhalt des bestehenden Standorts nicht ernsthaft geprüft? Bereits sanierte Stromleitungen, Toilettenanlagen und Brandschutz könnten weiter genutzt werden. Warum wurde das bisher nicht thematisiert?
    Kempen verbaut möglicherweise mehr als nur Flächen: Es geht um die Zukunft unserer Kinder. Wir brauchen transparente Entscheidungen, eine ernsthafte Prüfung aller Standortalternativen und eine Schulplanung, die Pädagogik, ausreichend Platz, sichere Mobilität, Klimaschutz und finanzielle Verantwortung gleichermaßen berücksichtigt.

Lernen und Bewegung gehören zusammen - sie unterstützen den Aufbau des Gehirns! Wer sich nicht bewegt bleibt sitzen. Wer nicht rückwärts laufen kann, hat Schwierigkeiten mit dem Subtrahieren.

Alle schreien nach Planungssicherheit und hier wird eine vor Jahren geschlossene Entscheidung wieder von einigen Nostalgikern in Frage gestellt. Die aus meiner Sicht nicvt das wohl der Schüler sondern nur Ihr eigenes in den Vordergrund stellen.

Warum Menschen unterschreiben

Weil ich viele und schöne Erinnerungen habe. Der ideale Ort für Kinder rundherum schöne Natur. Diese schöne Idylle und Sicherheit für Kinder sollte man nicht zerstören.

Wir brauchen mehr Grünflächen, das ist Fakt ! Wir brauchen aber auch mehr gemeinsame Maßnahmen zum stabilisieren des Miteinanders und da ist Sport ein wichtiger Aspekt.

Es kann nicht angehen, dass unsere Kinder immer weniger (Schul-)Sport haben. Es sollte nicht bei unseren Kindern gespart, gekürzt o. ä. werden.
Zumal die Finanzierung des Bauprojekts noch nicht abschließend gesichert ist.

Sportstätten sind Begegnungsstätten, wie Kulturgut zugleich, und deshalb so wichtig.

Grüne Lunge in der Stadt soll erhalten bleiben.

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