Der Deutsche Bundestag möge beschließen 1) dass Carrageen / E 407 in allen Lebensmitteln deklariert werden muss, die diese Bestandteile enthalten,2) dass eine Studie zu Darmbeschwerden nach dem Genuss Carrageen- / E 407- haltiger Lebensmittel in Auftrag gegeben wird.

Begründung

Nachdem die Anzahl der Personen mit ständigen Verdauungsproblemen nach dem Verzehr von Schlagsahne oder sahnehaltigen Lebensmitteln beständig anwächst, scheint ein Zusammenhang mit dem - in fast allen diesen Produkten enthaltenen Carrageen - sehr wahrscheinlich zu sein.Menschen, die früher überhaupt keine Probleme nach dem Genuss von Schlagsahne oder sahnehaltigen Lebensmitteln hatten, meinen auf einmal, unter einer Laktose-Intoleranz zu leiden und zwar so lange, bis der entsprechende Laktose-Intoleranz-Test negativ ausfällt. Danach ist die Ratlosigkeit meist groß. Bezeichnenderweise haben viele Menschen, nachdem sie dann nach entsprechenden Hinweisen nur noch "reine" Sahne verzehren, keine Probleme.

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  • Pet 3-18-10-7125-030648

    Verbraucherschutz


    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 30.03.2017 abschließend beraten und
    beschlossen:

    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen teilweise entsprochen
    worden ist.

    Begründung

    Die Petentin möchte erreichen, dass die Verwendung von Carrageen/E407 bei
    Lebensmitteln deklariert wird und eine Studie zu gesundheitlichen Folgen bei
    Verwendung des Lebensmittelzusatzstoffes in Auftrag gegeben wird.
    Die Petentin führt aus, dass gesundheitliche Beschwerden nach dem Verzehr von
    Produkten, die Carrageen enthalten, häufig seien.
    Es handelt sich um eine öffentliche Petition, die auf den Internetseiten des
    Deutschen Bundestages veröffentlicht und diskutiert wurde. 69 Mitzeichnende haben
    das Anliegen unterstützt.
    Der Petitionsausschuss hat im Rahmen seiner parlamentarischen Prüfung der
    Bundesregierung Gelegenheit gegeben, ihre Auffassung zu dem Anliegen
    darzulegen. Die Prüfung des Petitionsausschusses hatte das im Folgenden
    dargestellte Ergebnis:
    Carrageen (E 407) ist gemäß Artikel 9 Absatz 1 b der Verordnung (EU) Nr.
    1169/2011 kennzeichnungspflichtig. Es handelt sich hier um die Verordnung
    betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel und zur Änderung der
    Verordnungen (EG) Nr. 1924/2006 und (EG) des Europäischen Parlamentes und des
    Rates und zur Aufhebung der Richtlinie 87/250/EWG der Kommission, der Richtlinie
    90/496/EWG des Rates, der Richtlinie 1999/10/EG der Kommission, der Richtlinie
    2000/13/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, der Richtlinien
    2002/67/EG und 2008/5/EG der Kommission und der Verordnung (EG) Nr. 608/2004
    der Kommission. Diese Verordnung betreffend die Information der Verbraucher über
    Lebensmittel dient durch die Bereitstellung von Informationen über Lebensmittel dem

    Schutz der Gesundheit und den Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher.
    Sie stellt sicher, dass es europaweit einheitliche und klare Vorgaben zur
    Kennzeichnung gibt.
    Vor der Zulassung von Carrageen als Lebensmittelzusatzstoff wurde eine
    gesundheitliche Bewertung vorgenommen. Ein internationales Expertengremium,
    das Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA) und das frühere
    Scientific Committee on Food (SCF) haben den Lebensmittelzusatzstoff
    gesundheitlich bewertet und als unbedenklich angesehen.
    Derzeit wird Carrageen von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit
    (EFSA) im Rahmen des Programms zur Neubewertung zugelassener
    Lebensmittelzusatzstoffe bewertet. Die Bewertung muss bis Ende 2016 erfolgen.
    Rechtsgrundlage hierfür ist die Verordnung (EU) Nr. 257/2010. Das auf nationaler
    Ebene zuständige Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält es für wichtig, die
    bereits verfügbaren Studien über potentielle gastrointestinale Effekte bei dieser
    Neubewertung besonders zu berücksichtigen. Dem BfR liegen aber keine
    Erkenntnisse vor, die es rechtfertigen würden, der Bewertung der EFSA von
    Carrageen vorzugreifen und bereits zum jetzigen Zeitpunkt die Durchführung einer
    Studie über einen möglichen Zusammenhang zwischen Darmbeschwerden und dem
    Verzehr von Carrageen-haltigen Lebensmitteln vorzuschlagen.
    Dies hält der Petitionsausschuss für sachgerecht. Da durch die geltende Rechtslage
    der Forderung nach Kennzeichnung von Carrageen bereits nachgekommen wurde,
    empfiehlt der Petitionsausschuss, das Petitionsverfahren abzuschließen, da dem
    Anliegen teilweise entsprochen worden ist.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.