Dramatische Holzernte in den Fahner Höhen (oberhalb Friedrichsdorf)- an dieser Stelle wurden weit über 200 gesunde Eichen mit einem Stammumfang von 1.5-2.0 Meter im November 2018 wiederholt aus dem schmalen Höhenzug entnommen.

Es geht dabei wohl nicht darum, den Wald zu schützen und zu stabilisieren, sondern um rein ökonomische Gründe und eine gewisse Maßlosigkeit privater Eigentümer und des Thüringen Forsts.

Über hunderte Jahre entwickelter, gesunder Wald wird hier binnen weniger Jahre vernichtet.

Das grüne Dach, welches ein Wald benötigt, wird zerstört. Hitze und Sturm führen zu einer Austrocknung, besonders hier, an sonnigen und windreichen Höhenzügen.

Wald ist ein riesiger CO2-Staubsauger, der schlechte Luft ausfiltert, einlagert und nach dem Absterben als Humus in den Boden abgibt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass je älter Bäume werden, sie um so schneller wachsen. Bäume mit einem Stammdurchmesser von 1m erzeugen 3x soviel Biomasse wie halb so dicke Bäume. Alte Bäume sind leistungsstark und deshalb besonders wichtig in Zeiten des Klimawandels.

Wälder "auszuforsten", um sie zu stabilisieren, ist falsch!

Durch die Entnahme alter Eichen (wie hier in großem Maße geschehen) führt zur Schwächung der Wälder. Es entstehen lichte Wälder (lt. Thüringen Forst sogenannte "Lichtlinsen"), Sonnenlicht kann ungehindert auf den Waldboden gelangen und ihn austrocknen. Junge Bäume, deren Wurzeln noch nicht stark sind, vertrocknen. Außerdem entstehen durch den Einsatz schwerer Technik (Harvester etc.) Gassen mit stark verdichtetem und geschädigtem Boden, der einen enormen Langzeitschaden für den Wald darstellt und Schädlingsbefall, Kahlfraß, Pilzbefall und Wurzelquetschungen zur Folge haben. An den sogenannten "Lichtlinsen" hat bei Sturm kein Baum die Möglichkeit, sich an einem nahestehenden Baum abzustützen. Baumkronen verlieren zunehmend an Dichte und es kommt zu absterben von Höhentrieben.

Eine Gemeinschaft von Bäumen muss erhalten werden damit der Wald es schafft ein Ökosystem zu bleiben, welches extreme Hitze und Kälte abfedert, große Mengen Wasser speichert und hohe Luftfeuchtigkeit entstehen lässt.

Der Wald ist eine unserer letzten, intakten Ökosysteme in Thüringen, wird aber oft nur ökonomisch definiert. Wird weiterhin in solchem Umfang Raubbau an unseren Wäldern betrieben, steht der Fortbestand des Waldes für nachfolgende Generationen auf dem Spiel.

Sollten wir nicht hier anfangen auf den Klimawandel zu reagieren? Es muss uns doch zu denken geben, warum wir in Deutschland die Klimaziele nicht erreichen.

Durch die Forstverwaltung wird das wertvolle Holz je nach Nachfrage als Furnierholz auf den Markt gebracht. Wer Kontrolliert wie viel wertvoller Baumbestand entnommen wurde und wird? Wie viel Waldboden wird durch Maschinen verdichtet und zerstört? Wer kontrolliert eine solche Waldbewirtschaftung, an der sich wenige bereichern und Generationen schaden tragen?

Begründung

In der "Thüringer Allgemeinen" vom 25.01.2019 wurde die Wertholzsubmission vom Thüringen Forst in Fakten dargestellt:

  • 1532 Festhölzer im Angebot

  • 1401 Festmeter an 27 in- und ausländische Bieter

  • Gesamterlös 580.000,-- Euro

  • Festmeterpreis 414,-- Euro (4,-- Euro über dem Wert von 2018 und somit eine Steigerung im 5. Jahr in Folge)

Jährlich verkauft das Forstamt Holz von Waldeigentümern im Wert von 2.000.000,-- Euro. Eiche ist dabei die gefragteste Baumart, von der es aber in Europa und auch weltweit zu wenig gibt. 987 Festmeter Eiche erzieltem hier einen Durchschnittspreis von 516,--Euro/Festmeter. Das Jahr 2018 von monatelanger Dürre und Stürmen geprägt. Die Folgen waren 1,1 Mio. Festmeter Bruch-und Wurfholz sowie Borkenkäfer-Befall. Der Klimawandel ist nicht zu übersehen. Trotz dieser sich schon lange abzeichnenden Klimaveränderungen werden weiterhin die stabilsten, gesündesten und mehrere hundert Jahre alten Eichen aus reiner Profitgier in dieser Menge gefällt.

Auch der kleine Höhenzug der "Fahner Höhen" ist stark davon betroffen. Auch dieses Waldgebiet muss herhalten, um Firmen in Bayern oder auch weltweit die Möglichkeit zu bieten einen vielfachen Gewinn zu erwirtschaften. Der in unseren Wäldern entstandene Schaden ist mit Geld jedoch gar nicht aufzuwiegen!

Der einmal in einem solchen Umfang geschädigte Wald mit altem Eichenbestand kann sich in dem durch Abholzen geschaffenen lichten Wald nicht mehr entwickeln bzw. regenerieren. Der Waldzustandsbericht verschlechtert sich bereits über Jahre. Rückläufige Vogelkulturen werden beklagt. Der Naturschutzbund bestätigt eine gewisse Machtlosigkeit gegenüber dem Thüringen Forst.

Wie lange soll die schonungslose Waldbewirtschaftung durch den Thüringen Forst hingenommen werden?

Die Gesetzgebung zur Kontrolle des Thüringen Forst muss eine Veränderung bringen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Frau aus Erfurt OT Töttelstädt
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Warum Menschen unterschreiben

  • vor 8 Tagen

    Ich Lebe in dieser Region. Meine Tochter soll auch mal in diesem Wald spazieren gehen können. Außerdem richtet unsere Spezies genug Schaden an und wenn ich mit meiner Stimme vielleicht was Gutes bewirken kann, dann gebe ich sie.

  • vor 9 Tagen

    Ökologische Aspekte sollten über ökonomischen stehen Schutz der Heimat

  • am 06.02.2019

    Würde gern die Linken mobilisieren, wie im Hambacher-Forst. Was war da anders? Baumhäuser, okay die haben wir noch nicht!

  • am 30.01.2019

    Weil es schonendere Mittel und Möglichkeiten der Waldbewirtschaftung gibt. Diese aber aus Zeit und Profitgründen zu Lasten der Wälder und der darin vorkommenden sensiblen Böden, Pflanzen- und Tierwelt keine bis kaum eine Anwendung finden.

  • am 30.01.2019

    Weil hier unter dem Deckmantel der Waldpflege ausschließlich geschäftlich gedacht und gehandelt wird. Dies zeichnet sich dadurch aus, dass die Stämme welche Geld bringen trotz wahnsinniger Schäden an Wegen und Wald im Herbst zum Abtransportieren auf die jeweiligen Plätze gezogen wurden, währenddessen der Kleinkram, welcher kein Geld bringt im gesamten Wald herum liegt. es ist kein Weg und kein Pfad mehr da welcher unbeschädigt ist und gefahrlos zu bewandern wäre. Dies passiert in einer Region welche größtenteils als Naturschutzgebiet ausgezeichnet ist. Da sich Thüringen Forst wie die Waldvandalen benimmt wird es Zeit dagegen einzuschreiten. Deshalb ist mir diese Petition sehr wichtig.

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