Jährlich werden in Deutschland rund eine halbe Million Füchse von Jägern getötet, obwohl der Sinn der Fuchsjagd bereits seit Jahrzehnten von Experten angezweifelt und widerlegt wird. Beispiele wie Luxemburg, wo die Fuchsjagd bereits verboten wurde, beweisen die Sinnlosigkeit der Fuchsjagd.

Auch im Kreis Gießen werden Füchse genau jetzt im Rahmen der sog. Fuchswochen besonders intensiv bejagt. Bitte geben Sie den Füchsen jetzt Ihre Stimme und helfen Sie dabei, dieses sinnlose Töten zu stoppen und zu verbieten!

Eine künstliche Regulierung der Fuchspopulation durch die Jagd ist auch in der modernen Kulturlandschaft völlig unnötig. Die Jagd auf Füchse dient auch weder dem Artenschutz, noch der Eindämmung von Wildkrankheiten. Sie zerstört vielmehr die Sozialstrukturen und stört die effektiven natürlichen Regulationsmechanismen der Fuchspopulation. Die Fuchsjagd fördert dadurch letztendlich unnatürlich hohe Geburtenraten, eine erhöhte Gefahr der Ansteckung mit sowie der Verbreitung von Wildkrankheiten und hat noch viele weitere negative Folgen für das gesamte Ökosystem. Die Fuchsjagd ist daher ökologisch falsch, kontraproduktiv und schädlich. Der Zustand der biologischen Vielfalt in Deutschland ist dramatisch schlecht. Die intensive Jagd und Hege konnte diese Entwicklung nicht bremsen, sondern begünstigt sie weiterhin. Das muss ein Ende haben!

Wir stellen gemeinsam mit den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern dieser Petition folgende Forderungen: - Anerkennung wissenschaftlicher Studien und Expertenmeinungen (auch international), die die Notwendigkeit der Bejagung des Fuchses in Frage stellen und widerlegen. - Stopp der Verbreitung von veralteten bzw. bereits mehrfach widerlegten Meinungen, die zur Fehlinformation und Verunsicherung der Bevölkerung beitragen (angebliche Notwendigkeit & Möglichkeit einer Regulierung der Fuchsbestände durch die Jagd; übertriebene Panikmache vor Tollwut, Fuchsbandwurm, Räude, etc.; Schuld des Fuchses am Rückgang des Niederwilds). - Keine Fuchswochen mehr! - Verbot der Fuchsjagd!

Wir fordern zudem die Politik generell auf, die wichtigen Themen Umwelt-, Natur-, Arten-, Wildtierschutz sowie den allgemeinen Tierschutz ernster zu nehmen und sich gegen Interessengemeinschaften wie Jagd und Landwirtschaft besser durchzusetzen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Dipl.-Ing. (FH) Daniel Peller Wildtierschutz Deutschland e.V.

Die Petition richtet sich an - den Petitionsausschuss des Hessischen Landtags. - Frau Priska Hinz, Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. - Frau Ursula-Hammann, Vizepräsidentin des Hessischen Landtages, Sprecherin für Naturschutz, Tierschutz und Europa. - Frau Dr. Christiane Schmahl, Erste Kreisbeigeordnete im Landkreis Gießen. - Herrn Dieter Mackenrodt, 1. Vorsitzende des Jagdvereins >>Hubertus

Begrundelse

Am 5. Januar 2017 hat der „Jagdverein Hubertus Giessen u. Umgebung e.V.“ auf seiner Internetpräsenz eine Einladung zu den sog. „Fuchswochen 2017“ veröffentlicht [1]. Während dieser „Fuchswochen“, die zu dieser Zeit vielerorts in Deutschland ausgerufen werden, findet traditionell eine besonders intensive Bejagung von Füchsen statt. Doch ist diese alte Tradition aus heutiger Sicht zeitgemäß und sinnvoll? Wir sagen nein!

