Versorgungslücke schliessen - Aufbau eines bundesweiten Hilfsmittel-Notrufs 24

Petition richtet sich an
Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder

1.722 Unterschriften

Sammlung beendet

1.722 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet November 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder

Während es zum Beispiel für Strom, Wasser oder medizinische Notfälle feste Bereitschaftsdienste gibt, sind pflegebedürftige und chronisch kranke Menschen bislang oft auf sich allein gestellt, wenn ihre Hilfsmittel versagen.
Dies teilweise sogar innerhalb der Öffnungszeiten von Sanitätshäusern, mit Sicherheit aber außerhalb der Öffnungszeiten. Dann erreicht man höchstens noch einen Anrufbeantworter oder eine KI-Stimme. Dann gibt es keine Hilfestellung!

Diese Versorgungslücke muss geschlossen werden!

Deshalb fordern wir fordern den Aufbau eines bundesweit organisierten, solidarisch finanzierten Notrufsystems, das rund um die Uhr erreichbar ist, wenn essenziell wichtige Hilfsmittel versagen - analog zum ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117.

Kein Mensch sollte aufgrund dieser Versorgungslücke in unnötig in Gefahr gebracht werden, doch das passiert. In den Kommentaren sind einige der Situationen von Betroffenen aufgezeigt, nur wenige, aber als Stimme für viele.

Kranke und pflegebedürftige Menschen benötigen IHRE / Deine Unterstützung. Sie sind oft leise, werden nicht gesehen und niemand, der nicht in solcher Situation war, kann sich vorstellen, dass es so ist oder wie es ist. Deshalb gibt es diese Petition.

Begründung

Einige wenige Beispiele: Defekte Bremsen an Rollstühlen, Rollatoren kaputt (manchmal dadurch kein Gang mehr auf Toilette möglich), Lifter defekt (kein Umsetzen mehr möglich, nicht mehr ins Bad kommen oder auf Toilette), defektes Pflegebett (keine notwendige Lagerung oder Höheneinstellung möglich, Ausfall von Therapien, insbesondere bei 24 Std Bettlägerigkeit gegebenenfalls fatal), gebrochene Orthesen. Termine, die abgesagt werden müssen, keine Möglichkeiten zur Arbeit zu kommen. Die möglichen Einschränkungen sind vielfältig, die Gefahrensituationen ebenfalls. Letztes Beispiel ein ausgefallener Badewannenlifter und man kommt nicht mehr aus der Wanne.
 
Zwar bieten einige Sanitätshäuser Notdienste an – doch häufig nur innerhalb der Öffnungszeiten oder nur für eigene Kundinnen und Kunden.
Andere wiederum sind nachts, an Wochenenden oder Feiertagen gar nicht erreichbar.
 
Das führt immer wieder zu gefährlichen Situationen, in denen dringend benötigte Geräte oder Ersatzteile nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. Und auch zu Situationen, wo eine Teilhabe am Leben für einen längeren Zeitraum unmöglich ist.
 
Der Hilfsmittel-Notruf 24 soll diese Versorgungslücke schließen – durch eine zentrale Leitstelle, die im Notfall Hilfe koordiniert, Ersatzgeräte bereitstellt und Fachpersonal vermittelt. Dies analog zum ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117.
 
Ein solcher Notruf ist kein Luxus, sondern Ausdruck von Würde, Menschlichkeit und Versorgungssicherheit.
 
Hilfestellung bei Pflege oder Krankheit darf kein Glücksfall sein.
 
Wer auf Hilfsmittel angewiesen ist, muss sich darauf verlassen können, dass im Notfall verlässlich und solidarisch Hilfe kommt.
 
Unsere konkreten Forderungen

  • Aufbau eines bundesweiten Hilfsmittel-Notrufs mit 24-Stunden-Erreichbarkeit
  • Solidarische Finanzierung über bestehende Fördermittel (z. B. DiPA, DIPA, Innovationsfonds, §160 SGB IX)
  • Kooperation mit Sanitätshäusern, Krankenkassen und Pflegeeinrichtungen
  • Verbindliche Regelung von Bereitschaftszeiten und Notdienststrukturen im Hilfsmittelbereich

 
Damit niemand allein bleibt, wenn ein Hilfsmittel ausfällt/defekt ist.
 
Hilf mit, dass Hilfe kein Zufall bleibt. Unterstütze diese Forderung mit Deiner Unterschrift.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Wiebke Worm, Hamburg
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 03.11.2025
Sammlung endet: 31.05.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen,
    liebe Unterstützer,
     
    wir haben nicht wirklich viele Unterschriften zusammenbekommen, aber ich freue mich über jeden, der diese Petition gezeichnet hat.
     
    Auch wenn in der heutigen Zeit andere Themen im Fokus stehen, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass wir irgendwann einen Hilfsmittelnotruf haben.
     
