Verlässlicher Schulbesuch für Kinder an Förderschulen

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Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz, Ministerin für Bildung: Dr. Ute Eiling-Hütig; Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD), Schulaufsicht Förderschulen; Landeshauptstadt Mainz, Schulamt

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  1. Launched 02/10/2026
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Petition addressed to: Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz, Ministerin für Bildung: Dr. Ute Eiling-Hütig; Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD), Schulaufsicht Förderschulen; Landeshauptstadt Mainz, Schulamt

Stellen Sie sich vor, Sie werden als Elternteil regelmäßig gebeten, Ihr Kind kurzfristig nicht in die Schule zu schicken, sondern möglichst zu Hause zu behalten. Grund: Personalmangel. An der Peter-Jordan-Schule in Mainz erleben wir als Eltern regelmäßig und tagelang diese Situation. Die unzuverlässige Schulversorgung bedeutet für uns Familien eine große Herausforderung.

  • Wir Eltern müssen Betreuung, Pflege und Beruf innerhalb kürzester Zeit neu organisieren, kurzfristig Urlaub nehmen, Arbeitszeit reduzieren oder Termine absagen.
  • Unsere Kinder verlieren Unterricht, Förderung und soziale Teilhabe. Regelmäßige Unterrichts- und Betreuungsausfälle gefährden die tatsächliche Verwirklichung des Rechts auf gleichberechtigte Bildung (Art. 24 der UN-Behindertenrechtskonvention und Art. 3 Abs. 3 Satz 2 Grundgesetz).
  • Wirtschaft und Arbeitsmarkt werden ebenfalls von der unzuverlässigen Beschulung belastet. Betroffene Eltern (Arbeitnehmer) müssen kurzfristig ihrer Arbeit fernbleiben, Arbeitszeit reduzieren oder entscheiden sich irgendwann ganz aus dem Erwerbsleben ausscheiden, um Beruf und Pflege vereinbaren zu können.

Wir möchten ausdrücklich betonen, dass die Beschäftigten an Förderschulen Außerordentliches leisten, sich sehr engagiert für unsere Kinder einsetzen und wir ihnen sehr dankbar sind. Diese Petition richtet sich ausdrücklich nicht gegen sie, sondern soll ihnen die Voraussetzungen verschaffen, die ihre wichtige Arbeit fordert.

Wir fordern:
    

  • Sicherstellung einer verlässlichen Beschulung von Schülerinnen und Schülern an Förderschulen auch bei kurzfristigen Personalausfällen.
  • Entwicklung und Finanzierung verbindlicher Vertretungs- und Notfallkonzepte für Förderschulen.
  • Jährliche Veröffentlichung von Daten zu Personalbesetzung, Unterrichtsausfall und Förderausfall an Förderschulen.
  • Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung qualifizierter Fachkräfte im Bereich der sonderpädagogischen Förderung.
  • Sicherstellung einer den besonderen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler entsprechenden räumlichen und sächlichen Ausstattung.

Wir erwarten, dass die zuständigen Akteure in Verwaltung und Politik nicht nur ihre jeweiligen Verantwortlichkeiten wahrnehmen, sondern gemeinsam und koordiniert für einen verlässlichen Schulbetrieb zusammenarbeiten.

Reason

Rückmeldungen anderer betroffener Familien aus anderen Teilen Deutschland zeigen uns, dass die Situation an der Peter-Jordan-Schule kein Einzelfall ist, sondern ähnliche Herausforderungen auch an anderen Förderschulen bestehen. Eine aktuelle Umfrage der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bestätigt, dass Förderschulen in Rheinland-Pfalz am Limit sind und die Strukturen der Realität nicht mehr standhalten.    

Eine Behinderung darf nicht dazu führen, dass der Schulbesuch zur täglichen Lotterie wird, weil der Staat die erforderlichen personellen und organisatorischen Voraussetzungen nicht sicherstellt.

Ein offizielle Petition zum gleichen Thema wurde auch beim Landtag Rheinland-Pfalz eingereicht. 

Thank you so much for your support, Sebastian Ziegler, Mainz
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Petition details

Petition started: 02 Oct 2026
Collection ends: 04/01/2027
Region: Rhineland-Palatinate
Topic: Education

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Why people sign

Inklusion ist nicht für alle Kids das Richtige...

Eltern sollten generell mit einer 100prozentigen Verfügbarkeit von Unterricht und Schulangebot rechnen können. Insbesondere bei Kindern, die Förderung benötigen, werden fehlende Verfügbarkeit und Planbarkeit aber zum essentiellen, praktischen Problem im Alltag.

Förderschulen leisten häufig sehr viel mehr, als es auf den ersten Blick sichtbar ist. Schaut man genauer hin, sieht man, dass dort Inklusion gelebt wird. Jedes Kind wird entsprechend seiner persönlichen Bedarfe gefördert. Oft ist dafür weit mehr nötig: Organisation rund um administrative schulische Angelegenheiten als Unterstützung für Familien, Arbeit mit den Familien im Bereich sozialer Arbeit. Erfolgsgeschichten ehemaliger Schülerinnen und Schüler gibt den Schulen Recht: es lohnt sich jede Unterrichtsstunde zu erteilen und Förderschulen so auszustatten, dass für die Kinder optimale Förderbedingungen geschaffen werden.
Dass kein Unterricht mehr ausfällt- Betreuung oder Aufteilen ist kein Unterricht- wäre ein ganz wichtiger, grundlegender Baustein dazu.

Weil diese Kinder auch ein Recht auf Bildung haben und Familien ein Recht auf Teilhabe.

Weil verlässlicher Schulbesuch auch für Kinder mit Einschränkungen gilt

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