Die Jagd auf Füchse ist nun einfacher, da die Füchse sich in ihrer Paarungszeit befinden und deshalb weniger vorsichtig als üblich sind. Zudem sind durch den Schnee aktive Baue und Wechsel leichter zu finden. Dies wird alljährlich ausgenutzt, um innerhalb von kurzer Zeit im Rahmen der Fuchswochen auch im Kreis Gießen möglichst viele Füchse zu töten. Im Jahr 2012 waren es beispielsweise 66 Füchse [2] und im Jahr 2013 waren es sogar 106 Füchse (und einige andere Tiere) [3], die alleine im Kreis Gießen den Jägern während den Fuchswochen zum Opfer gefallen sind – Tiere, die wichtige Funktionen in unserem Ökosystem wahrnehmen, empfindsame Wesen, Individuen mit Charakter, die zur selben Familie ‘Canidae‘ gehören, wie unsere geschätzten Haushunde und viele Eigenschaften mit ihnen teilen.

Wir sehen in der Fuchsjagd allgemein und in den Fuchswochen im Besonderen nichts weiter als ein grausames Treiben, für das es keinerlei sinnvolle Rechtfertigung gibt [4] [5] [6], denn - die Jagd auf Füchse ist kein geeignetes und schon gar kein nachhaltiges Mittel, einen sinnvollen Beitrag zum Natur-, Arten- und Wildtierschutz zu leisten. - die Jagd auf Füchse hat generell keine regulierende Wirkung auf den Fuchsbestand, sondern kann sogar letztendlich zu einem Anstieg der Fuchspopulation führen. - die Jagd auf Füchse ist kein geeignetes Mittel um die Befallsrate von Füchsen mit Wildkrankheiten (wie z. B. den Befall mit dem Fuchsbandwurm) zu reduzieren oder der Verbreitung von Wildkrankheiten vorzubeugen, sondern begünstigt die Verbreitung von Wildkrankheiten unter Füchsen sogar. - die Jagd auf Füchse ist kein geeignetes Mittel, um bedrohte Arten zu schützen. Viele verschiedene Faktoren haben dazu geführt, dass es in unserer Kulturlandschaft unter den Tieren sowohl Gewinner als auch Verlierer gibt. Die Füchse tragen keine Schuld an dieser Entwicklung. Allerdings erfüllen Füchse und andere Beutegreifer wichtige Aufgaben im Ökosystem, die sie für einen gesunden Wildbestand unverzichtbar machen. - in Zeiten von Geflügelpest („Vogelgrippe“), Myxomatose (bei Kaninchen) und Hasenpest (Tularämie) in Hessen ist es geradezu unverantwortlich, Füchse – die natürliche Gesundheitspolizei – durch die Jagd dezimieren zu wollen. Füchse schützen durch die Erbeutung von kranken Tieren und die Beseitigung von Aas auch bedrohte Arten (z. B. Rebhühner, Hasen) vor der Ansteckung mit gefährlichen Seuchen, verhindern die Ausbreitung von kranken Tieren und leisten damit einen unschätzbar wertvollen Beitrag zur Gesunderhaltung des gesamten Wildbestands und auch zum Schutz von bedrohten Arten. - auch die angebliche sinnvolle Nutzung der getöteten Füchse (z. B. die Verwertung des Pelzes) stellt aus unserer Sicht keinen vernünftigen Grund für die massenhafte Tötung von Füchsen dar. Echtpelzprodukte sind unweigerlich mit Leid und Tod von Tieren verbunden und es besteht keinerlei Notwendigkeit für Pelzprodukte als Kleidung oder vermeintlich modisches Accessoire. Zudem ist nur ein kleiner Bruchteil der Felle aus der Jagd überhaupt für eine Verwertung geeignet.

