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Die Petition wurde abgeschlossen
Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Die momentane und in ihrer Fortentwicklung nicht absehbare "Flüchtlingskrise" mit sehr hohen Zahlen ankommender Asylsuchender überfordert zusehends sowohl die staatlichen Strukturen, die freiwilligen Helfer als auch die Asylsuchenden selber. Unterschiedliche Kulturen treffen aufeinander, nicht nur hinsichtlich Deutschen auf der einen und Asylsuchenden auf der anderen Seite, sondern in mindestens genauso starkem Ausmaß innerhalb der heterogenen Gruppe der Asylsuchenden. Auch wenn sich über die sozialen Medien Informationen schnell und weit verbreiten, so haben nach den zugänglichen Erhebungen Asylsuchende teils sehr diffuse Bilder von Deutschland. Es muss somit von einer sowohl von der Herkunft als auch vom Informations- und Bildungsgrad von einer extrem heterogenen Gruppe von Ankömmlingen ausgegangen werden. Als vereinheitlichende Maßnahme, um quasi ein Minimum an "Informationsgleichberechtigung" herzustellen, sollte grundsätzlich allen mutmaßlich volljährigen Asylsuchenden so bald wie möglich nach der Einreise, also spätestens bei der förmlichen Registrierung, eine Erklärung in verständlicher Übersetzung ausgehändigt werden, die sie nach ggf. Rückfragen unverzüglich zu unterschreiben haben. Diese Erklärung sollte so grundsätzliche Regelungsgegenstände betreffen, dass sie kein Mensch guten Willens, der aufrichtig Hilfe in Deutschland als Gastland in Anspruch nehmen will, zurückweisen kann, weil er sich dadurch angeblich in seiner Würde verletzt sehe.
Diese grundsätzlichen Regelungsgegenstände auf Grundlage des Grundgesetztes, zu denen sich der Asylsuchende verpflichten muss, sollten sein: (i) Verzicht auf jede Art von Gewalt (Verweis auf Ausnahme der Notwehr bei Gefahr für Leib und Leben) (ii) Anerkennung der Religionsfreiheit in diesem Land; in dem Maße wie dem Asylsuchenden die Ausübung seiner Religion frei möglich ist, soll er Andersgläubigen das Selbe zugestehen.
(iii) Anerkennung der Gleichberechtigung von Mann und Frau; insbesondere Anerkennung der Autorität von weiblichen Funktionsträgern. (iv) Generell Verzicht auf Diskriminierung auf Grund von Geschlecht, Herkunft und sexueller Orientierung.
Mit einer solchen Verpflichtung gleich zu Beginn des Aufenthaltes würde allen Asylsuchenden von Anfang an der hohe Stellenwert dieser Werte eindrücklich vor Augen geführt. Auch wenn sich so natürlich nicht alle Fehlentwicklungen aufhalten und vermeiden lassen, so würde der große Eindruck den erheblichen logistischen Aufwand wahrscheinlich rechtfertigen.
Wir sollten es uns und den Asylsuchenden wert sein!
Begründung
Wenn Menschen unterschiedlicher Herkunft und Ansichten in großer Zahl aufeinandertreffen, sind Probleme vorprogrammiert. Umso wichtiger ist es, eine gemeinsame Grundlage zu haben. Diese kann bei einer Vielzahl der Asylsuchenden nicht vorausgesetzt werden. Umso wichtiger ist es, diese zu schaffen und gleich bei der Einreise deutlich und verständlich zu kommunizieren, und somit vielleicht einen Teil von auf Missverständnissen beruhenden Fehltritten verhindern. Rechtsextremisten könnte so evt. auch etwas Wind aus den Segeln genommen werden.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
05.10.2015
Sammlung endet:
04.01.2016
Region:
Deutschland
Kategorie:
Soziales