    Heute habe ich die Petition an die Senatorin Frau Schlotzhauer geschickt, damit sie diese auf der nächsten Gesundheitsministerkonferenz in der Hand hat.
     
    Geschickt, weil Frau Schlotzhauer keine Zeit für mich hatte, der nette persönliche Referent mir für eine Übergabe aber kein Gespräch zur Verfügung gestanden hätte UND, ich dafür ca. 45 Minuten Reisezeit für eine Tour hätte einplanen müssen.
     
    Bei der Sicherstellung der Pflege im PG5, ohne, dass ich mit ‚irgendjemand‘ sprechen könnte … da muss ich abwägen, was wirklich wichtig ist. Ich habe jetzt alles an den persönlichen Referenten geschickt, mit der Bitte um Rückmeldung, wenn er die Petition weitergegeben hat.
     
    Ich habe die Gelegenheit genutzt, auch direkt auf ein weiteres Thema einzugehen, nämlich den Entwurf des PNOG (PflegeNeuOrdnungsGesetz).  210 Seiten voller Kürzungen, Streichungen und Einschränkungen auf dem Rücken der Schwächsten.
    Meinen offenen Brief an Frau Warken, am 07.06. an viele Politikerinnen und Politiker verschickt und auf meiner Facebookseite „Wir pflegen unsere Lieben“ hochgeladen (über 468.000 Aufrufe seitdem), sowie meinen heute dort hochgeladenen offenen Brief „Finanzierungspunkte“ (heute schon über 9.000 Aufrufe), habe ich ihm ebenfalls zugeschickt.
     
    Ich möchte diese Gelegenheit meines Dankes an SIE, also auch zur Information nutzen, wie der Stand der Dinge ist. Diese Petition ist für mich erstmal beendet – auch wenn ich irgendwann nachfassen werde (und weiter berichten).
     
    Der Kampf geht leider weiter. Auf Openpetition ist eine weitere Petition von mir zu finden, damit wir den Entwurf PNOG so in der Form gestoppt bekommen. Ich wurde mehrfach gefragt, ob ich eine aufsetzen würde. Eigentlich wollte ich das nicht nochmal machen, aber das Thema betrifft einen noch viel größeren Kreis und stürzt derzeit Millionen Menschen in Angst und Sorge. Bitte zeichnen Sie also auch Petitionen gegen den unsozialen Reformentwurf. DANKE
     
    Ihre Wiebke Worm

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
    Ende dieses Monats läuft die Petition aus - ich hatte das Enddatum vom 03.05.2026 vor einiger Zeit auf den 31.05.2026 geändert.
    Danke all denen, die sich immer wieder mit eingebracht haben.
    Danke alle denen, die mit unterzeichnet haben.

    Wir sind seit November bei über 1.580 Unterschriften angekommen. Die 1.600 schaffen wir in jedem Fall (gerne wäre ich auf über 2.000 gekommen oder mehr, aber auch die jetzige Zahl ist schon gut, in meinen Augen).

    Wie es bei der Sicherstellung der Pflege zu Hause oft so ist, konnte ich hauptsächlich online versuchen zum Unterschreiben zu motivieren. Bei Gesprächen die ich aber 'offline' hatte, gab es wirklich immer ein AHA-Erlebnis. Dies auch bei den Telefonaten mit den Medien, mit der Politik, Ärzten und Verbänden.

    Es waren unglaublich interessante und auch motivierende Gespräche dabei. Einiges steht noch aus, dazu aber ein andermal mehr.

    Aber: Das Problem wird gesehen und selbst, wenn wir jetzt nur den ersten Stein ins Wasser werfen, irgendwann wird daraus eine Welle. Egal, wie lange es dauert, ich bin davon überzeugt, dass wir irgendwann so einen Hilfsmittel-Notruf haben.

    Bei "Welle" möchte ich nicht versäumen zu sagen, dass ich mich auch sehr über diejenigen, die per PDF Unterschriften gesammelt und mir die Bögen zugeschickt haben, gefreut habe! Das war grossartig und einige der Bögen stehen noch aus. Danke dafür.

    Noch ist eine Chance - noch könnt Ihr / können Sie - ggf. auch Familienmitglieder, die die Petition mitzeichnen lassen oder auch Freunde.

    Danke für die Aufmerksamkeit und eine schöne erste Maiwoche
    Wiebke Worm

Weil das Thema früher oder später in der einen oder anderen Form uns alle betrifft ! Für unser Auto rufen wir den ADAC o.ä wenn wir nicht mehr weiterkommen. Diese Dienstleistung muss es ganz selbstverständlich auch für Geräte geben, die in der Pflege relevant sind. Ich frage mich, warum es das noch nicht gibt. Danke dür die Petrition!

Noch kein CONTRA Argument.

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