Umwelt-, Natur-, Arten- und Wildtierschutz bewegen sich im Spannungsfeld vieler Interessengemeinschaften. Ohne weitreichende Veränderungen (vor allem bei Jagd und Landwirtschaft) und Maßnahmen zum Schutz und zur Schaffung von ursprünglichen Naturflächen, die einen reichhaltigen Lebensraum für ALLE Tiere bieten, wird sich die ernste Situation für viele Tierarten in Deutschland nicht verbessern, sondern weiter verschlechtern. Die Jagd auf Füchse leistet hierzu keinen sinnvollen Beitrag, sondern schadet Natur und Tierwelt und letztendlich auch uns Menschen auf vielfache Weise. Die Jagd auf Füchse muss daher eingestellt werden! Anstatt Füchse als Sündenböcke zu opfern und damit über die tatsächlichen Missstände in unserer Kulturlandschaft hinwegzutäuschen, müssen endlich sinnvolle und nachhaltige Konzepte zum verbesserten Umwelt-, Natur-, Arten- und Wildtierschutz erarbeitet und gegen die Unvernunft anderer Interessengemeinschaften durchgesetzt werden.

Eine ausführliche und anhand zahlreicher Quellen belegte Erläuterung und Begründung unserer Forderungen zu diesem komplexen Thema ist ausdrücklich ein Bestandteil dieser Petition, wird jedoch aufgrund der Zeichenbeschränkung des Petitionstextes in einem separaten Dokument bereitgestellt. Der komplette Petitionstext inkl. der ausführlichen Begründung und der Quellenangaben ist abrufbar unter:

www.Fuchs-Hilfe.de/Downloads/Petition_Fuchsjagd_2017.pdf

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Wildtierschutz Deutschland e.V. Fra Gau-Algesheim
Frage an den Initiator

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion
  • Liebe Unterstützende,

    die Füchse brauchen Ihre Stimme! Das Aktionsbündnis Fuchs hat aktuell eine Petition, die sich gegen die Bau- und Fallenjagd ausspricht. Der Wildtierschutz Deutschland e.V. unterstützt das & hofft auch auf Ihre Unterstützung!

    Aktuell gibt es ein Video von dem Schauspieler & Aktivisten Hannes Jaenicke, das Ende der Fuchsjagd fordert und die Petition unterstützt. Dieses Video soll gemeinsam mit der Petition die Runde in den sozialen Medien machen. So viele Menschen wie möglich sollen dieses Video teilen, um noch mehr Aufmerksamkeit und Druck zu erzeugen. Sie können den Videobeitrag auf der Facebookseite von openPetition angucken/teilen oder per Direktlink:

    +++ Link zum Facebookpost: www.facebook.com/openPetition/videos/1671616439603232/

    Jedes “Gefällt mir” (Like), aber vor allem geteilte Inhalte (Shares) sorgen dafür, dass noch mehr Menschen von der Petition erfahren.

    Wer nicht in den Sozialen Netzwerken ist, kann gerne per E-Mail Freunde, Kollegen und die Familie auf die Petition hinweisen. Kurzlink: www.openpetition.de/!fuchs

    Herzlichen Dank für die Unterstützung!

  • Liebe Fuchsfreundin, lieber Fuchsfreund,

    mit den beiden vorherigen Informationen ist etwas schief gelaufen - sorry dafür.

    Rund 10 Monate sind bereits vergangen, seit Sie gemeinsam mit mir und 12.100 weiteren Unterzeichnern im Rahmen der Petition „Verbot der sinnlosen Fuchsjagd - Nie mehr “Fuchswochen“ im Kreis Gießen!“ für den Schutz von Füchsen eingetreten sind.

    Es ist bedauerlich und bezeichnend, dass wir noch immer keine Stellungnahme von den zuständigen Petitionsempfängern erhalten haben. Die Petition ist allerdings weiterhin in Bearbeitung: Kürzlich wurde mir in einem Schreiben des Hessischen Landtags mitgeteilt, dass die Petition nun an den Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz überwiesen wurde.

    Doch wir wollen nicht tatenlos abwarten, während sich die Politik offensichtlich damit schwer tut, die längst überfälligen Konsequenzen aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und positiven Erfahrungen aus fuchsjagdfreien Gebieten zu ziehen und die Fuchsjagd auch in Deutschland zu verbieten. Statistisch gesehen kommen über 1.000 Füchse pro Tag im Rahmen der Jagd ums Leben und gerade jetzt im Winter und zur Paarungszeit der Füchse wird die Fuchsjagd wieder besonders intensiv und rücksichtslos durchgeführt.

    Deshalb habe ich gemeinsam mit Dag Frommhold (fuechse.info), Heidrun Heidtke und Lovis Kauertz (Wildtierschutz Deutschland e.V.) das Aktionsbündnis Fuchs ins Leben gerufen. Diese neue Initiative soll dazu dienen, im Wildtierschutz aktive Organisationen besser miteinander zu vernetzen und Energien zu bündeln, um sich mit vereinten Kräften gemeinsam gegen die Fuchsjagd ein- und gegen die Jagdlobby durchzusetzen. Diesem Bündnis haben sich bereits rund 30 Organisationen angeschlossen, darunter z. B. die Tierversuchsgegner Bundesrepublik Deutschland e.V., der BMT - Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Animal Public e.V., die SOKO Tierschutz e.V., der Wildtierschutz Deutschland e.V., die Tierschutzpartei und viele mehr.

    Ziel des Aktionsbündnisses ist es, das verzerrte Bild des Fuchses in der Öffentlichkeit zu korrigieren, den Gesetzgeber dazu zu bewegen, die Jagdgesetzgebung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnislage anzupassen, und auf diesem Weg – etwa nach dem Vorbild Luxemburgs – eine bundesweite Vollschonung des Fuchses zu erreichen. Auf www.aktionsbuendnis-fuchs.de finden Sie weitere Informationen, die ausführlichen Ziele dieser Initiative, sowie eine vollständige Liste der Unterstützer.

    Bitte geben auch Sie den Füchsen Ihre Stimme und schließen Sie sich dem Bündnis an! Besuchen Sie uns auf Facebook und geben Sie unserer Seite ein „Like“, um über neue Berichte und Aktionen informiert zu bleiben: www.facebook.com/AktionsbuendnisFuchs/

    Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

    Daniel Peller, Wildtierschutz Deutschland

  • Liebe Fuchsfreundin, lieber Fuchsfreund,

    rund 10 Monate sind bereits vergangen, seit Sie gemeinsam mit mir und 12.100 weiteren Unterzeichnern im Rahmen der Petition >>Verbot der sinnlosen Fuchsjagd - Nie mehr “Fuchswochen“ im Kreis Gießen!

Debatter

Pro

Jagd ist unnötig. Womit es oft begründet wird, ist dass eine Überpopulation vermieden werden müsse . Doch dafür ist eine Bejagung gar nicht notwendig , wie z.b. der Nationalpark Schweiz zeigt . Dort gibt es bereits seit dem 1. August 1914 keine Jagd mehr und es funktioniert. Es gibt keine Überpopulationen und auch die Artenvielfalt und Gesundheit der Tiere hat nicht gelitten, im Gegenteil .

Contra

Nach Sichtung einiger der in der Petition angeführten Argumente gegen eine Bejagung des Fuchses bzw. Jagd im allgemeinen muss ich feststellen dass nur sehr wenige von Ihnen auf Grund von Fakten sondern rein emotional argumentieren! Als Forstmann/ Forstaufsichtsorgan möchte ich Ihnen mitteilen dass Jagd kein Tötungshobby mehr ist sondern bei ehrlicher Ausübung eine zeitintensive Berufung darstellt. Ein Transport wie in der "Fuchswoche" ist zwar äußerst plakativ für eine Petition gegen die Fuchsjagd, entbehrt aber jedem Weidmännischen Handelns! Aktive Jagd ist Natur und Umweltschutz!